Ausgabe 
16.6.1847
 
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ſolche Private zugelaſſen werden, welche die er kauften Früchte für ihren eigenen Haushalt be- dürfen. Grünberg den 12. Juni 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Grünberg Bötticher.

Bekanntmachung.

(965) Künftigen Donnerſtag den 17. Juni l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Ilbenſtädterchauſſeehaus die an der Straße von Niederwöllſtadt in der Richtung nach Kaichen vorhandenen Kirſchen und Korbweiden, ſowie die Grasbenutzung im Flutheanal der Nidda an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden.

Friedberg den 13. Juni 1847. 5 Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter

des Baubezirks Friedberg.

Stockhauſen.

Bekanntmachung.

(966) Freitag den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird auf hieſigem Gemeindehaus die Lieferung von circa 200 Stück Flurſteinen in hieſige Gemarkung zu bringen, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich wenigſtnehmend in Accord gegeben. Aſſenheim den 12. Juni 1847. g Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt.

Gras- Verſteigerung. 4987) Freitag den 18. d. M., Nachmittags 1 Uhr, wird dahier das diesjährige Heugras von eirca 50 Morgen, auf Ort und Stelle meiſt⸗ bietend, morgenweis, zur Verſteigerung gebracht.

Aſſenheim den 12. Juni 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt.

Arbeits-Verſteigerung zu Wiſſelsheim.

(968) Samſtag den 19. d. M, Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Büreau des Gr. Beigeordneten zu Wiſſelsheim, nachſtehende Ar- beiten und Lieferungen, an die Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert werden.

1) Die bei Herſtellung der Brüſtungsmauern, an der Brücke in der Ortsſtraße zu Wiſſels⸗ heim, vorkommende Maurerarbeit, vervor⸗ anſchlagt zu 15 fl. 3 kr.

2) Das Anliefern von 0,3 Kbklftr. Mauer⸗ ſteinen, 5 Bütten Kalk und 0,2 Kbklftr. Mauerſand.

Friedberg den 13. Juni 1847. J. A.: Gatzert.

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Privat Bekanntmachungen.

Lehrlings⸗Geſuch. (9120 Ein junger Menſch kann bei Unter⸗ zeichnetem unter vortheilhaften Bedingungen ſogleich in die Lehre treten. Lich. Phil. Meyer, Schloſſermeiſter. Gras-Verſteigernng. (969) Montag den 21. Juni, Nachmittags 2 Uhr, wird das Heu- und Grummetgras von meiner Wieſe in 24 Abtheilungen an Ort und Stelle verſteigert. Friedberg. Philipp Philippi's Wittwe. Ein goldner Ring, (9700 mit den Buchſtaben A. R. bezeichnet, wurde verloren und wird der redliche Finder gegen eine gute Belohnung um die Zurückgabe deſſelben an die Expedition d. Bl. gebeten.

, 192*. f JZeßnker Rechenſchafts⸗Beriicl

Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft.

(971) Der am 30. April d. F. in der General⸗Verſammlung der Actionairs der Berliniſchen Lebens- Verſicherungs⸗Geſellſchaft vorgelegte, ſtatutenmäßig revidirte Rechnungs-Abſchluß für das Jahr 1846 hat abermals ſo günſtige Geſchafts⸗Ergebniſſe nachgewieſen, daß für das Jahr 1851, in welchem der Ueberſchuß des vergangenen Jahres zur Vertheilung gelangen wird, eine gleich günſtige Dividende als die bisherige in Ausſicht ſteht. l

Es gingen 770 Verſicherungs⸗ Anträge ein, zu dem Geſammtbetrage von 941,700 Tha⸗ lern. Nach Abrechnung der nicht angenommenen, der durch Ablauf 1 Policen und ander⸗ weitig ausgeſchiedenen, ſo wie der verſtorbenen Verſicherten zuſammen 383 perſonen mit 563,700 Thalern Kapital zeigte ſich am Schluſſe des Jahres 1846 gegen das Jahr 1845 ein reiner Zuwachs von 371 Perſonen mit 378,000 Thalern. g

Die Todesfälle belaufen ſich auf 126 Perſonen mit 130,100 Thalern.

Am Schluſſe 1846 blieben 5 7 5

6115 Perſonen mit Sieben Millionen 262,000 Thalern

bei der Geſellſchaft verſichert. 4.

Das gegenwärtige Geſellſchafts- Vermögen beträgt 2,062,961 Thaler 19 Sgr. 2 Pf.

Der in dieſem Jahre zur Vertheilung kommende Ueberſchuß aus dem Jahre 1842 ge⸗ währt für die in demſelben bei der Geſellſchaft auf Lebenszeit verſichert geweſenen Perſonen abermals eine Dividende von 14/ pet. des Betrages der im Laufe deſſelben von ihnen be zahlten Prämien und wird ſtatutenmäßig auf die von jetzt ab ferner von ihnen zu zahlenden

Prämien in Abrechnung gebracht, respective baar gezahlt.

Wir können jetzt mit voller Zufriedenbeit auf die Reſultate der erſten 10 Jahre des Beſtehens des Inſtituts zurückblicken und dürfen, von einem theilnehmenden Publikum unter⸗ ſtützt, hinſichtlich der Grundprincipien unſers Inſtituts durch gleichmäßige günſtige Rechnungs⸗ Abſchlüſſe gerechtfertigt und von außergewöhnlichen Unfällen verſchont geblieben, das hoffnungs⸗ volle Vertrauen hegen, daß die Einrichtungen unſrer Geſellſchaft immer mehr und mehr An klang finden werden bei Allen, welche durch Lebens-Verſicherungen eine thätige Fürſorge für ihre Familien ausüben wollen. 3

Die vergangenen Monate des gegenwärtigen Jahres zeigen den gewohnten günſtigen Fortſchritt des Geſchäfts der Geſellſchaft.

Berlin, den Sten Mai 1847.

Direction der Berliniſchen Lebens Verſicherungs Geſellſchaft. C. W. Broſe. C. G. Brüſtlein. F. M. Magnus. F. Lütcke. Directoren. 5 ö Lobeck. General-Agent.

Vorſtehenden Rechenſchafts⸗Bericht bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geſchäfts⸗ Programme bei mir unentgeltlich ausgegeben werden.

Friedberg den 8. Mai 1847.*

F. Nau

G. Agent der Berliniſchen Lebens Verſicherungs⸗ Geſellſchaft.

Anzeige.

(972) Die Hanauer Zeitung, als eine der älteſten Zeitungen Deutſchlands, hat es ſich bisher zur Aufgabe gemacht, in Bezug auf Politik, ſociales Leben, Handel, Gewerbe, Kunſt u. f. w. möglichſt vollſtändig zu referiren und, wo es thunlich, die Tageserſcheinungen in dieſen Ge⸗ bieten zu beſprechen. Indem ſie auch ferner von dieſer Tendenz geleitet werden wird, hat ſie für die Folge den Kreis ihrer Mitarbeiter erweitert, um in allen Beziehungen noch größere Mannigfaltigkeit ihren verehrlichen Leſern zu bieten. Ein ſogenanntes Glaubensbekenntniß in Hinſicht Deſſen, was ſie ferner zu leiſten bemüht ſein wird, hier abzulegen, kann deßhalb über fluſſig ſein, weil ſie immer die Geſinnung offenbart hat, welche jeder Meinung ihr Recht, nämlich das der vollen Vertheidigung, widerfahren läßt. 0

Die Blätter der Vergangenheit und Gegenwart, als zur Hanauer Zeitung gehörig, ſollen inskünftige den Stoff ihrer Erzählungen vorzugsweiſe aus dem Leben und der Geſchichte des geſammten Deutſchlands nehmen und neben denſelben ihr Augenmerk auf ſolche unterhaltende und belehrende Darſtellungen richten, welche ſich in unſerem engeren oder weiteren Vaterlande bewegen. Daß jedoch keineswegs Das ausgeſchloſſen ſein ſoll, was aus der Fremde als beſonders intereſſant und wiſſenswerth Anſpruch auf Mittheilung erheben darf, verſteht ſich von ſelbſt. An alles Dieſes wird ſich das Mannigfaltige reihen und in ſeiner reichhaltigen Abwechſelung angenehme Unterhaltung gewähren. Endlich wird auch die Poeſie ihre freundlichen Gaben ſpenden. 5

Da die Hanauer Zeitung ſich eines großen Leſekreiſes erfreut, ſo erhalten Anzeigen aller Art durch ſie eine weite Verbreitung, und werden dieſelben mit 4 kr. fur die Zeile berechnet.

Der halbjährliche Preis für die Hanauer Zeitung mit ihren Beiblättern iſt 8 fl. 30 kr; bei allen kurheſſiſchen Poſtämtern 2 Thlr. Sgr. In Hanau abonnirt man bei der Redac⸗ tion derſelben; Auswärtige belieben ſich an die resp. Poſtämter zu wenden und ihre Beſtellungen möglichſt bald zu machen, damit keine Verſpätung in der Ablieferung der erſteren Nummern des am 1. Juli beginnenden neuen Semeſters Statt finden kann. Neuzugehende Abonnenten erhalten die Zeitung nebſt Beiblättern vom Tage ihrer Anbeſtellung bis zum 1. Juli gratis.

Hanau, im Juni 1847. 5

Die Redaction der Hanauer Zeitung.

Für mein Geld fuchſ' ich den Eſel.

(978) In das Gaſthaus zu den drei Schwer⸗ tern kam neulich ein Gaſt und verlangte in

hochtrabendem Tone einen Handkäs,(das Brod hatte er in der Taſche) als ihn der Kellner nicht gleich bediente, rief er aus vollem Halſe: Kellner, wo bleibt mein Eſſen.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.