Ausgabe 
25.2.1846
 
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1.

Srl Fries

Intelligenz-OGlatt

für die

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen,

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

M 16.

Mittwoch, den 25. Februar 1846

Amtlicher Theil.

Die Großhzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen

an die Großh. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe.

Betreffend: Die Zollbehandlung von Wollenwaaren, Schwefel und Salpeterſäure in Belgien.

Nach einer Mittheilung des Gr. Miniſteriums der Finanzen müſſen dermalen auch wollene Zeuge und Strumpf⸗ waaren, ſowie Schwefel und Salpeterſaͤure, wenn ſie aus dem Zollverein nach Belgien verſendet werden, mit einem Urſprungszeugniſſe verſehen ſein, um dort der Erhebung eines Zuſchlagzolles nicht zu unterliegen.

Aus Veranlaſſung eines Miniſterialerlaſſes vom 29. v. M. werden Sie angewieſen, in etwa vorkommenden Fällen der Verſendung von wollenen Zeugen, Strumpfwaa⸗ ren, ſowie Schwefel und Salpeterſaͤure nach Belgien die Urſprungszeugniſſe daruber in gleicher Weiſe zu beglaubigen, wie es in dem Ausſchreiben vom 22. März 1845 Nr. 26 des Int.⸗Bl. hinſichtlich der Urſprungszeugniſſe von Weinen, ſeidenen Waaren ꝛc. vorgeſchrieben iſt.

Friedberg, Grünberg und Hungen

den 21. Februar 1846.

J. d. V.: Krach, Kr.⸗Sec. Ouvrier. Follenius.

Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Schotten

an die Herrn Bürgermeiſter des Bezirks. Sie wollen Ihren Feldſchützen bekannt machen, daß

die Pfandgebühren wegen der Feldſtrafen von der 4. Periode

1845 nun mehr an den bekannten Zahltagen Mittwoch und Donnerſtag dahier ausbezahlt werden können.

Schotten am 18. Februar 1846. Prätorius.

Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 6. von 1846.

I. Bekanntmachung Gr. Oberfinanzkammer 1. Sect., vom 12. Jan., daß vom 1. März 1846 an auf der Straße von Schlitz über Unterwegfurth bis zur kurheſſiſchen Landesgrenze die Erhebung des geſetzlichen Chauſſeegeldes beginnen wird. Die Entfernungen auf dieſer Straßenſtrecke betragen: von Schlitz bis Hutzdorf 1,100, von Hutz⸗ dorf bis Queck 1,600, von Queck bis Rimbach 700, von Rimbach bis Oberwegfurth 800, von Oberwegfurth bis Unterwegfurth 400, von Unter⸗ wegfurth bis zur kurheſſiſchen Landesgrenze 400, im Ganzen 5,000 Klafter.

V. Dienſtnachrichten: Am 26. September 1845 wurde Hans Chriſtian Hoskiar zu Algier zum Großh. Heſſiſchen Conſul daſelbſt; am 9. Jan. der kath. Pfarrer Hertel zu Nierſtein zum ordentlichen Mitgliede der Bezirks ⸗Schulcommiſſion ſür den Landkreis Mainz und der kath Pfarrer Gop zu Dieburg zum ord. Mitgliede der Bezirks⸗Schuleom⸗ miſſion des Kr. Dieburg ernannt.

VI. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Spachbrücken, verbunden mit der evang. Pfarrei Habitzheim, Kr. Dieburg, mit jährlich 802 fl.; die Diſtrictseinnehmerei Großenbuſeck, Obereinnehmerei Gießen, mit jährlich 1100 fl.(binnen 14 Tagen bei der Oberfinanzkammer J. Sect).

Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 7 von 1846.

Bekanntmachung, den zollfreien Einlaß von Getreide in das Großherzogthum betr.In Folge ertheilter allerhöchſter Ermächtigung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom Tage des Er ſcheinens dieſer Bekanntmachung im Regierungsblatte an, ſammtliche Ge⸗ treide-Gattungen, nämlich Waizen, Roggen oder Korn, Spelz oder Din kel, Gerſte, Hafer und Haidekorn oder Buchwaizen bis auf Weiteres frei vom Eingangszolle vom Auslande in das Großherzogthum eingelaſſen werden ſollen. Darmſtadt, den 3. Februar 1846. Aus allerhöchſtem beſonderen Auftrage: Großh. Heſſ. Miniſterium der Finanzen. Zimmer- mann.

Friedberg, den 23. Februar 1846.

Die 300jährige Gedͤͤchtnißfeier des Todes des großen Reformators Dr. Martin Luther fand geſtern ganz in der Weiſe ſtatt, wie ſie als vorgeſchrieben in Nr. 14 d. Bl.