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nun Kleider und Schuhes Salz und Schmalz? u. ſ. w. u. ſ. w. Dazu noch der Umſtand, daß nicht jeden Tag der Handarbeiter beſchäftigt iſt. Man zaudere noch nicht zu helfen, ſo lange es Zeit iſt. Möchte man doch wenigſtens für die Dürftigen, welche das Brod kaufen müſſen, einen Zuſatz von einigen Kreuzern aus der Gemeindekaſſe verwil— ligen, wie im vorigen Winter hier und da geſchehen iſt.“) In dieſem Jahre iſt eine boͤſe Zeit darum wacker voran. Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Wann aber Menſchenliebe ſich reget, ſind die Zeiten nicht ſchlecht.
r Pyrrhus der Alte und Pyrrhus der Junge.
Ehe ich den verehrten Leſern d. Bl. das ſage, was ich ihnen eigentlich ſagen will, muß ich vorher ein kleines Stückchen Geſchichte erzählen.
Wo das heutige Königreich Griechenland nordweſt— lich an die Türkei grenzt, war in uralter Zeit ein zwar nicht großes, doch aber ſelbſtſtändiges Königreich,— hieß Epirus, wie man auch heut zu Tage noch die türkiſche Provinz Niederalbanien, mit der Hauptſtadt Janina, nennt. In dieſem Lande war vom Jahre 311. bis 271. v. Chr. Pyrrhus, ein kriegeriſcher Fürſt, König. Als nun ums Jahr 280. die Römer mit den Tarentinern Krieg führten, riefen die letztern, die der römiſchen Macht nicht gewachſen waren, den König von Epirus zu Hülfe. Das war dem Pyrrhus Waſſer auf die Mühle; er kam mit einem zahlreichen Heere und ſchlug im Jahre 280 die Römer bei Heraklea total auf's Haupt. Er ſelbſt aber hatte die Niederlage der Römer ſo theuer erkauft, daß er, als er nach beendigtem Kampfe ſeinen Verluſt bemeſſen konnte, in die denkwürdigen Worte ausbrach:„noch einen ſolchen Sieg und— ich bin ver— loren.“— Alſo: man kann gewinnen und doch ver— lieren!—
Das hat auch der Mann erkannt, dem ich den Namen Pyrrhus d. J. gegeben habe. Wollte ich da neulich, wie ich wohl manchmal zu thun pflege, mit mehreren Freunden ein Stündchen verplaudern und damit es für Jeden ohne
9 Mit dem Beſchluſſe mancher Gemeinden, Getraide anzuſchaffen, um es den Einzelnen zu verkaufen und bis Herbſt zu verborgen, kann ich nicht in jeder Beziebung übereinſtimmen. Dieſe Hülfe iſt dankenswerth, aber nicht hinreichend. Mancher ſam— melt ſich hierdurch eine ſolche Schuldenmaſſe, daß er Jahre lang darunter zu leiden hat. Man verſchaffe, wie oben bemerkt, wohl— feileres Brod, man lege Suppenanſtalten auch in den Dörfern an. In außerordentlichen Zeiten müſſen auch von dem Gemeindevorſtand außerordentliche Mittel er— griffen werden, um die Minderbemittelten und Mit— telloſen nicht gänzlich ſinken zu laſſen.
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viel Aufhebens im eigenen Hauſe geſchehen konnte, begaben wir uns an einen öffentlichen Ort. Dort angekommen, ward der Eine von uns, ein Rechtsgelehrter, ſogleich von einem fremden Manne in Anſpruch genommen und verſchie— dentlich gefragt, wie es denn mit dieſem und wie es mit jenem Proceſſe, den er habe, ſtehe. Der Rechtsgelehrte verſicherte ihn, der Wahrheit gemäß, daß ſeine ſämmtlichen Streitſachen gut ſtünden, namentlich eine, die er ſchon ein— mal in allen Inſtanzen gewonnen habe und die jetzt wieder ſpruchreif ſei. Da fuhr ſich der Mann plotzlich in die Haare und ſagte ernſthaft:„ach Herr Gott, ich gewinne mich noch zu Tode.“ Alſo: man kann Proceſſe gewinnen und doch verlieren.
Die Gedanken zu dieſen beiden einfachen aber wahr— haften Geſchichten kann ſich Jeder ſelber machen und den Sinn der Lehren, die drin liegen, kann Jeder erkennen, wenn er nicht gerade ſtockblind iſt. Ich will darum nur noch ein Reimlein hinzufügen, das ich Jung und Alt zum Auswen— diglernen und zum Beherzigen im reinſten Wohlwollen em— pfehle:
Gewinn iſt beim Proceſſiren Gar oft nicht beſſer als verlieren.
Kirchenbuchsauszug vom November 1846.
Laubach.
Getraute:
5. Andreas Göbel, Bürger und Kappenmacher, des Joh. Göbel Bürgers und Kappenmachers dahier, ehel. led. Sohn, und Maria Petronella Jochem, des Bürgers und Ackermanns, Heinrich Jochem, led. Tochter.
Getaufte
8. Dem Bürger und Metzgermeiſter Konrad Weiſel ein Sohn, Georg, geboren den 13. Oktober.
8. Dem Bürger und Hammerſchmied Georg Gräf, ein Sohn, Martin, geboren den 11. Oktober.
8. Dem Bürger und Ackermann Chriſtian Diehl, eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 22. Oktober.
15. Dem Bürger und Ackermann Heinrich Jochem, ein Sohn, Johann Konrad, geb. den 23. Oktober.
22. Dem Bürger und Glaſermeiſter Peter Hertel, II. eine Tochter, Maria Eliſabetha, geb. den 30. Oktober.
Beerdigte:
24. Wilhelm Conrad Franck, des Burgers und Schreiner— meiſters, Heinrich Franck VI. Söhnchen, alt 3 Jahre, 9 M. und 28 Tage, f den 21. November.
28. Johannes Eberling, Taglöhner, alt 69 Jahre, 1 M. und 16 Tag, 1 den 25. November.
bieſigen Beigeordneten Friedrich Kratz geſtellt
Regulirung des Vermögens keine Rückſicht
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
t N Edictalladung. (JI) Adolph Franciscus, der Sohn des ver⸗ ſtorbenen Hofgärtners Franciscus don hier, iſt wegen Verſchwendung unter Curatel des
worden, was mit dem Anfügen öffentlich be— kann gemacht wird, daß Rechtsgeſchäfte, die mit ihm ohne Zuſtimmung ſeines Curators abgeſchloſſen werden, keine Gültigkeit haben.
Wer bis jetzt Forderungen an Adolph Fran— cisens zu machen hat, hat dieſelben ſogewiß Montag den 22. Febr. k. J., Vormittags 10 Uhr, hier anzumelden, als ſonſt darauf bei
genommen wird. Laubach den 24. Dezember 1846. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brum hard.
Edietalla dung.
(63) Anſprüche irgend welcher Art an das ſehr bedeutend überſchuldete Vermoͤgen des


