Ausgabe 
3.11.1847
 
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theiligung an einer ſolchen Anſtalt ausgeſprochen haben, noch beſonders zu dem Beſuche dieſer Verſammlung einzu⸗ laden, um die Frage zur Abſtimmung bringen zu können, ob nach Maßgabe der erklärten Betheiligung die förmliche Conſtituirung der Anſtalt ſtattfinden kann oder nicht. Be⸗ jahenden Falles würde alsbald ein proviſoriſcher Vor⸗ ſtand zu wählen und die weitere Behandlung der Sache

an dieſen von dem bisher nur vermittelnd aufgetretenen Vorſtande des landwirthſchaftlichen Vereins zu übergeben ſein.

Gießen am 5. October 1847. Der Präſident des landwirthſchaftl. Vereins von Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis.

Ausſchußſitzung

des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen, zu Salzhauſen, am 7. November 1847.

Der auf den 8. November d. J. anberaumten Haupt⸗ verſammlung wird eine Ausſchußſitzung vorangehen. Die ſelbe wird

Sonntag den 7. November d. J., Nachmittags 4 Uhr, beginnen.

In derſelben werden folgende dermalen ſchon bekannte Gegenſtände zum Vortrag kommen:

Aufnahme neuer Mitglieder. 0

Die Beſetzung der erſten und zweiten Secretärsſtelle.

Zuſtand des Faſelviehes in Oberheſſen.

Die Aulage einer Vereinsbaumſchule in Gießen ꝛc.

Indem wir dieſes zur Kenntniß ſämmtlicher Vereins- mitglieder bringen, erlauben wir uns zu bemerken, wie wir glauben, ſpecielle Einladungen an die Ausſchußmit⸗ glieder für diesmal umgehen zu konnen.

Gießen am 5. Oktober 1847.

Der Präſident des landwirthſchaftl. Vereins v. Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis.

Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Arretirung des Carl Pfeiffer von Odenhauſen.

Rubricat, welcher wegen Vagabundirens und Bettelns mit ſechswöchigem Arreſt beſtraft und ſofort während eines Jahrs unter polizeiliche Aufſicht geſtellt worden, hat ſich von Haus entfernt und es iſt ſein Aufenthaltsort unbekannt. Ich weiſe Sie darum hiermit an, auf den Karl Pfeiffer fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und an mich ab- liefern zu laſſen.

Grünberg am 25. October 1847.

Ouvrier.

Die Getraideernte im Jahre 1847.

Unter dieſer Ueberſchrift bringt die D. Allg. Ztg. einen detaillirten Ueberblick des Ausfalls der Ernte in allen Ländern Europa's, insbeſondere in allen Gegenden Deutſch lands, der überall faſt nur Erfreuliches bietet. Sie bemerkt dabei: Je nach Verſchiedenheit der Gegenden lauten auch die Erntenachrichten verſchieden; im Allgemeinen und Ganzen darf man aber mit der diesjährigen Ernte vollkommen zu⸗ frieden ſein. Wenn auch kein Ueberfluß vorhanden iſt, der den Ausfall der letzten Jahre völlig erſetzen könnte, ſo iſt doch genug gewachſen, um die Beduͤrfniſſe zu befriedigen. Die Getraldearten ſind allenthalben gut gerathen; die Kar⸗ toffeln laſſen zwar in den meiſten Fallen, ſowohl in Menge als in Güte, Manches zu wünſchen übrig, aber gegen voriges Jahr liefern ſie doch noch eine ſehr reiche Ernte,

und die Krankheit dieſer Frucht iſt bei weitem nicht ſo ver

breitet, und, wo ſie vorkommt, nicht ſo zerſtörend, als in

den beiden jüngſten Jahren. Obſt iſt in erſtaunlicher Maſſe gewonnen worden und wird weſentlich zur Erſparniß an Brodgetraide, Kartoffeln, Gemüſe und Butter beitragen. Gemüſe ſind im Allgemeinen ziemlich gut gediehen. In Futter dagegen hat man allenthalben eine ſehr geringe Ernte gemacht, und daraus erklären ſich auch die hohen Fleiſch und Butterpreiſe. In Bezug auf außereuropäiſche Länder ſagt ſie: In Nordamerika hat man eine ſehr gute Ge traideernte gemacht. Beſonders der Waizen iſt von aus gezeichneter Qualität. Mais iſt in Unmaſſe gewonnen wor den. Die Kartoffelernte war eine ſehr reiche; von Kartoffel krankheit keine Spur.

Mie tilt Ber cht. Grünberg, am 30. Oktober 1847.

. Aufgefahrenſ Verkauft. a Gattung wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) Rb

Wasen 200 18⁰ 12 2 KfNFüüöͥ ö 160 140 9 Gerſte 100 80 7 Hof k 60 50 4 55 Roggenmehl.. Kartoffelnn

NB. In Grünberg wurde das Malter Waitzen zu 200, Korn 190, Gerſte 170, und Hafer 120 Pfund gerechnet.

Kirchenbuchsauszuͤge vom September 1847. Friedberg. Getraut e: Keine. 0

Getaufte: 42 5. Dem hieſigen Bürger und Kürſchnermeiſter Philipp

Schmidt eine Tochter, Eliſabethe Friederike Philippine,

geb. den 28. Auguſt.

9. Dem hieſigen Beigeordneten und Buchbindermeiſter Philipp Preußer eine Tochter, Maria Johanna Katha⸗ rina Suſanna, geb. den 14. Auguſt. l

11. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Joh. Philipp Jung ein Sohn, Karl, geb. den 17. Aug.

13. Ein unehelicher Sohn, Johannes, geb. den 11. Sert.

19. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Paul Jo⸗ ſeph Falk eine Tochter, Katharina Margaretha, geb. den 27. Aug.

19. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Chriſtian Karl Hedderich eine Tochter, Eleonore Ma⸗ thilde Johanne, geb. den 23. Aug.

21. Dem hieſigen Bürger Gemeinderath und Kaufmann Daniel Groß ein Sohn, Karl Theodor, geb. d. 20. Aug.

22. Dem hieſigen Gr. Landgerichtsdiener Jakob Schmitt ein Sohn, Auguſt, geb. den 19. Septbr.

26. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Georg Buch⸗ ecker eine Tochter, Eleonore Mathilde Johanna, geb. den 6. Septbr..

26. Dem hieſigen Bürger und Heildiener Johannes Ruppel ein Sohn, Franz Albrecht, geb. den 9. Septbr. Beerdigte:

2. Anna Katharina Stell, geb. Walk von Ernſthauſen kurfürſtl. Heſſ. Kreisamts Kirchhain, die gerichtlich ab⸗ geſchiedene Ehefrau des dortigen Einwohners Heinrich Stell, alt ungefähr 40 Jahre, T den 1. Septbr.

8. Katharina Goll, geb. Kaiſer, des weiland hieſigen Bürgers und Bierbrauergehülfen Wilhelm Goll, hinter⸗