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Oſerfeier, ſahrt nach allda ver⸗ 3, Uſingen in ſeinen dert geben chte gewiß offen und ein anhal⸗ Feiertag; in Herzen t Turner „Darum reten, und tiertag er wir zogen velch wir npfangen t kungen, u abgeloß u Freunde r Himmel „ Auf der leitete uns ſchon die icht. Drei m Schrift Stätte zu Gut Heil! nicbbergern n kommen det naſſen Inger und
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Gewandtheit, welche einzelne Turner an den Tag legten, durch Beifallrufen reichlich lohnten. Alsdann trennten wir uns und verſprachen uns, einander auf dem Turnfeſt in Gießen wieder zu ſehen. Die Friedberger und Frankfurter Turner zogen über Ober⸗ und Niedermörlen, wir aber und die Gießener Turner über Fauerbach, Oſtheim und Nieder— weiſel nach Haus. Unterwegs verkürzten wir uns durch heitere Unterhaltung und durch Singen die Zeit und gelangten ſo, der muͤden Beine nicht achtend, bis vor unſere Stadt. Vor dem Thore ordneten wir uns und zogen fröhlich und heiter ein; auf dem Marktplatze empfing uns der Muſikverein und begleitete uns bis vor das Gaſthaus des Herrn Sauerbier, wo die Gießener eintraten. Wir zogen aber auf den Turn⸗ platz und von da in unſer Lokal, wo die Muſik uns mit einigen ſchönen Stücken aufheiterte, und von ältern Turnern einige Gedichte vorgetragen wurden. Nachdem wir jener mit einem herzlichen Gut Heil! unſern Dank ausgebracht hatten, trennten wir uns, um am folgenden Tag mit freiem friſchem, frommem und frohem Muthe ein jeglicher an ſein Tagewerk zu gehen.“
Vorſtehenden Verſuch übergeben wir der Oeffentlichkeit, nicht als Muſter, ſondern nur als Probe, wie der angehende Turner eine Turnfahrt auffaßt. Dem größeren Leſerkreiſe diene zur Nachricht, daß in den meiſten Turngemeinden die Turner und Vorſchüler gehalten ſind, Beſchreibungen aller derjenigen Ereigniſſe, welche für die Gemeinde von Wichtig⸗ keit ſein könnten, einzuliefern. Hierdurch ſoll die geiſtige
Bildung des Turners befördert, namentlich ſein Sinn für Naturfreuden offen erhalten und neu belebt werden.
Der jugendliche Verfaſſer des vorſtehenden Aufſatzes
hat übrigens unterlaſſen, die in Ziegenberg gefaßten Be⸗
ſchluͤſſe mitzutheilen. Dieſe waren im Weſentlichen folgende:
10 Die drei oberheſſiſchen Gemeinden werden ein gemein⸗ ſchaftliches Anturnen in Gießen unter Einweihung des dortigen Turnplatzes am 16. Mai halten. Das ge⸗ meinſchaftliche Abturnen findet am 3. Oct. d. J. in Friedberg ſtatt, und im Frühjahr 1848 wird in Butz⸗ bach ein gemeinſchaftliches Anturnen ſein.
2) Am 13. Juni d. J. wird eine gemeinſchaftliche Turu— fahrt nach Laubach unternommen, und hofft man, daß die dortigen Freunde des Turnens zur Gründung eines Vereins zuſammentreten.
3) Jede Gemeinde wird bemüht ſein, das Turnen in der Provinz Oberheſſen und der Umgegend überhaupt weiter zu verbreiten und die Nachbargemeinden zu freundſchaft— licher Mitwirkung einladen.
Möchte der freie, friſche, frohe, fromme Sinn, ohne welchen das deutſche Turnen nicht gedeihen kann, zwiſchen Lahn und Main, Vogelsberg und Taunus mächtig erſtarken, damit wir neben den Klagen der Zeit häufiger hören möchten den freundlichen Turnergruß: Gut Heil! Gut Heil!
Butzbach im April 1847. 3
Bekanntmachungen von Be⸗ hörden.
rr Edictalla dung.
(668) Philipp Spiegel von Rockenberg und deſſen Ehefrau haben wegen Ueberſchuldung ihres Vermögens mit den bekannten Glaͤu— bigern ein Arrangement abgeſchloſſen.
Alle nicht bekannte, zu dem heutigen Ter⸗ mine nicht geladene Gläubiger, werden deß⸗ halb aufgefordert, ibre Anſprüche an das Per⸗ mögen der vorgenannten Cheleute binnen 4 Wochen dahier anzuzeigen, gegenfalls ſie von der Maſſe ausgeſchloſſen werden und ſie die ihnen dadurch entſtehenden Nachtheile ſich ſelbſt beizumeſſen haben.
Butzbach den 20. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Dr. Irle.
Oeffentliche Aufforderung
(711) Nachdem über das Vermögen des Heinrich Häuſer von Niederohmen von Grßh. Heſſ. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen der förmliche Concursproceß erkannt worden iſt, ſo werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben zu haben vermeinen ſollten, hierdurch öffentlich aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf a Mittwoch den 16. Juni l. F., Vormittags 9 Uhr, 5 anberaumten Liquidationstermine dahier an⸗ zuzeigen und zu begründen, als ſie anſonſt ohne ein weiter zu erlaſſendes Präcluſivdekret von der Concursmaſſe des Heinrich Häußer werden ausgeſchloſſen werden. Grünberg am 27. April 1847. . Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker.
Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (737) Das Brechen und Fahren von 147
Cubikklaftern Steinen zu Schichtmauerwerk, aus den Langgönſer Brüchen, und von 3 Cu⸗ bikklaftern aus dem ſtaatseigenthümlichen Bruche bei Rockenberg, zu dem Durchlaß in Abtheilung 75 der Gemarkung Langgöns, wird Samſtag den 15. Mai, Vormittags 8 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier verſteigert.
Butzbach den 7. Mai 1847.
Der Grßh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer.
Bekanntmachung.
(732) Montag den 17. l. M., Morgens um 11 Ubr, wird in hieſigem Rathbauſe in Auftrag des Kaufmanns Samuel Lindbeimer dahier das von demſelben von der Frau Bür⸗ meiſter Daniel Fritz's Wittwe erkaufte Wobn⸗ haus auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Mai 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Holz⸗Verſteigerung im Langgönſer Gemeindewald.
(728) Montag den 17. Mai d. J., von Vormittags 9 Uhr an, ſollen in dem Ge⸗ meindewald⸗Diſtrikte Mühlſtück an der Eiſen⸗ bahnlinie:
2% Stecken eichen Scheitholz,
55„ kiefern.
1„ eichen Pruͤgelholz, 22„ kiefern„ 64„buchen Stockholz, 5 77 eichen„
22„ kiefern u. fichten Stockholz, 825 Wellen buchen Reisholz, 50„ ei hen 1 1050„ kiefern- und fichten Reisholz, 150„ aspen Reisholz, 7 Stück eichen Bauſtämme von 13—32 Fuß Länge, 12 24 Zoll Durchmeſſer, im Ganzen 422 Cubikfuß haltend, 60 Stück kiefern Bauſtaͤmme von 12-30 Fuß Länge, 5½—8 Zoll Durchmeſſer, im Ganzen 380 Cubikfuß haltend,
2 Stück eichen Stangenbolz zus Cubikfuß,
3 buchen 1 3,52„ 711 kiefern 7„ 694 A 25„ ſichten 9,75
unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden.
Langgöns am 5. Mai 1847. Der Beigeordnete Der n.
N Holz⸗Verſtejgerung. (145) Mittwoch den 19. Mai l. J., des Vormittags um 8 uhr, ſollen in dem Ober⸗ rosbacher Gemeindewald, in verſchiedenen Di⸗ ſtrikten, nachſtehende Holzſortimente, als:
15 3 Stecken eichen Scheit, 2 Prügel⸗ und 10% Stockbolz, 2 e nadel Scheit⸗, 3¼ Prügel⸗ 5 und 5 Stockbolz, 3) 250 eichen und 850 nadel Reiſerholz— 3 Wellen, 4) 13 Eichen u. 14 Nadel- Stamme(Bau— holz) und 50 475 Stück nadel Bobnenſtangen
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt in der großen Johannes Hecke. Oberrosbach den 11. Mai 1847. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Blecher.
Bekanntmachung.
(Ju). Das am 27. vor. Mts. auf dem
Straßheimer Hofe verſteigerte Wellenholz aus
Diſtrikt Straßheimer Wald, bat die Geneb⸗
migung erhalten und kann nunmehr innerhalb
14 Tagen jeden Montag, Dienſtag, Donner⸗
ſtag und Samſtag abgefahren werden.
Ockſtadt am 11. Mai 1847.
Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt. Angerer.
Verſteigerung von Maurerarbeit.
(747) Freitag den 21. Mai l. J., Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll auf der Schleuſenbauſtelle


