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Intelligenz-Glatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
W 25.
Sonnabend, den 27. Maͤrz
1347.
S—————
Amtlicher Theil.
Verordnung, die in der Schweiz beſtehenden Handwerkervereine btr.
Lud WIG I. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc.
Da ſich in der Schweiz Vereine gebildet und über— haupt Beſtrebungen kund gethan haben, die dahin zielen, die Lehren des Communismus unter den daſelbſt ſich auf— haltenden deutſchen Handwerksgeſellen zu verbreiten und ſo den Umſturz aller verfaſſungsmäßigen Verhältniſſe und die weſentlichſte Gefährdung der Sicherheit der Perſon und des Eigenthums herbeizuführen, ſo ſehen Wir Uns ver— anlaßt, auf den Grund des Art. 73 der Verfaſſungs⸗Ur⸗ kunde, zu verordnen, wie folgt:
Art. 1. Alle inländiſchen Handwerksgeſellen, welche ſich dermalen in der Schweiz befinden, haben dieſes Land unverzüglich zu verlaſſen.
Art. 2. Allen inländiſchen Handwerksgeſellen iſt von nun an und bis auf weitere Verfügung das Reiſen in die Schweiz und der Aufenthalt in derſelben verboten.
Dieſes Verbot ſoll in allen abgegeben oder viſirt werdenden Wanderbüchern und in allen für Handwerks— geſellen auszuſtellenden Heimathſcheinen oder Päſſen bemerkt werden.
Art. 3. Derjenige inländiſche Handwerksgeſelle, welcher ſich, dem im Art. 2 enthaltenen Verbot zuwider, in die Schweiz begiebt, ſoll bei ſeiner Zurückkehr in das Großherzogthum, an der Grenze, oder wo er ſonſt be— troffen wird, ſogleich verhaftet, an den Kreis- oder Land⸗ rath ſeiner Heimath abgeliefert und wenn keine Gründe vorliegen, welche die Einleitung eines gerichtlichen Ver— fahrens gegen denſelben rechtfertigen, zwei Jahre lang in ſeinem Heimathsorte unter beſondere polizeiliche Aufſicht geſtellt werden. a b
Während dieſer zwei Jahre darf er nicht als Mei⸗ ſter aufgenommen und ihm kein Gewerbs-Patent ertheilt werden. Zuwiderhandlungen gegen die ihm von der Poli⸗ zeibehörde ertheilten Vorſchriften werden mit polizeilichem Gefängniß bis zu 14 Tagen beſtraft.
Art. 4. Inländiſche Handwerksgeſellen, welche ſeit dem 1. Januar 1844 ſich kürzere oder längere Zeit in der Schweiz aufgehalten haben und erſt nach dem 1. Mai
dieſes Jahres in das Großherzogthum zurückkehren, ſollen eben ſo, wie im Art. 3 vorgeſchrieben iſt, behandelt werden.
Unſer Miniſterium des Innern und der Juſtiz iſt je— doch ermächtigt, nach Umſtänden zu Gunſten derjenigen inländiſchen Handwerksgeſellen eine Ausnahme von vor— ſtehender Beſtimmung zu geſtatten, die nicht unmittelbar aus der Schweiz in das Großherzogthum zurückkehren, ſondern nach Verlaſſung derſelben längere Zeit in einem anderen Staate ſich aufgehalten haben.
Art. 5. Die Eltern, Geſchwiſter, ſonſtigen nächſten Verwandten, Vormünder oder Curatoren der inländiſchen Handwerksgeſellen, welche ſich dermalen in der Schweiz oder ſonſt im Auslande befinden, werden hierdurch auf— gefordert, dieſelben von den Beſtimmungen dieſer Verord- nung in Kenntniß zu ſetzen.
Art. 6. Ausländiſche Handwerksgeſellen, welche ſich ſeit dem 1. Januar 1844 längere oder kürzere Zeit in der Schweiz aufgehalten haben, ſollen an der Grenze des Großherzogthums zurückgewieſen werden. Muͤſſen dieſelben, um auf geradem Weg in ihre Heimath zu gelangen, durch Gebietstheile des Großherzogthums gehen, ſo iſt ihnen eine Marſchroute, welche die zu berührenden Orte und die Zeit für die Reiſe enthält, vorzuſchreiben. Werden ſolche Hand— werksgeſellen innerhalb des Großherzogthums betroffen, ſo ſind ſie in gleicher Art in ihre Heimath zu verweiſen.
Art. 7. Fabrikanten oder Handwerker, welche ohne deßfalls eingeholte polizeiliche Erlaubniß einem in- oder ausländiſchen Handwerksburſchen Arbeit gegeben haben, aus deſſen Wanderbuch, Paß oder ſonſtigen Legitima— tionspapieren erſichtlich war, daß ſich derſelbe ſeit dem 1. Januar 1844 kürzere oder längere Zeit in der Schweiz aufgehalten hat, ſollen mit einer Polizeiſtrafe von einem bis ſieben Gulden Geldbuße beſtraft werden.
Derſelben Strafe unterliegt derjenige Fabrikant oder Handwerker, welcher einem in- oder ausländiſchen Hand— werksburſchen, der ſich über ſeinen früheren Aufenthalt nicht ausgewieſen hat, ohne eingeholte polizeiliche Erlaub— niß Arbeit giebt.
Urkundlich unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels.
Darmſtadt, am 19. Februar 1847.
(IL. S.) LU D WIG. du Thi!


