Ausgabe 
29.9.1847
 
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NTatt erg und Bußbach 1. Okttr. 1847.

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Intelligenz-Blatt

für die

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen,

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

M 76.

Mittwoch, den 29. September

Amtlicher Theil.

Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Verbeſſerung der Vogelsberger Rindviehrace.

Indem ich Ihnen nachfolgende Bekanntmachung des landwirthſchaftlichen Provinzialvereins von Oberheſſen mit theile, fordere ich Sie zugleich auf, über den Inhalt der⸗ ſelben den Gemeinderath, ſowie tüchtige Oekonomen in Ihren resp. Gemeinden zu hören, deren Erklärung zu Protokoll zu nehmen, und mir binnen 8 Tagen jedenfalls aber vor der auf den 4. Oktober d. J. dahier anberaumten Verſamm⸗ lung des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins darüber Vor⸗ lage zu machen, ob ſich die Bewohner ihrer Gemeinden mit der Züchtigung der Vogelsberger Rindviehrace befaſſen und geneigt ſind, in der fraglichen Weiſe das von dem Provin⸗ zialverein vorgeſchlagene Unternehmen zu unterſtützen. Ich zweifle hieran um ſo weniger, als dieſes lediglich im Inte⸗ reſſe der einzelnen Viehbeſitzer beantragt wird und erwarte von Ihnen, daß Sie ſich bemühen, der Sache ſoviel wie möglich Eingang zu verſchaffen. 5

Nach Einlangung Ihrer deßfallſigen Erklärungen werde ich ſodann von hieraus dem landwirthſchaftlichen Provinzial verein geeignete Mittheilung machen.

Grünberg den 22. September 1847.

3 v. Zangen, Gr. Kr.⸗Sert.

Bekanntmachung

des landwirthſchaftl. Provinzialvereins von Oberheſſen.

Wie den verehrlichen Mitgliedern unſeres Vereins und allen Denjenigen, welche ſich für deſſen Beſtreben intereſſiren, durch die Bekanntmachungen in der landw. Zeitſchrift und ihren Beilagen zur Kenntniß gekommen, haben wir uns namentlich in der neueren Zeit lebhaft mit der Frage be⸗ ſchäftigt, wie, neben Fortſetzung des bisherigen Beſtrebens, für die geſegneteren Gegenden mit allgemeiner Stallfütterung durch Einführung geeigneter ausländiſcher Zuchtſtiere die Vieh zucht zu heben, auch auf Reinhaltung und Vered⸗ lung der Vogelsberger Rindviehrace in ſich ſelbſt zu wirken ſein möchte.

Aus der Beilage Nr. 38, ausgegeben mit der Nr. 50 der Zeitſchrift von 1846, iſt zu erſehen, wie der Aus ſchuß die geſtellte Frage zu löſen hofft.

Es ſollen hiernach diejenigen Gemeinden in Oberheſſen, welche vorherrſchend Vogelsberger Vieh züchten und unter halten oder demnächſt unterhalten wollen, zu einer deßfall⸗ ſigen Anzeige bei dem Vereine aufgefordert werden, um Preisvertheilungsbezirke beſtimmen zu können, in welchen bei Zuerkennung der Preiſe wo möglich drei Viertheile der zu verwendenden Summen auf preiswürdiges Vogelsberger Vieh und ein Viertheil auf preiswürdiges Vieh anderer Gattungen verwendet werden ſollen.

Ferner glaubt der Ausſchuß, daß der alljährliche An⸗ und Wiederverkauf junger Zuchtſtiere der Vogelsberger Race durch den Verein bei Anlegung angemeſſener Preiſe ſehr da zu mitwirken werde, die Aufzucht guter Zuchtſtiere zu fördern.

Um dieſe Beſchlüſſe mit Erfolg in Ausführung bringen zu können, werden diejenigen loͤblichen Ortsvorſtände, in deren Gemeinden das Vogelsberger Vieh vorherrſchend ge züchtet und unterhalten wird, oder in welchen darauf hin gewirkt werden ſoll, erſucht, deßfallſige Anzeige dem Ver eine zu machen, um die Preisvertheilungsbezirke, in welchen dieſe Erklärungen Beruüͤckſichtigung finden ſollen, beſtimmen zu können.

Bezuͤglich des An- und Wiederverkaufs guter Zuchtſtiere der Vogelsberger Race glaubt der Vereinsvor ſtand folgende Wünſche ausſprechen zu müſſen:

Die Viehzüchter müſſen bei den zur Aufzucht zu wäh lenden Stierkälbern auf Stärke, regelmäßigen Bau, ſowie auf die dem Vogelsberger Viehe beſonders eigene rothe Farbe, vor Allem aber auf die Abſtammung von gut gebaueten, kräftig erhaltenen, durch Milchergiebigkeit ausgezeichneten Kühen, ſowie auf die Zuchtſtiere, von denen ſie gefallen, vorzüglich Rückſicht nehmen. Die Milchergiebigkeit der Kühe darf um ſo weniger außer Berückſichtigung gelaſſen werden, da dieſelbe anerkanntermaßen auch durch die Zuchtſtiere ver erbt wird. Werden nur ſolche Kälber gewählt und nament lich mit dem in den Gebirgsgegenden der Provinz gewonnen werdenden Dörrfutter gut genährt, ſo läßt ſich ein guter Erfolg von der Aufzucht nicht bezweifeln.

Zur Bewirkung des Ankaufs der Zuchtſtiere fuͤr Rech nung des Vereins wird derſelbe alljährlich diejenigen Orte beſtimmen, an welchen derſelbe ſtatt finden ſoll.

Die Orte, wo der alljährliche regelmäßige Wiederverkauf