Ausgabe 
30.5.1846
 
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Philipp Löſchhorn v. Muͤnzenberg, 51) Johs. Girzinger v. Traishorloff, 52) Heinrich Denhard v. Bellersheim, 53) Rudolph Hofmann v. Gambach, 54) Joh. Valent. Ratz v. Gambach, 55) Heinrich Hirt v. Gonterskirchen, 56) Fried⸗ rich Matheis v. Gambach, 57) Ph. Heinr. Köhler v. Langs⸗ dorf, 58) Joh. Georg Walz v. Lich, hat Wandererlaubniß bis 6. April 1846, deſſen Armatur- und Montirungs⸗ ſtücke befinden ſich auf der Rüſtkammer, 59) Caspar Ruppel v. Birklar, 60) Johann Lamp v. Niederbeſſingen, 61) To⸗ bias Bröder v. Oberhörgern, 62) Heinrich Bender v. Vil⸗ lingen, 63) Peter Schwab v. Muͤnzenberg, 64) Conrad Reuter v. Gambach, 65) Friedrich Zimmer v. Griedel, 66) Wilhelm Knoll v. Muſchenheim, 67) Gg. Heinr. Arch v. Holzheim.

4. Infanterie Regiment.

68) Martin Zeiß v. Holzheim, 69) Joh. Heinrich Dietz v. Obbernhofen, 70) Johannes Jacob v. Inhaiden, 71) Johannes Kratz v. Ilsdorf, 72) Johannes Jockel v. Hungen, 73) Joh. Heinr. Weber v. Utphe, 74) Georg Moll v. Weckesheim, 75) Caspar Wächter v. Gambach, 76) Aug. Neunobel v. Utphe, 77) Joh. Heinr. Schneider v. Utphe, hat Wandererlaubniß bis 30. Juni 1846, 78) Caſpar Mulch v. Eberſtadt.

Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Gruͤnberg

an die Grßh. Buͤrgermeiſter des Bezirks.

Betreffend: Die Erhebung der Forſtſtrafen vom II. Quartal und Feld⸗

5 von der II. Periode 1846 bei dem Rentamte Grün⸗

Die Erhebregiſter über rubricirte Forſt⸗ und Feldſtrafen

ſind bis zum erſten Juni angefertigt und können an den be⸗

kannten Zahltagen, Donnerſtags und Samſtags, Forſt⸗ und

Feldſtrafen bezahlt werden, was Sie im Intereſſe der Be ſtraften in Ihren Gemeinden bekannt machen wollen.

Grunberg den 26. Mai 1846.

Bötticher,

Erinnerungen an's Mainzer Turnfeſt am 10. Mai 1846.

Seit dem nun bald einjährigen Beſtehen der hieſigen Turngemeinde hatte ſich dieſelbe fortwährend der innigſten Theilnahme und Freundſchaft der benachbarten ſowohl, als anderer Gemeinden zu erfreuen. Ein neuer Beweis hiervon wurde ihr Anfangs April durch eine Einladung zum Main⸗ zer Turnfeſt gegeden. In Folge deren entſchloſſen ſich auch 21 Mitglieder, derſelben Folge zu geben und traten zu die⸗ ſem Zweck am 10. Mai, Morgens 2 Uhr, die Reiſe dorthin an. Unter allgemeiner Fröhlichkeit, unter Geſang und Scherz langten dieſelben um 16 Uhr in Frankfurt an und begaben ſich ſogleich auf den dortigen Turnplatz zu den Frankfurter Turnern, mit welchen ſie gemeinſchaftlich die Fahrt nach Mainz unternehmen wollten. Hier erfuhren ſie, daß ſie leider mit ihrem ſo frühen Herannahen den Frank⸗ furtern ſowohl, als ſich ſelber eine Freude vereitelt hatten, denn mit der um 6 Uhr an's Friedberger Thor beſtellten Muſik beabſichtigten Erſtere die Friedberger feierlichſt einzu⸗ holen. Die Frankfurter beeilten ſich nun, ihren Gäſten ein warmes Fruͤhſtück zu bereiten, und beide Vereine verbrach⸗ ten in angenehmer Unterhaltung bis gegen 8 Uhr. Um dieſe Zeit ordneten ſie ſich in einen Zug, und begaben ſich, unter Vorantragen einer Fahne, an den Main, um das Dampf⸗

1 168. b ſchiff zu erwarten, auf welchem ſich ſchon die Gelnhäuſer,

Hanauer und Offenbacher Turner befinden mußten. Gegen 29 Uhr langte dann auch das reich mit Fahnen geſchmüͤckte Schiff an, und gegenſeitige Begrüßungen mit Kanonendon⸗ ner machten immermehr die feſtlich⸗freudige Stimmung rege. Nachdem vom Schiff der Stadt Frankfurt, und vom Lande aus den Ankommenden ein Hoch gebracht worden, begaben

ſich die Frankfurter und Friedberger in geordneten Reihen

auf's Schiff, und unter wiederholten gegenſeitigen Freuden⸗ ſchüſſen und Abſchiedsrufen ſetzte das Schiff ſeine Fahrt fort. Begünſtigt vom herrlichſten Wetter und umgeben von lieben Freunden und Bekannten genoß man ein herrliches Vergnügen, das ſich bald in ſchönen kräftigen Geſängen, bald in anderer Weiſe kund gab. Vier Freiſchuͤtzen mit Sträußchen am Hute, welche die vorbeiziehenden Schiffe

mit Flintenſchüſſen begrüßten, trugen auch das Ihrige zur

Freude der hier auf einem Raume ſich froh bewegenden 250 Turner bei, Als das Schiff ungefähr um 11 Uhr an die Mainſpizt gelangte, begann das Bombardement von Neuem, das jetzt von Mainz kräftig erwidert wurde; ein ebenfalls reich beflaggtes Feſtſchiff fuhr dem ankommen⸗ den entgegen und begleitete daſſelbe bis zum Landungsplatze. Während das gegenſeitige Kanonenfeuer ein ſehr lebhaftes Frag- und Antwortſpiel aufführte, wurde von dem ankom⸗ menden kräftigen Turnerchor das ſchöne Lied:Harr' aus in deinen Spielen geſungen; herzliche Begrüßungen vom Lande und vom Waſſer her folgten und eine Deputation der Mainzer Turner nahm nun die Ankommenden in Em⸗ pfang und geleitete ſie in die Fruchthalle, dem von der Stadt ihnen verwilligten Winter⸗Turnlocale. Hier brach erſt gar der Jubel los, denn die hier ſchon verſammelten Pforzheimer, Reutlinger, Stuttgarter, Heilbronner, Heidel⸗ berger, Mannheimer, Darmſtaͤdter u. ſ. w., welche eine halbe Stunde früher angelangt waren, empfingen nun ihre erwarteten Freunde. Alte Bekannte und Freunde fanden ſich wieder, andere Freunde wurden ſich näher geruͤckt und wahre, ungeheuchelte Freude verbreitete ſich überall, welche die Mainzer denn auch durch einen Imbiß und friſchen Trunk zu unterſtützen ſuchten. An einem andern Theile des Locals war eine Einquartierungs⸗Commiſſion aufgeſtellt, welche den frem⸗ den Turnern ihr Haus ſowohl zum Mittagstiſch, als zum Nachtlager anwies. Im Ganzen waren hier etwa 800 Turner verſammelt, und herzerhebend war es, als dieſe zu⸗ ſammen das ſo paſſende Lied:Was iſt des Deutſchen Vater⸗ land volltönig durch den Raum ſchmetterten. Nachdem der Mittagstiſch beendigt war und nur neue Beweiſe der Mainzer Gaſtfreundſchaft dadurch gegeben waren, fanden ſich ſämmtliche Turner um 3 Uhr wieder in der Fruchthalle ein, von wo ſie, in 28 Riegen getheilt, unter Vorantragen der verſchiedenen Turnvereins-Fahnen!) und begleitet von der herrlichen öſterreichiſchen Militär-Muſik, ſich nach dem einzuweihenden Turnplatze vor dem Münſterthore begaben. Eine wahre Augenweide gewährte es, die vorüberziehenden, von Geſundheit ſtrotzenden, theils bärtigen, kräftigen jungen Männer aus ſo verſchiedenen deutſchen Gauen zu ſehen. Beim Vorüberziehen wurde dem Vice⸗Gouverneur ein Hoch gebracht, und von ungeheuren Menſchenmaſſen umringt, ge⸗ langte man zum Turnplatze. Dieſer Turnplatz iſt eben⸗ falls mit beſonderer Güte von der Stadt überlaſſen wor⸗ den. Der Mainzer Turnwart Mämpel hielt hier einen Vortrag in Beziehung auf das Turnweſen im Allgemeinen

*) Die Friedberger Turngemeinde beſitzt noch keine Fahne. Wie man N 3 wollen die laber die e dem Beiſpiele der Hanauer und Mannheimer Damen nicht nachſtehen. Ja, eine Dame ſoll ſogar, und das nicht mit Unrecht, geäußert haben: Wir dürfen uns nicht gleichgültig dagegen zeigen, ob wir einmal kräftige und geſunde, oder ſchwächliche und ſieche Männer bekommen.

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