Ausgabe 
29.12.1847
 
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Strafe des Undanks.

Unlängſt kam ein alter lithauiſcher Bauer mit wan⸗ kendem Schritte, auf einen Stab geſtützt, an dem Thore der Reſidenz Königsberg an. Der Thorſchreiber, aus ſeiner niedrigen Stube ſehend, rief ihm zu:Woher Alter?

Drüben aus dem Dorfe her.

Wo geht Euer Weg hin?

Nicht weiter, als hierher. b

Und was habt Ihr denn zu ſchaffen, wenn ich ſra⸗ gen darf?

Ach, ich wollte meinen Großen verklagen.

Euren Großen? Euren Sohn?

Ei, da hab' ich vor drei Jahren mein bischen Hab' und Gut meinen ſechs Söhnen abgetreten, um mich in Ruhe zu ſetzen. Der Aelteſte bekam das Grundſtück mit Vieh und Wirthſchaft; er verglich ſich mit ſeinen Brüdern und verſprach, mich bis an meinen Tod zu verpflegen. Aber das will der Undankbare nicht mehr thun, und bei meinen

andern Söhnen find' ich auch keine Hülfe. Drum will ich mich mit meiner Klage an einen Richter wenden.

Werdens nicht weit bringen, die Teufelsbuben! meinte der Thorſchreiber.Aber ſagt mir doch, wie alt Ihr ſeid. a

Großer Gott! nunmehr dreiundſiebzig Jahr alt.

Nun, da kann ich Euch den Beſcheid ſelbſt geben, und Ihr braucht Euch nicht erſt an den Richter zu wenden. Ihr wiſſet ja, daß in der heiligen Schrift ſteht: Unſer Leben währet ſiebzig Jahre, da habt ihr ſchon drei Jahre zu viel gelebt.

Der Alte ſah den Thorſchreiber erſtaunt an.Ja, wenn's ſo iſt, ſo thue ich wohl am beſten, wenn ich um⸗ kehre. Unſer Herrgott wird mich wohl bald zu ſich nehmen, ſprach er wehmuͤthig und ſetzte ſich auf einen Stein am Thore, um auszuruhen.

Den Greis hat Gott zu ſich genommen. Auf dem Steine am Thore aber ſitzt jetzt alle Sonntage der älteſte Sohn und bettelt. Rn.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Oeffentliche Aufforderung.

(2009) Der der Frau Major Seipp, geb. Spittal von Krechting, der malen wohnhaft zu Ebringshauſen in der Ge markung zu Stockhauſen hieſ. Landgerichts bezirks zuſtehende und ſeither dem J. K. Knöß, K. Herber, J. J. Nickel, zohs. Kauß und K. Leins Frau, Einwohner daſelbſt, in Erbbeſtand gegebene Zehnten, iſt von den Pflichtigen für die Kaufſumme von 2100 fl. abgekauft, und es iſt dahier um die londgerichtliche Beſtäti⸗ gung dieſes Kaufes angeſtanden worden. Da die Frau Major Seipp weder eine Eigen- thumsurkunde vorlegen, noch ſich darüber aus⸗ weiſen kann, daß dieſer Zebnten ſich in keinem Fideicommiß resp. Erbverbande befindet, ſo werden alle diejenigen, welche, aus was im⸗ mer für einem Rechtsgrunde Anſprüche an dieſen Zehnten bilden wollen, hiermit aufge⸗ fordert ihre Anſprüche binnen 8 Wochen da⸗ hier anzumelden, widrigenfalls der Kaufver⸗ trag beſtätigt, und die Auszablung der Kauf⸗ ſumme an die Frau Major Seipp erfolgen wird. Grünberg den 2. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Thaler.

Edicetalladung.

(2060 Ueber das um 1462 fl. 34 kr. über ſchüldete Vermögen des Daniel Kornmann zu Reinhardshain hot Grßh. Hofgericht den Concurs erkannt, weshalb alle, welche Willens find, Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an die

oncursmaſſe zu bilden, mögen ſie dem Gerichte bekannt ſein oder nicht, hiermit aufgefordert wer⸗ den, ſolche ſogewiß

* den 17. Februar 1848, ormittags 9 Uhr,

dahler anzumelden und zu begründen, widrigen⸗ falls ohne weiteres Präcluſtvdecret der Ausſchluß von der Concursmaſſe erfolgen wird.

Da ſodann im Liquidationstermine ein Güte verſuch ſtattfinden ſoll, ſo wird beſtimmt, daß die alsdann nicht perſönlich erſcheinenden Gläu⸗ biger als der Mehrzahl der Anweſenden, im Fall eine vergleichsweiſe Beſeitigung des Schul⸗

denweſens ſtattfinden ſollte, beitretend werden erachtet werden. Grünberg den 4. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker.

Gläubiger⸗ Aufforderung.

(2011) Nachdem über das Vermögen der Pbilipp Wiſſemers Wittwe zu Kaichen der förmliche Concurs erkannt worden, werden deren ſämmtliche, bekannte wie unbekannte Gläubiger, zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen und ſonſtigen Anſpruche, Wahl eines 5 und Gläubigerausſchuſſes ꝛc. au i Dienſtag den 1. Februar k. J., Vormittags 10 Uhr,

bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Con; cursmaſſe, anber vorgeladen.

Zugleich wird im Termin die Güte verſucht und ſollen ſowobl in Bezug hierauf, als auch bei deren Nichtzuſtandekommen bezüg⸗ lich der Ernennung des Gütepflegers und Gläubigerausſchuſſes, die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden oder nicht durch gehörig Bevoll⸗ mächtigte vertretenen Gläubiger, als der Mehr⸗ heit der Erſcheinenden beitretend angeſehen werden. f

Groskarben am 26. November 1847.

Großh. Heſſ. Landgericht das. Jäger. Sartorius.

Edictal ladung.

(2050) Forderungen und Rechtsanſprüche jeglicher Urt an das in Concurs verfallene Permögen des Schuhmachers Johannes Knauß zu Echzell ſind bei Vermeidung des ohne be⸗ ſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret erfol⸗ 5 Ausſchlußes von der Maſſe, in dem au Dienſtag den 1. Februar k. J., Morgens 9 Ubr, anberaumten Liquidationstermin, bei dem unter⸗ zeichneten Gericht in Selbſtperſon oder durch gehörig Bevollmächtigte anzuzeigen und geltend zu machen. Nidda, den 3. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Landgericht das. Kattrein.

Mobiliar-Verſteigerung.

(2117 Künftigen 6. und 7. Januar, Vor, und Nachmittags, läßt der Unterzeichnete

wegen vorhabender Geſchäftsveränderung, ſein ſämmtliches Mobiliar, beſtehend in Haus, und Landwirthſchaftsgerätbſchaften, Meubles, Bett⸗ werk, Linnen, Frauenkleider, Pferd, Chaiſe, Fourage ꝛc. öffentlich an die Meiſtbietenden. gegen gleich baare Zablung und zwar in fol⸗ gender Ordnung verſteigern: Montag den 3. Januar, 1) ein Pferd mir vollſtändigem Geſchirr zum Einſpännigfahren, 2) eine Cbaiſe nebſt dergleichen, 30 90 Plug und Egge in ſehr gutem Zu⸗ and, 4) eine Parthie Heu und Grummet,

5) eine Roggen und Waizenſtroh, 6) eine FJutterſtroh,

7) eine Spreu und Keil,

8) eine Kartoffeln,

9) eine Dickwurz,

10) eine Weißerüben,

11) eine Wrrtbſchaftsgerathſchaften, beſtebend in Tiſchen, Bänken, Stühlen, Gläſern und ſonſtigen Hausgerathſchaften,

12) eine Parthie Brennholz und ſonſtiges altes Gebölz.

Dienſtag den 4. Januar,

1) 2 bis 3 vollſtändige Betten in beſtem Zuſtand mit Bettgeſtellen,

2) einige Kleider- und Eckwandſchraͤnke, worunter ſich ein großer Glasſchrank befindet, 2

3) ein ganz neuer Küchenſchrank mit Glas, fenſtern,

4) ein Sopba mit 6 Stühlen, noch ſehr gut,

5) ein großer Spiegel,

6) eine Partbie Frauen Hemden und Klei⸗ dungsſtücken und ſonſtiges Weißzeug.

Dortelweiler⸗Chauſſee- Haus, den 22. Dezember 1847. Henſel, Chauſſee-Geld⸗Erheber.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(2118) Montag den 10. Januar 1848 ſollen die Erdarbeiten zur Vollendung des Dammes über die Straßbach, veranſchlagt zu 7040 fl. 46 kr., an Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Ort der Zuſammenkunft iſt am grauen Stein weg, Gemarkung Fauerbach II. Friedberg am 23. Dezember 1847. Der Großb. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.