Ausgabe 
4.12.1847
 
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aun beringt Tuendahnſhrnen

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viele zu überlaſſen, als der Zweck, der damit erreicht werden ſoll,

erheiſcht.

Es geſchieht dies(den älteren Aktionärs bei dem Aktienbezug den Vorzug einräumend) unter folgenden

N 1

Bedingungen.

§. 1. Jeder neue Aktionair, d. h. jeder Käufer von reſervirten Stammaktien wird Theilhaber unſerer Geſellſchaft mit denſelben Rechten und unter den nämlichen Bedingungen, wie ſie durch die ſtatutariſche Bekanntmachung vom 15, März 1845(welche wir Jedem, der ſie verlangen wird, zuſenden) feſtgeſtellt ſind. Er hat folglich gleichen Antheil am Eigenthum und Gewinn der Geſellſchaft und genießt ungeſchmälert alle Vortheile, welche den erſten Aktionärs zuſtehen.

§. 2. Jede Beſtellung v. Stammaktien muß an die deutſche Eiſenbahnſchienen⸗ Compagnie direkt gerichtet ſein; die Zahlung der Aktien-Beträge hingegen kann, nach Willen und Bequemlichkeit der Auftraggeber, entweder bei der Compagnie jelbſt, oder für Rechnung derſelben bei ſoliden Bankhäuſern baar gemacht werden. Auch werden Zins tragende und Cours babende deutſche Staatspapiere und Eiſenbahnaktien zum Tagescours in Zahlung angenommen.

§. 3. Die reſervirten Stamm⸗Aktien ſind au porteur und für den Betrag von 200 Thlr. Courant oder 350 fl. rhein. ausgefertigt. Die jetzige Ausgabe derſelben geſchieht, incluſive der ver⸗ fallenen Coupons, zu 240 Thlr. Courant oder 420 fl. rhein. per Stück. Es iſt folglich, unter Abrechnung der verfallenen zweijährigen Zinſen, für jede Aktie die Summe von 388 fl. rhein. oder 220 Thlr. Courant zu entrichten, und hat dafür der Käufer noch den lau⸗ fenden Zins vom 31. März dieſes Jahres an zu genießen.

F. 4. Unſere Aktien ertragen 1) einen feſten Zins von 8 Procent und 2) eine ver⸗ änderliche Dividende

Der Jahreszins von fünf Procent kann mittelſt der den Aktien beigegebenen 40 Coupons, nach dem Willen der Aktieninhaber entweder bei unſerer Hauptkaſſe, oder bei den Bankhäuſern H. H. B. Metzler ſel. Sohn u. Conſ. in Frankfurt a. M., Anhalt u. Wagener in Berlin und Joh⸗ Lorenz Schäzler in Augsburg, an jedem 31. März mit 10 Tylr. Courant oder 17 fl. 30 kr. rhein. ſpeſeufrei erhoben werden.

Die Dibidenden werden auf die nämliche Weiſe erhoben. Sie ſind veränderlich und ihre Größe hängt vom Ertrage des Geſchäftes ab. Halten ſich die Schienenpreiſe auf ihrem gegen⸗

wärtigen Standpunkte(und es iſt bei dem gegenwärtigen Schienenbedarf eher an ein Steigen, als an ein Fallen zu denken), ſo muß eine Oibidende von mindeſtens Zwölf Procent ausfallen, weil die Compagnie Schienen guter Qualität(für welche gegenwärtig Lieferungspreiſe von 8/ bis neun Gulden(etwa 5 Thlr. Et.) per Centner beſtehen) zu ſechs Gulden den Centner zu fabriziren im Stande iſt. Wir werden alſo an unſern Fabrikationspreiſen mehr als vierzig Procent gewinnen. Ueberdies werden die Geſchäfte der Compagnie durch die glückliche Lage ihrer Werke noch beſonders begünſtigt. Dem Hauptetabliſſement bei Neuhaus, welches in der Mitte der reichen dortigen Steinkohlenfelder und Gruben erbaut und bedient iſt von unerſchöpflichen Lagerſtätten edler und reicher Erze, aus welchen die beſten thüringer Eiſenſorten ſeit langer Zeit hergeſtellt werden, iſt die billigſte Beſchaffung guter Rohſtoffe accordsmäßig auf ein halbes Jahr hundert geſichert. Frei von Concurrenz(auf einem Rayon von 4000 Quadratmeilen, einer Seits bis Oberſchleſten, anderer Seits bis zum Niederrhein hin beſteht zur Zeit außer dem unſe⸗ rigen kein Werk für großartige Schienenfabrikation), gelegen in der Mitte Deutſchlands, im Centrum des deutſchen Eiſenbahnnetzes(der Bahnhofplatz eines nach Neuhaus abgeſteckten Zweiges der Werrabahn, deren Bau geſichert iſt, ſtößt unmittelbar an die Werke der Compagnie), zudem in der Nähe der größten deutſchen Waſſerwege(der Main und der Ludwigskanal ſind nur einige Stunden entfernt), beherrſcht das Etabliſſement, durch die wohlfeilſte Verfrach tung ſeiner Fabrikate begünſtigt, einen weiten Markt, und an Abſatz kann es ihm bei der Ent wickelung des Eiſenhahnnetzes in Deutſchland ſo wenig in der Gegenwart, als in der Zukunft gebrechen.

ÜUnſere, Arichkungen, bei welchen, wie ſich dies von ſelbſt verſteht, die neueſten und erprobteſten Manipulations⸗Verbeſſerungen, wie ſolche auf den beſtgeleiteten engliſchen und belgiſchen Werken Anwendung haben, Eingang finden, ſind jetzt ſo weit vollendet, daß noch vor Schluß dieſes Jahres die Schienenfabrikation beginnen wird. Der erſte Hochofen, deren gegenwärtig vier,

berechnet auf eine jährliche Erzeugung von 800,000 Ctr., erbaut ſind, iſt bereits in vollem

Betrieb, und der zweite wird im nachſten Frühjahr angeblaſen. Ein einträgliches Nebengeſchäft wird unſere Maſchinenfabrik werden, und ſolche unſere Rente vergroßern. Sie iſt auf das Beſte eingerichtet, wird unter tüchtiger Leitung auf das Thätigſte betrieben, und beſchäftigt mit ihren ſuccurſalen Werkſtätten, den Gieſſereien, Keſſelſchmieden ꝛc. ꝛc., bereits über 100 Arbeiter. Sie fertigt gegenwärtig unſern eigenen großen Bedarf an Maſchinen aller Art, namentlich Dampf⸗ maſchinen bis zur Größe von 250 Pferden, Walzwerke ꝛc und wird ſpäterhin auch den Lokomo⸗

tiwenbau für diejenigen Bahnen übernehmen, denen wir die Schienen liefern. 0 8. 5% Vet der Beſtellung von Actien ſteht es frei, ſich zu erklären, ob man die Actienbeträge ſofort auf einmal entrichten wolle, oder ob man es vorziehe, ſie in zehn⸗ prozentigen Monats⸗Raten allmählig abzuführen. Im erſteren Falle treten die Actionairs ſofort, im letztern aber erſt nach der Vollzahlung in den Zinsgenuß ein, und die inzwiſchen

aufgelaufenen Zinſen müſſen von den Beſtellern nachgezahlt werden. Hildburghauſen den 25. November 1847. Die Direction

der deutſchen Eiſenbahnſchienen-Compagnie. J. Meyer.

Zur Beachtung.

(1998) Mehrere Candidaten der Theologie wünſchen 68 woblerzogene talentvolle Knaben

Gummiſchuhe

(1999) für Herrn, Damen und Kinder mit und ohne Sohlen ſind zu haben bei

in dem Alter von 10 14 Jahren in ver⸗ ſchiedenen Unterrichtsgegenſtänden nach gere⸗ geltem Lehrplan unentgeldlich weiter zu bilden. Eltern, welche davon für ihre Kinder Gebrauch machen wollen, werden erſucht, in kürzeſter Zeit dem Candidat Grob dies anzuzeigen welcher näbere Auskunft ertheilen wird. N

Friedberg. Schuhmachermeiſter Jakob Heß. Zu vermiethen

(2000) iſt ein moͤbellrtes Zimmer für einen einzelnen Herrn bei Wittwe Engel.

Den Harmonie. Mitgliedern

(2001) dient hiermit zur Nachricht, daß Samſtag den 1. Januar ein Ball ſtattfindet. Friedberg. Der Vorſtand. Aus zu leihen.

(2002) 1800 fl, 500 fl., 1400 fl., 250 fl. und 350 fl. liegen zum Ausleihen disponibel. Friedberg im Dezember. Baruch Hecht. Ein herzliches Lebewohl (2003) allen meinen guten Freunden und Bekannten. Ernſt Wolff. Lehrlings-Geſuch.

(200) Ein braver Junge wird in die Lehre geſucht von Konrad Rühling, Schloſſermeiſter in Lich.

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