Ausgabe 
13.11.1847
 
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% 380*.

ben Kartoffeln bepflanzt und ein daran grenzendes, tiefer liegendes, etwas feuchtes Land, welches im Herbſte 1846 geſtürzt worden war, wurde zum Theil gar nicht(O, zum Theil mit friſchem(animaliſchem) Dünger umgegraben (D) und beide Theile mit der rothen Früh-Kartoffel be pflanzt. Das Erndte-Reſultat in dieſem Herbſte war folgen⸗ des: die engliſchen Kartoffeln auf dem Stück( fielen ſehr mager aus und waren davon wenigſtens ½ krankz auf dem Stück() war die Erndte ergiebiger und ſelten eine kranke Kartoffel zu finden; auf dem Stück(C) war die Erndte noch beſſer und auf dem Stück(D) ausgezeichnet und auf den beiden letzteren Stücken ebenfalls nur ſehr ſel ten eine kranke Kartoffel vorhanden.

Auf einem benachbarten Stück Lande wurde von der Beſitzerin unmittelbar auf die in das Loch geſetzte Kartoffel ohngefähr eine halbe Schippe voll a nim a⸗ liſchen Dünger geſchüttet und dann mit Erde bedeckt.

Die Erndte war ungewöhnlich reich; von kranken Kartoffeln bei der ordinären Sorte und der gelben eng- liſchen keine Spur; dagegen war die Krankheit bei der

3) daß man die Urſache der Kartoffelkrankheit nicht kennt. i

Unter allen Umſtänden iſt aber anzurathen, jetzt

ſchon recht geſunde Kartoffeln zum Stecken für's kommende Jahr auszuſuchen und ſie ſorgfältig aufzubewahren. Bdgl.

Berichtigung.

In der Anzeige(1809) in Nr. 86 dieſes Blattes,Fiſcherei⸗ Verpachtung im Forſte Burggemünden/ betreffend, ſteht irrthümlich: 2) D den 15. December ꝛc.; man bittet zu leſen: Mittwoch den 15. December ꝛc.

Markt Bericht. Friedberg, am 10. November 1847.

kleinen blauen vorhanden.

Aus all dieſen Reſultaten ſcheint unzweifelhaft hervor

zu gehen

1) daß durch das von Herrn Prof. Dr. Freſenius vor⸗ geſchlagene Dungmittel die Kartoffeln von der Krank⸗

heit nicht bewahrt bleiben;

29 daß der animaliſche Dünger nicht immer(vielleicht nie) die Urſache der Fäulniß ſein kann: und

Aufgefahren] Verkauft ö 5

Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe

(Mltr.)(Mitr.. fl. Waizen 102 79 12 30 Korn 39 24% 9 2⁵ Gerſte. 43 30 7 7 Hafer? 49 30 5 10 Roggenmehl. Kartoffeln. 40 28 1 40

NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170, Hafer 120 und Kartoffeln 240 Pfund gerechnet..

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N Nπινννν

Immobilien⸗Verſteigerung.

(1806) Montag den 15. d. M., Morgens um 10 Uhr, wird der Immob liennachlaß der dahier verſtorbenen Heinrich Bopp'ſchen Che⸗ leuten, in hieſigem Rathhaus, beſtehend

10 Pag. 12 u. Nr. 71. Hofraithe, als Wohn⸗ baus und zwei Ställen an Johs. Reitz III.

2) Pag. 219 u. Nr. 23. 84 Ruthen, 165,2 Klafter Garten am Wildkautsgraben an Wilhelm Herrmann.

3) Pag. 450 u. Nr. 27. 116 Ruthen, 228,1 Klafter Acker im großen Galgenfeld an Georg Schäfer.

4) Pag. 349 u. Nr. 11. 193 Ruthen, 379,4 Klafter Acker im großen Wartfeld an

Ludwig Glockengießer

öffentlich meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 1. November 1847. In Auftrag Großh Heſſ. Landgerichts Friedberg der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Edictalladung.

(1820) Bei der Kirche in Södel haben entliehen 1) Johannes Dillenburger von da 15 fl. am 11. November 1816, 2) Konrad Graulich von da 100 fl. an wel⸗ chen Tagen kann nicht angegeben werden, 3) Johannes Väth V. von da 100 fl. am 12. November 1816, 4) Ludwig Müller I. von da 18 fl. am 11. November 1816, 5) Friedrich Diehl von da 20 fl. am 11. November 1816, 6) Conrad Bender 1. von da 150 fl. am 17. Dezember 1819, ö 7 1375 Bender von da 200 fl. am 31. Juli 13, 80 1 Rieß von da 250 fl. am 14. Dez.

Die Schuldurkunden über dieſe Capitalien ſollen ſämmtlich bei den tumultuariſchen Ex- ceſſen im September 1830 verbrannt worden ſein. Da nun nach Angabe des gläubigeriſchen Fonds die Capitallen unter Nr. 1 und 2 be⸗ reits abgetragen ſind, über die unter Nro. 3 bis incl. 8 aber neue Schuldverſchreibungen errichtet werden ſollen, ſo werden alle, welche die vorgedachten älteren Schuldurkunden etwa beſitzen ſollten oder Rechte aus denſelben her⸗ leiten wollen, aufgefordert, ſolches ſo gewiß bis längſtens zum 31. Dezember d. J. hier anzuzeigen, als ſonſt die Schuldurkunde unter Nr. 1 und 2 für ganz erloſchen erachtet und die Einträge in den Hypothekenbüchern ge- ſtrichen werden, hinſichtlich derjenigen unter 68 aber die neuen Verpfändungen ohne Rückſicht auf die älteren Hypothekeinträge be ſtätigt und letztere ebenfalls gelöſcht werden ſollen.

Friedberg den 25. Oktober 1847.

Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hof mann.

Verſteigerung.

(1823) Montag den 15. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, in Auftrag der Wilhelm Weckerling'ſchen Erben, nachſtehender, denſelben gebörender Garten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als 60 Ruth. 118 Klafter, zieht auf die Straße nach Fauerbach, an Franz Ruppel. Friedberg am 1. November 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Immobilien-Verſteigerung zu Kaichen.

(1840 Erbvertheilungshalber wollen die

Friedrich Hahn's Kinder dahier

1) eine an der Hauptſtraße dahier belegene, aus geräumigem Wohn- und Geſchäfts⸗ haus, Scheuer und Stallungen beſtehende Hofraithe, ſowie

2) etwa 22 Morgen Grnndſtücke meiſtbie⸗ tend verſteigern laſſen. Termin hierzu iſt auf Dienſtag den 16.

d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem bie⸗

ſigen Gemeindehauſe anberaumt und werden bierzu Steigliebhaber eingeladen. Kaichen den 4. November 1847. Der Grßh. Heſſs. Bürgermeiſter Hahn.

Bekanntmachung.

(18419) Die Geſchäftstage der hieſigen Gräf, lichen Rentei ſind Mittwochs u. Samſtags, was hiermit in Erinnerung gebracht wird. Schloß Ilbenſtadt den 2. Nov. 1847. Gräflich von Leiningen⸗Weſterburg'ſche Rentei daſelbſt. Bernhardt.

Verſteigerung von Bauarbeiten.

(1888) Freitag den 19. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindehaus zu Beuern die zur Erneuerung des Daches und zu verſchiedenen Reparaturen am Kirchthurm daſelbſt erforderlichen Arbeiten, namlich:

1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 532 fl. 2) Zimmerarbeit, 1176 3) Schreinerarbeit, 386 4) Schloſſerarbeit, 278 5) Weißbinderarbeit, 86

6) Spenglerarbeit, 68 an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſtei⸗ gert werden. Gießen den 10. November 1847.. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Holzapfel.

A, u fax (18610 Der Johann Adam Weller, Sohn des verlebten Benedikt Weller von Grünberg, geboren im Jahre 1763, iſt vor länger als 60 Jahren in öſtreichiſche Militär.

dienſte getreten und hat ſeit dieſer Zeit keine

Nachrichten von ſich gegeben, es iſt böchſt wahrſcheinlich, daß er im Feldzug von 1796 in Italien geblieben iſt.

Da nun ſeine erbberechtigten Seitenver⸗ wandten um Aushändigung ſeines bisher cura⸗ toriſch verwalteten, nicht unbedeutenden Ver⸗ mögens gebeten haben, ſo werden Johann Adam Weller oder deſſen etwaige Leibeserben

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