erwähnt worden iſt und wurde noch dadurch erhoht; daß Morgens um 4 Uhr mit allen Glocken geläutet wurde und gegen 11 Uhr, nach beendigtem Gottes dienſte, die Zoͤglinge des Schullehrer⸗-Seminars mit Begleitung von Blasinſtru⸗ menten das Lied:„Eine feſte Burg iſt unſer Gott“ vom
Burgkirch⸗Thurme herab ſangen.
Von dem nahen Melbach meldet man uns, daß auch 5 dort der Tag recht feierlich begangen worden iſt. Am Nach⸗ mittage zog die ganze Gemeinde mit ſämmtlicher Schul⸗ jugend von der Kirche aus auf einen nahen Hügel, den Haag, und pflanzte daſelbſt nach einer kurzen kräftigen Rede des Geiſtlichen(Dekan Blumhof) und unter Wechſelge⸗ ſängen der Gemeinde und des dortigen Sängervereins eine
„ 62.
willige Beiträge zu
mittheilen.
men, welches ſehr reichlich ausgefallen ſein ſoll, wurden auch frei⸗
einem Erinnerungsdenkmale gegeben. In
welcher Weiſe dieſes ausgeführt wird, wollen wir ſpäter
Schweine, 5)
Rodheim
Eiche. Später wurden die Kinder mit Wecken beſchenkt.
Außer dem vorgeſchriebenen Collectiren für Luthers Nachkom⸗
e berſicht
des im Jahre 1845 zu Rodheim geſchlachteten Viehes: 1) 24 Ochſen,) 24 Kühe, 3) 12 Rinder, 4) 205
108 Hämmel, 6) 28 Schafe, 7) 24 Kaäl⸗
ber, 815 Ziegen 1 den 10. Februar 1846. i 8
Der Fleiſchbeſchauer
Phi tipp Winkler
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. g
N
Edietallad ung.
(202) Die der Geſammtfamilie der Freiherrn
von Löw gehörenden Zehntgefälle und zwar:
1) in den Gemarkungen Griedel und Ga m⸗ bach auf ein Ablöſungskapital durch Ueber. einkunft im Geſammtbetrag von 2625 fl. feſtgeſetzt.
2) inz der Gemarkung Niederbeſſingen durch Uebereinkunft auf eine jährliche Rente von 65 fl. 14 kr. 1 HOllr. feſtgeſetzt in einem demnach ſich berechnenden Ab: löſungs kapital von 1174 fl. 16 ½ kr.,
ſollen abgelößt werden.
Nach Maßgabe des Geſetzes vom 27. Juni 1836 werden daher alle bekannte und unbe⸗ kanate Betheiligte, mit Ausnahme des Grßh. Lehenbofes, bezuglich der unter 2 aufgeführten Gefälle, indem die Lehensherrlichkeit des Gr. Hauſes Heſſen hinſichtlich dieſer Zehntgefälle in der Gemarkung Niederbeſſingen bereits an⸗ erkannt iſt, aufgefordert, etwaige Rechtsan⸗ ſprüche binnen 2 Monaten um ſo gewiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszah⸗ lung der Ablöſungskapitalien an die Freiherr⸗ lich von Löw'ſche Rentei zu Florſtadt, gegen Ausſtellung der Ablöſungsurkunden, durch den, als senior familiae fangirenden Herrn Kam⸗ merherrn nnd Oberforſtmeiſter Freiherrn von Löw zu Braunfels geſtattet werden wird.
Hungen den 13. Februar 1846.
Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann.
Edictalla dung.
(200) Nachſtehende Grundgefälle, als: 1) die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels Durchlaucht
4) in der Gemarkung Gambach zuſtehen⸗ den und durch Vereinbarung auf ein Ablöſungskapital von 39000 Gulden be⸗ beſtimmten;
5) in der Gemarkung Langsdorf zuſtehen⸗ den Zehntgefälle in einem vergleichsweise feſtgeſetzten Ablöſungskapital von 2100 fl.
e) in der Gemarkung Mu ſchenheim an⸗ gehörenden Grundgefälle in einem über⸗ einkuͤnftlich feſtgeſetzten Ablöſungskapital von 3323 fl. 30 kr.
2) die dem Herrn Grafen Otto zu Solms⸗ Laubach, Erlaucht in der Gemarkun⸗ Gambach zustehenden und übereinkünft⸗ lich auf ein Ablöͤſungskapital von 1350 fl.
5s kr. feſtgeſetzten Zehntgefälle
ſollen abgelößt werden.
Es werden daher nach Maßgabe des Ge⸗ ſetzes vom 27. Juni 1836 alle bekannte und
unbekannte Betheiligte aufgefordert, etwaige
Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten um ſoge⸗ wiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an die bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen den 13. Februar 1846. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. 125 Edictallardeuen g. (199) Sämmtliche dem Herrn Fürſten Fer⸗ dinand zu Solms Braunfels Durchlaucht in der Gemarkung Dorfgill zuſtehende, ablößbare Grundgefälle ſollen, mittelbſt eines vergleichs⸗ weiſe feſtgeſetzten Abkaufkapitals von 23000 fl., nach den Beſtimmungen des Geſetzes vom 27. Juni 1836 abgelößt werden. In Gemaͤßheit des urt. 23. dieſes Geſetzes und auf Anſtehen der Verwaltungsbehörden werden daher, alle bekannte und unbekünnte
Betheiligte aufgefordert, ihre Anſprüche um“
beſtimmten Liquidationstermin anzumelden und näher zu begründen. 2
In demſelben Termin ſoll ein Maſſepfleger und ein Gläubiger⸗Ausſchuß erwählt, auch die Güte verſucht werden, weßhalb diejenigen, welche ſich durch Bevollmächtigte vertreten laſſen wollen, ihre Vollmachten auch darauf zu richten haben, widrigenfalls ſie dem von der Mehrzahl der Erſchienenen gefaßt wer⸗ denden Beſchluſſe als beigetreten werden be⸗ trachtet werden.
Butzbach den 30. Januar 1846.
Großh. Heſſ. Landgericht daſ— f Mosler. Calmberg. 1 Edietal lad unn g. (203) Andreas Ritters J. Wittwe in Köd⸗ dingen hat Wa 1 ee 106 17/1 T N VI/7 166[IKlftr. Wieſe in der 4 d nn 1 Eiſeneck verkauft. Man fordert deßhalb alle Diejeni⸗ ger, da ſie ihr Eigenthum daran urkundlich lflicht nachweiſen kann, welche Eigenthums⸗
ſogewiſſer binnen 2 Monaten dahier anzuzeigen, n 0 5 Grundſtück glauben bilden zu können, zu deren Anzeige und Begründung binnen 4 Wochen,
als gegenfalls die Auszahlung an den bezeich⸗ neten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen den 13. Februar 1846. 8 Gr. Heſſ. Fuͤrſti Solmſ⸗ Landgericht Hofmann.
Lieferung von Reiſerbeſen.
(227) Die Lieferung von 1500 Stück Rei⸗ ſerbeſen guter Qualität für die hieſige Anſtalt, wovon die Probe täglich bei dem Unterzeich⸗ neten eingeſehen werden kann, ſoll auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Hierzu Luſttragende wollen ihre desfallſige Offerten längſtens bis Mitt⸗ woch den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial-⸗Büreau dahier verſiegelt und mit der Aufſchrift„Beſenlieferung be⸗ treffend portofrei einreichen. Marienſchloß am 12. Februar 1846. . A.
Der Verwalter Bauer. Oeffentliche Aufforderung.
(1610 Das Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat gegen den Ortsbürger Johan⸗ nes Weil III. zu Rockenberg den förmlichen Concursproceß erkannt und mit deſſen Leitung das unterzeichnete Landgericht beauftragt. Es werden daher Alle, welche dingliche oder per⸗ ſönliche Anſprüche gegen denſelben reſp. gegen die Concursmaſſe geltend machen wollen, hier⸗ durch aufgefordert, ſolche bei Vermeidung des ſonſt eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe in dem auf Montag den 6. April d. J., Vormittags 9 Uhr,
oder ſonſtige dingliche Anſprüche an dieſes
a dato, um ſo gewiſſer hiermit auf, gegen⸗ falls der Kaufbrief beſtaͤtigt wird. Ulrichſte in den 12. Februar 1846. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Verſteigerung von Bauarbeit, (238) Donnerſtag den 8. März d. I,, des Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Ge⸗ meindehaufſe zu Utphe die zur Herſtellung einer neuen Schleuße am Kübweidgraben da⸗ ſelbſt erforderlichen Arbeiten, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Wenigſtnehmenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Der Voranſchlag betraͤgt: a) Maurerarbeit, 192 fl. 35 kr. b) Zimmerarbeit, 27 fl. 16 kr. üutphe den 12. Februar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter BHS ch e re
Oeffentliche Aufforderung.
(28) Nachbenannte Perſonen:
1) Gr. Hauptmann Schäfer zu Friedberg,
2 Deſſen Bruder Friedrich Ludwig daſelbſt,
3) Gr. Actuar Kießling zu Hungen,
4) Rentamtmann Kießling daſelbſt,
5) Georg Ernſt Friedrich Schäfer zu Kempten,
60 Die Kinder des Zollbereiters Brünings zu Nieder wöllſtadt,
57) Philipp Tropps Frau zu Dorfelden,
8) Die Ehefrau des Gr. Pfarrers Röß ing zu Niedermoos,
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