Ausgabe 
9.10.1847
 
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Schwefel, 2 Loth gebrannten Allaun und 4 Loth Brannt⸗ weinhefe zuſammen in einem irdenen Gefäße uber glühen⸗

den Kohlen ſchmelzen und zergehen.

taucht man einen Leinwandlappen und beſtreut ihn nach⸗ her mit einem von Muskatenblumen, Gewürznäglein und

Coriander bereiteten Pulver.

die Stelle des ſchäͤdlichen Schwefellunten. noch empfohlen, während der Gährung getrocknete Hollunder⸗ blüthen in die Fäſſer zu werfen, um dem Aepfelwein den

Obſtgeſchmack zu nehmen;

gohrenem Aepfelmoſt aufzufüllen, und Kahn entfernt halten ſoll.

wie auch nach Beendigung der Gährung die Faͤſſer ungefähr einen Monat lang mit ver⸗ was den ſ. g. Schimmel

340.

Markt Ber ch In dieſe Fluͤſſigkeit Friedberg, am 6. October 1847.

0 5 Gattun 9 e 0 0 Mittelpreiſe Dieſer Lappen nun vertritt 5(Mltr.)(Mltr.). Ferner wird 5. 5. Waizen 212 69 13 7 Hoi 84 61 9 36 SE 44 28 7 47 F 60 4 57 Roggenmehl 4 4 8 25 Kartoffellnnn 22 7 1 40

NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190,

Gerſte 170, Hafer 120 und Kartoffeln 240 Pfund gerechnet.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

d νινν

Oeffentliche Aufforderung.

(1600) Auf den Namen des Johann Adam Burk Jun. und Maria Eliſabetha, geborne Schombert, deſſen Frau zu Großeneichen be⸗ findet ſich ein Eintrag im Gerichtspfandbuche vom 25. Januar 1805, wonach dieſelben 50 fl bei den nach Ungarn gezogenen Scheuer⸗ männ'ſchen Geſchwiſtern aufgenommen, eine Generalbypothek beſtellt und ſpeciell Wieſen und Aecker bezeichnet mit 1424/15, 1706/8, 1959/5 und 465/5 verpfändet haben. Das Fortbeſteben der Jor⸗ derung iſt widerſprochen, die Löſchung des Pfandeintrags beantragt und ſoll Letztere er⸗ folgen, wenn nicht binnen 6 Wochen Ein⸗ ſprache dahier gemacht wird, resp. irgend welche Anſpruͤche für das Fortbeſtehen dieſes Eintrags dahier erhoben werden. Grünberg den 10. September 1847. Großh. Heſſ. zum Landgericht daſ. gehöriges Patrimon.⸗Gericht der Frhn. Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Thaler.

PTro cla m a.

(1603) Forderungen jeglicher Art an den Nachlaß des bahieſigen Bürgers und Bäcker⸗ meiſters Heinrich Bopp ſind, bei Strafe Aus⸗ ſchluſſes vom Inventar, binnen vier Wochen bei dabieſigem Landgerichte anzumelden. Friedberg den 13. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Dr. Gilmer.

Edietalladung.

(1639) Vatentin Münch von Harrbach hat ſein Vermögen an ſein Kind Anna Margaretha Münch und ſeinen Stiefſohn Adam Schön⸗ bals abgetreten und die Vormünder dieſer Kinder haben das geſammte Immobiliar⸗Ver⸗ mögen des Valentin Münch und deſſen ver⸗ ſtorbenen Frau veräußert und um Ausfertigung der Kaufbriefe gebeten.

Von dieſen Immobilien ſind ausweislich unſerer Pfandbücher

1) 808/13 723/38. 4 wegen 6 fl. und 34 fl. 15 kr. Kaufgeld dem Johannes Caspar Stühler in Harrbach,

2) 1365/75 wegen 1 fl. dem Konrad Loth daſelbſt,

3) 4/2 45/10 46/14 wegen 400 fl. Anſchlags⸗ geld und Einſitz der Johannes Münchs ar Eheleute und Kinder von Harrbach 673/13 und 135524 wegen 20 fl. Capital der Stadt Grünberg laut Obligation vom 15. Januar 1805 und 1477/67 wegen 13 fl. der Stadt Grünberg laut Verſchreibung vom 16. September 1787 und 4/32 45/10 46/14 677/31.32 67 f 1355/24 1477%/.7

wegen 529 fl. 30 kr. Kaufgeld der Hein⸗

rich Helmbruchs Eheleute von Harrbach verpfändef und können die Vormunder, welche die Gültigkeit dieſer Verpfändungen verab⸗ reden, deren Auftebung nicht nachweiſen, weil theils die Intereſſenten verſtorben, oder ab⸗ weſend, theils die Urkunden abhanden gekom⸗ men. Die Vormünder können aber auch fer⸗ ner das Eigenthum an den verkauften Im⸗ mobilien nicht überall urkundlich darthun und

auf ihren Antrag werden daher alle diejenigen,

welche an das veräußerte Immobiliar⸗Ver mö⸗ gen, von welchem ein Grundbuchsauszug in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts zur Einſicht offen liegt, überhaupt oder an die extrahirten Verpfändungen insbeſondere irgend Anſprüche bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 2 Monaten von heute an ſo gewiß dahier anzumelden und zu begründen, widrigenfalls die fraglichen Ver⸗ pfändungen als erloſchen angeſehen, in den Pfandbüchern geſtrichen und ſofort den Kauf. briefen die gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Grünberg am 19. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking.

Bekanntmachung.

(161) Die Lieferung nachſtehender Beduͤrf⸗ niſſe für die Menage hieſiger Anſtalt auf das Jahr 1848 ſollen an die Wenigſtfordernden vergeben werden und zwar: J. im Wege öffentlicher Verſteigerung: 1) 550 Malter Kartoffeln,

2) 1800 Stück Weißkraut,

3) 1800 Würſing,

4) 30 Centner gelbe Rüben,

55 2 untererdige Kohlraben, 6) 2Zwiebeln und

7) 25 Ohm Sauerkraut. II. im Soumiſſionswege: 8) 60 Centner Erbſen,

9) 50 5 weiße Bohnen, 10) 10. Linſen,

115 20 0 Reis,

12) 17 geſchälte Gerſte, 1 Haidenkrütze,

14) 20 Hirſen,

155 30 07 Weißmebl,

16) 20 Waitzengrütze, 17) 2 ſpaniſche Nudeln, 18) 10. gedörrte Zwetſchen, 19) 9 Pfeffer,

20 1 Butter und

30 21) 40 Maas Branntwein.

Die Verſteigerung der unter I. von pos. 1. bis einſchließlich 7. bemerkten Gegenſtände ſoll Montag den 11. Oktober d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf dem Directorial-Büreau da hier in kleineren Abtheilungen ſtattfinden und zur Einreichung der Soumiſſionen über die unter II. von Nr. 8 bis 21 aufgeführten Beduͤrfniſſe iſt eine Friſt bis zum 12. Ok⸗ tober d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt, wovon man die Intereſſenten mit dem Be⸗

merken in Kenntniß ſetzt, daß die näheren Lie⸗ ferungs⸗Bedingungen auf dem Directorial⸗Bü⸗ reau dahier vor dem bezeichneten Termine eingeſehen werden können und daß die Sou⸗ miſſionen, mit der erforderlichen Aufſchrift verſehen, verſiegelt und portofrei daſelbſt ab⸗ zugeben ſind.

Marienſchloß den 22. September 1847.

J. A

J. A.. Der Verwalter Bauer.

Edietalladung.

(1610) Forderungen, ſowie überhaupt An⸗ ſpruͤche jeder Art an die Concursmaſſe de. Wilhelm Böck 1. von Niederohmen ſind im Termin Donnerſtag den 21. Oktober d. J., 5 Pormittags 9 Ubr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präclu⸗ ſiodecret eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. Grünberg den 27. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking.

Bekanntmachung.

(1664) Montag den 11. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zur zweiten Pfarrſtelle gehörende Scheune nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 4. Oktober 1847. a Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(1665) Samſtag den 9. Oktober, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen nachſtehende, durch das Verſetzen der Speiſehütte aus der Gemarkung Fauerbach II. in die Gemarkung Niederwöll⸗ ſtadt und den Anbau einer kleinen Schmied und Wagnerwerkſtätte, entſtehende Arbeiten, als:

1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 208 fl. 17 kr.

2) Zimmerarbeit 247 36 3) Glaſerarbeit 9 4) Schloſſerarbeit 67 25

auf dem hieſigen Rathhauſe öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Poranſchlag und Steigbedingungen liegen zur Einſicht bereit. Friedberg den 30. September 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.

Immobilien⸗Verſteigerung.

Montag den 11. Oktober, Mor⸗

19 1 5 Br, werden in hieſigem Rathhauſe

die Immobilien des dahier verſtorbenen Semi.

nardieners Peter Möbus öffentlich meiſtbietend verſteigert, als:

Hofraithe, beſtehend aus einem Wohnhauſe,

neben Chriſtian Höcks Wittwe, nebſt 23,4

[ Klafter Gärtchen bei der Hofraithe.

Dieſelbe wird in zwei Theilen verſteigert.

77%[IKlafter Garten in der Gemarkung