Ausgabe 
31.5.1845
 
Einzelbild herunterladen

168

alle Diejenigen, welche ſich bei der Sache betheiligen wollen, auf dieſe Beſtimmung geeignete Rückſicht zu nehmen, damit wir nicht in die unangenehme Lage verſetzt werden, dieſelbe unnachſichtlich in Anwendung bringen zu müſſen. Gießen am 14. Mai 1845. Der Praſſdent des landwirchſchaftl. Vereins für Oberheſſen . v. Firnhaber⸗Jordis.

Der Gros herzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Die Erhebung der Forſt⸗ und Feldſtrafen. Die Erhebregiſter über die Forſtſtrafen vom II. Quar⸗ tale und über die Feldſtrafen von der II. Periode 1845 ſind bis zum 1. Juni angefertigt und können an den be⸗ kannten Zahltagen Donnerſtags und Samſtags Forſt⸗ und Feldſtrafen bezahlt werden, was Sie im Intereſſe der Be- ſtraften in Ihren Gemeinden bekannt machen wollen.

Grünberg am 24. Mai 1845. B tt he

Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 15.

I. Geſetz, vom 1. April 1845, die Verbüßung unzahlbarer Forſtſtrafen durch Arbeit betr., welches Folgendes beſtimmt: 1. Der Art. 86 des Forſtſtrafgeſetzes vom 4. Febr. 1837 iſt aufgehoben. 2. Wenn ein Forſtfrevler in Gemäßheit des Art. 85 des Forſtſtrafgeſetzes zur Verrichtung der ihm zugetheilten Arbeit zwangsweiſe angehalten wer⸗ den muß, ſo ſoll der gegen ihn anzuwendende Zwang darin beſtehen, daß er, falls er ſich über das Ausbleiben bei der Arbeit oder deren nicht ge⸗ hörige Verrichtung nicht genügend rechtfertigen kann, wegen des bewieſe⸗ nen Ungehorſams mit 24ſtündigem Gefängniß bei Waſſer und Brod be⸗ ſtraft wird und nach Verbüßung dieſer Strafe, jedoch nicht über 8 Tage, bei Waſſer und Brod im Gefängniß bleibt, bis er dem Strafrichter die Anzeige gemacht hat, daß er die ihm zugetheilte Arbeit nun unweigerlich ohne Aufſchub gehörig verrichten wolle. Gibt der Frevler dieſe Er⸗ klärung während ſeiner Haft nicht ab, ſo iſt nach Ablauf von 8 Tagen vie Strafe durch Gefängniß zu vollziehen. Gibt dagegen der Frevler eine ſolche Erklärung ab, kommt ihr aber nicht nach, ſo wird er wegen dieſes wiederholten Ungehorſams mit 3 Tagen Gefängniß bei Waſſer und Brod beſtraft und nach Verbüßung dieſer Strafe wird der Geldſtrafpoſten (Geldſtrafe, Pfandgebühren, Koſten, Werth⸗ und Schadenerſatz und Her⸗ ſtellungskoſten) im Gefängniß verbüßt. Die zur Erzwingung des Ab⸗ verdienſtes erkannten Gefängnißſtrafen werden dem Frevler auf die Geld⸗ beträge, die er durch Arbeit abverdienen ſoll, nicht zu gut gerechnet.

III. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection vom 17. April, daß durch die Errichtung einer Perſonenannahmeſtelle in dem, bei dem kurheſſiſchen Orte Lieblos gelegenen, Wirthshauſe Neuenherberge die Benutzung des Büdingen-Frankfurter Wagens zwiſchen Büdingen und Lieblos ermöglicht und die betreffende Perſonentaxe für dieſe Wege⸗ ſtrecke für Coupéplätze auf 24 kr. und für Plätze im Innern des Wagens auf 21 kr. feſtgeſetzt worden iſt.

IV. Bekanntmachung derſelben Behörde vom 21. April, daß indem die im verfloſſenen Sommer, für die Dauer der Badezeit zu Salz⸗ hauſen, zwiſchen Friedberg und Nidda errichtete Fahrpoſtverbin⸗ dung während ihres Beſtandes von dem reiſenden Publicum ſo wenig benutzt wurde, daß die Wiederherſtellung derſelben für die nächſte Bade⸗ zeit nicht als Bedürfniß betrachtet werden kann, ſolche für dieſen Som⸗ mer nicht weiter fortgeſetzt werden wird.

V. Desgl. Bekanntmachung dieſer Behörde vom 25. April, daß mit dem 1. Mai eine Botenpoſt- Verbindung zwiſchen Friedberg und Nauheim in der Weiſe hergeſtellt wird, daß der Bote von Nau⸗ heim täglich um 10 Uhr Vormittags in Friedberg eintrifft und um 1 Uhr Nachmittags wieder zurückkehrt.

XIV. Ertheilung eines Patents: am 16. April dem Joſeph de Lipowski, Profeſſor am k. Collegium zu Straßburg, und dem J. L. Srezepanowski daſelbſt für den ganzen Umfang des Großherzog⸗ thums, auf die Dauer der nächſten fünf Jahre, das von ihnen neu er⸗ fundene, auf die Eiſenbahnen anwendbare Bahnwechſelſyſtem allein in Anwendung bringen und einführen zu dürfen.

XV. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: dem Grßh. Staatsminiſter Frhrn, du Thil für das Großkreuz des k. portu⸗ gieſtſchen Ordens Sanct Jago; dem Geh. Rathe Hallwachs das Com⸗

mandeurkreuz des k. portug. Chriſtusordens: dem Miniſterialrathe Frhrn. v. Schenck das Ritterkreuz des ebengenannten Ordens; dem Großh. Geh. Legationsrathe v. Ricou für den St. Stanislausorden 2. Cl.; dem Major Frhrn. v. Gerlach, Adj. S. Gr. H. des Prinzen Georg von Heſſen, und dem Rittmeiſter Wetterhahn in der Gendarmerie für den St. Annenorden 3 Cl.; dem Major Frhrn. v. Hauſen im Garderegi⸗ ment Chevauxlegers für den St. Wladimirorden 4. Claſſe; dem Großh. Hofrathe Zimmermann für den St. Stanislausorden 3. Cl.

XVI. Dienſtnachrichten: Am 28. März wurde der Domänen⸗ bote Jäger zu Alsfeld als ſolcher beim Rentamte Lichtenberg und der Fourier Fritz zu Friedberg zum Domänenboten bei dem Rentamte Als⸗ feld auf Widerruf ernannt; am 1. April dem Feldwebel Horn aus Steinbach die Stelle eines 2. Stadtgerichtsdieners bei dem Stadtgerichte dahier ertheilt; der Kreisbaumeiſter Raſor zu Bingen zum Kreisbaumei⸗ ſter für den Baubezirk Michelſtadt und der def. Acceſſiſt bei der Oberbau⸗ direction Dr. Müller aus Gießen zum Kreisbaumeiſter in Bingen; am 4. der Candidat der Theologie und Hülfslehrer am Gymnaſium dahier, Wagner, zum Lehrer an demſelben ernannt; Lorenz Neeb zu Alsfeld als Poſtexpeditor und Gaſtwirth Weitz daſelbſt als Poſthalter zu Als⸗ feld beſtätigt; am 7. dem Karl Jockel aus Griesheim das Patent als Geometer 3. Cl. für den Kr. Großgerau ertheilt; dem Schullehrer Gremm zu Troſel die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Fürth und dem Schul⸗ vicare Kempf zu Waldmichelbach die 2. kath. Schullehrerſtelle daſelbſt übertragen; am 11. der Advocatanwalt Dr. Dernburg zu Mainz zum ordentlichen Profeſſor der Rechtswiſſenſchaft, insbeſondere des gemeinen deutſchen Civilproceſſes an der Landesuniverſität ernannt; am 14. dem Schulvicar Sonn enberger zu Bechtheim die iſraelitiſche Schullehrerſtelle daſelbſt übertragenz am 15. der von dem Herrn Grafen zu Erbach⸗Für⸗ ſtenau auf die evangeliſche Pfarrſtelle zu Güttersbach präſentirte Pfarrer Heinemann zu Udenhauſen für dieſe Stelle beſtätigt; am 18. dem Geo⸗ metergehülfen Sommer aus Mainz das Patent als Geometer der 2. Claſſe für den Landbezirk des Kreiſes Mainz ertheilt; am 19. der Rent⸗ amtmann Rube zu Lichtenberg zum Rentbeamten zu Umſtadt und der Rentamtmann Weber zu Gladenbach zum Rentbeamten in Lichtenberg ernanntz am 22. dem Pfarrer Krebs zu Heſſelbach die kath. Pfarrſtelle zu Großzimmern und dem Kaplan Korbus zu Herrusheim die katholiſche Pfarrſtelle zu Lindenfels; am 25. dem Schulvicar Pitz zu Virnheim die 4. kath. Schullehrerſtelle daſelbſt übertragen und der von dem Hrn. Gra⸗ fen zu Erbach⸗Schönberg auf die evang. Schullehrerſtelle zu Zell, Kr. Bensheim, präſentirte Schulvicar Litt, ſowie am 28. der von dem Hrn. Grafen zu Solms-Laubach auf die evang. Schullehrerſtelle zu Rupperts⸗ berg präſentirte Schullehrer Magnus zu Alsfeld für dieſe Stelle beſtä⸗ tigt. Durch allerhöchſtes Decret vom 1. Mai haben S. K. H. der Großherzog geruht, den Großh. Geſchäftsträger am k. k. öſterreichiſchen Hofe, v. Biegeleben, der Stelle eines Aſſeſſors am Großh. Hofgerichte zu Gießen zu entheben und denſelben zum Legationsrathe zu ernennen.

XVII. Militärdienſtnachrichten: Am 30. Jan haben S. K. H. der Großherzog den Oberſten und Flügeladjutanten Frhrn. Schäf⸗ fer v. Bernſtein, unter Entnehmung deſſelben aus dem Generalquar⸗ tiermeiſterſtabe, zum Generalmajor à la suite zu ernennen geruht. Am 12. Febr. wurde der Oberlieut. Mootz von der Pioniercompagnie zum Generalquartiermeiſterſtab verſetzt; am 26. der Canzleiſecretär Haack bei der Canzlei des Kriegsminiſteriums auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt; am 5. März der Oberlieut. Kröll von dem 2. Inf.⸗Reg. zur Pioniercompagnie verſetzt, ſodann der Lieut. Pabſt vom 1. zum Ober⸗ lieut. im 2. Inf.⸗Reg. ernannt. Am 13. März haben S K. H. der Großherzog den Generallieut. à la suite Grafen zu Erbach-Fürſtenau zu Allerhöchſtihrem Generaladjutanten zu ernennen geruht. Am 1. Apr. wurde der Unteradjutant Wiegand bei dem Stabe der Infanteriediviſion zum Acceſſiſten bei der Schreibſtube des Kriegsminiſteriums ernannt; am 10. der Oberarzt Dr. Joſt bei dem Lazareth zu Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, unter Ertheilung des Charakters als Stabsarzt, in den Ruhe⸗ ſtand verſetzt; am 30. der Unterarzt Dr. Weiland zum Oberarzt und der Doctor der Mediein Oscar Verdier de la Blaquiere zum Un⸗ terarzt ernannt. Beide ſind dem Lazareth zugetheilt worden.

XVIII. Charakterverleihungen: Am 8. April dem Förſter Rooſe bei dem Meſſeler Forſthauſe alsHofjäger; am 25. dem Geh. Secretär bei dem Miniſterium des Innern und der Juſtiz, Frhr. v. Rieffel, alsRegierungsrath und dem Geh. Seeretär bei dem Mini⸗ ſterium der ausw. Angelegenheiten, Dr. v. Breidenbach, alsLegations⸗ rath!.

XIX. In den Ruheſtand wurden verſetzt: Am 4. April der Poſthalter Neeb zu Alsfeld; am 8. der 1. Polizeicommiſſär der Stadt Mainz Mella; am 25. der Schullehrer Schmehl zu Burkhards.

(Schluß folgt.)

Für die Deutſch⸗ Katholiken zu Offenbach iſt bei mir eingegangen: von E. F. 2 fl. 42 kr.mit dem Herzens wunſche, daß das am erſten Schöpfungstage gegebene Allmachtswort:Es werde Licht! auch in ſeiner edelſten Bedeutung bald, recht bald überall zur Wahrheit werden möchte; von B. 2 fl. 42 kr; von C. 6 kr.; von E. W. z. A. 1 fl. 45 kr. Friedberg den 29. Mai 1845,

C. Bindernagel.

Beka

G96), Im 1 1

elbe, a chend in Göting 1 n 157 gert wer

Fried

0

(671 heſſen! überſch! Grafic Aſel und mil Gericht gend el chen ba

D

dahier al er damit

Bekannt werden Beſchluſſ eines el beitreten

3728

145% 1360/9

111721 68/12 10020 1

7

2 169/53 berſteig thums⸗ auf ſein bezeichne ſige du bermein⸗ Wochen widrigen

U 1 bie

(761

inſttag