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relſe Nov. A Nov 1 1 am! Die⸗ burg D 7 I. K. k. „ An 813 8% *„ 2 10* N 1— 77* Takt d Butzback Det. 1847.
Intelligenz⸗ Blatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter, Polizei-Commiſ⸗ ſaͤre und Gensdarmen des Kreiſes. Betreffend: Die Entfernung des Valentin Gruner, unehelichen Sohnes der Barbara Mehlmann von Oberau, Kreiſes Friedberg. Sie werden angewieſen, auf den nachſtehend ſignali— ſirten Valentin Gruner von Oberau zu invigiliren, denſelben im Betretungsfalle zu arretiren und anher ein— liefern zu laſſen. Friedberg den 3. Dezember 1847. . Krach, Großh. Heſſ. Kr.⸗Secret. Sig n-a leement. i Alter: 13 Jahre, Größe: 5“ 7“, Haare: hellblond, Stirne: breit, Augenbraunen: hellblond, Augen: blau, Naſe: kurz und dick, Mund: breit, Kinn: breit, Geſicht: oval, Geſichtsfarbe: friſch. Beſondere Zeichen: Beim Lachen auf der linken Wange(in Folge eines Geſchwürs) eine ſtarke Vertiefung.
ee 1) eine alte geſtreifte wollene Hoſe mit grünen Lappen, 2) einen Wams von Sommerzeug, umgekehrt angezogen, d. h. das Futter auswendig, 3) alte Stiefel, 4) eine Weſte von weißem Sommerzeug, 5) eine Kappe von demſelben Zeug.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Ortspolizeibeamten des Kreiſes. Betreffend: Verwendung der Kartoffeln zum Brandweinbrennen. Um allen Zweifeln zu begegnen, gebe ich Ihnen Nach— richt, daß nach eingeholter höchſter Miniſterial-Verfügung die beſtehenden Vorſchriften über den Verkauf von Kartof⸗ feln auch auf die Veräuſſerung derſelben mittelſt Tauſch Anwendung finden.* Hungen den 25. November 1847. . Scha af, Großh. Heſſ. Kr.-Secret.
Mittw
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1847.
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Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 43. von 1847.
I. Geſetz, vom 2. Nov., die Einführung des Polizeiſtraf⸗ geſetzes und die Competenz der Polizeigerichte zur Unterſuchung und Beſtrafung der Polizeiübertretungen betr., welches verfügt: Art. 1. Das Polizeiſtrafgeſetz tritt mit dem 1. Juni 1848 im ganzen Umfange des Großherzogthums in Wirkſamkeit.— Art. 2. Mit dieſem Tage erlöſchen alle über Beſtrafung von Polizeiübertretungen und Ueber⸗ laſſung von Polizeiſtrafantheilen oder Denunciationsgebühren an die Denun⸗ cianten in Geſetzen, Verordnungen und Reglements enthaltenen Beſtim⸗ mungen, inſoweit nicht deren fortwährende Wirkſamkeit in dem Polizei⸗ ſtrafgeſetze oder in gegenwärtigem Einführungsgeſetze ausdrücklich ange⸗ oronet worden iſt.— Art. 3. Ferner erlöſchen mit dieſem Tage: 1) Art. 189, Nr. 3 des Strafgeſetzbuchs, jedoch nur in den im Art. 53 des Polizeiſtrafgeſetzes feſtgeſetzten Fällen, ſowie Art. 192 und 230 des Straf- geſetzbuchs und Art. 80 des Forſtſtrafgeſetzes;— 2) die durch Art. 19 und 20 des Geſetzes, die Einführung des Strafgeſetzbuchs betr., ſeither für Rheinheſſen aufrecht erhaltenen Art. 346, 347, 358, 410, 411 und 412 des früheren rheinheſſiſchen code pénal;— 3) die Art. 192, 639 und 640 der in Rheinheſſen geltenden peinlichen Proceßordnung. In den im Art. 39 des Polizeiſtrafgeſetzes vorgeſehenen Fällen können in Rhein⸗ heſſen die Urtheile der Kreisgerichte als Urtheile letzter Inſtanz nicht mit Appel angefochten werden.— Art. 4. Ein Drittheil der erkannt wer⸗ denden und wirklich eingehenden polizeilichen Geldſtrafen ſoll zur Be— ſoldung des Aufſichtsperſonals verwendet werden.— Art. 5. Die aus einer Polizeiübertretung in Rheinheſſen reſultirende Civilklage auf Schaden⸗ erſatz erliſcht durch Verjährung nach Ablauf derſelben Zeit, welche zur Verjährung der Strafbarkeit der Polizeiübertretung(Art. 49 des Poli⸗ zeiſtrafgeſeßes) erfordert wird.— Art. 6. In fortwährender Wirkſamkeit bleiben beſtehen: 1) die Verordnungen und Conventionen mit andern Staaten über die Schiffahrt auf dem Rheine und deſſen Nebenſtrömenz — 2) die Geſetze und Verordnungen über Beſtrafung der Forſt⸗, Feld⸗, Jagd-, und Fiſcherei-Vergehen;— 3) die Vorſchriften über Beſtrafung ungehorſamer Sicherheitswachepflichten;— 4) die Verordnungen über Beeinträchtigung des Poſtregals;— 5) die Vorſchriften wegen polizei⸗ licher Aufſicht über Eiſenbahnen;— 6) die in dem rheinheſſiſchen Han⸗ delsgeſetzbuche und den ſonſtigen dort geltenden Verordnungen enthaltenen Strafbeſtimmungen wegen Betriebs des Mäklergeſchäfts;— 7) die Straf⸗ beſtimmungen der Zunftbriefe, inſoweit ſie nicht durch das Polizeiſtrafge—⸗ ſetz eine Abänderung erlitten haben; in keinem Falle darf jedoch auf eine höhere als 15 fl. betragende Geldbuße und auch auf dieſe erſt nach vor⸗
ausgegangener erfolgloſer Warnung durch die Polizeiverwaltungsbehörde
erkannt werden;— 8) die Vorſchriften über unbefugtes Advoeiren und Procuriren in Proceßſachen.— Art. 7. Die in dem Polizeiſtrafgeſetze mit Strafe bedrohten Uebertretungen, welche vor dem Tage, an welchem das Polizeiſtrafgeſetz in Wirkſamkeit tritt, begangen worden ſind und von dieſem Zeitpuncte an zur Aburtheilung kommen, ſollen, die Sache mag in erſter oder einer höheren Inſtanz anhängig ſein, nach dem Polizeiſtraf— geſetze beurtheilt werden, wenn nicht die zur Zeit der Begehung derſelben gültig geweſenen Normen für den Angeſchuldigten günſtiger ſind, als in welchem Falle letztere zur Anwendung kommen.— Art. 8. Ueber alle in dem Polizeiſtrafgeſetze und in den neben demſelben ſortbeſtehenden oder noch erlaſſen werdenden beſonderen Geſetzen und ſonſtigen polizeilichen Verordnungen vorgeſehenen Uebertretungen, mit Ausuahme der darin an


