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erfreute. Sein Gedächtniß bleibt in der Gemeinde und im Bezirk im Segen, und wir wünſchen nur, daß er in ſeinem nenen Wirkungskreis, unter den ſeinen Verdienſten und ſon⸗ ſtigen Umſtänden mehr entsprechenden Verhältniſſen, noch recht viele frohe und glückliche Jahre verleben, und ſich auch da der Liebe und des Zutrgnens erfreuen möge, welcher der Scheidende ſo würdig iſt. L.

Aus der Wetterau.

Wie ſchön, lobens⸗ und wünſchenswerth es ſei, wenn Geiſtliche und Lehrer eines Ortes im Einklange, gegenſeiti ger Achtung und Liebe ꝛc. mit einander leben, wie ſehr ſich auch hier, alſo nicht nur in leiblicher, ſondern auch in gei⸗ ſtiger Hinſicht der Ausſpruch heiliger Schrift:Die Ein tracht baut ein Haus, die Zwietracht reißt es nieder bewahrheitet; davon hatten wir Gelegenheit uns am 2. Pfingſttage d. J. bei der Confirmation in dem großh. heſſ. Pfarrdorfe Obereſchbach zu überzeugen. Hier konnte man ſehen, welchen Segen es bringt, wenn der treue, ge wiſſenhafte Lehrer, unterſtützt von ſeinem liebevollen, huma⸗ nen Pfarrer, mit Luſt und Liebe ſein Amt verrichtet, ſehen, wie weit es der chriſtliche Seelſorger im Gebiete der echten Chriſtuslehre mit ſeinen Confirmanden bringen kann, wenn ihm, im ſchönſten Einverſtändniſſe, der Lehrer der Jugend muſterhaft vorarbeitet.

Herrlich, herzerhebend, rührend waren die Gebete, welche der würdige Geiſtliche, Herr Pfarrer Gruber, vor dem ſchön mit Blumen geſchmackvoll geſchmückten heiligen Altare in ſeinem Namen, in dem der Gemeinde und der Confirmanden zu Gott, dem Herzenskündiger, ausſprach. Unübertrefflich war die Prüfung mit den Confirmanden und

die klaren und beſtimmten Antworten derſelben, welche be wieſen, daß es nicht blos Gedächtnißſache, ſondern Herzens angelegenheit ſei, waren höchſt bewundernswürdig. Die, die Feier der heiligen Handlung erhöhenden Geſänge, ab wechſelnd von der Gemeinde und dem Chor, beſtehend aus den Geſangvereinen von Obereſchbach und Bonames geſungen, welche leider! noch immer in Ermangelung einer brauch baren Orgel von einem Muſikverein mit ſehr paſſenden Inſtrumenten begleitet wurden, verſtand der wackere Lehrer, Herr Rückel, welcher dieſe muſterhafte Anordnung getroffen hatte, ſo würdevoll und trefflich zu leiten, daß auch in die ſer Hinſicht nichts zu wünſchen übrig blieb. So gewann unſere Ueberzeugung, daß Gottes heiliger Geiſt, der einſt am Tage der Pfingſten über die Jünger des Herrn ausge goſſen wurde, noch heute in die ihm geöffneten und geweihe⸗ ten Herzen der Menſchen einkehrt, Feſtigkeit und Stärke.

Möge Gott der Allliebende fernerhin ſeinen Segen geben zu dem Wirken in ſeinem Geiſte treuer chriſtlichge ſinnter Geiſtlichen und eifriger von Liebe für ihr ſchweres Amt beſeelter Lehrer der ihnen anvertrauten Jugend. Möge der Herr aller Herren und König aller Könige die Herzen unſerer hochverehrten deutſchen Herrſcher und Regenten mit ſeinem guten Geiſte regieren, damit ſie immermehr geneigt ſeien, beſorgt zu ſein, daß alle Lehrer der Jugend ein nah rungsſorgenfreies Leben führen und ihr wichtiges Amt der Volksbildung mit Freuden verrichten können. Mögen ſich aber auch die Geſangvereine, deren Zweck ja nur Humani⸗ tät, Rechtlichkeit und Religion iſt, mehr und mehr der Be thätigung der Gemeinden, der Huld, der Aufhülfe und kräf⸗ tigen Unterſtützuug unſerer theuren Landesherren im ganzen deutſchen Vaterlande erfreuen!

B.... 8 im Mai 1845. J. G. D.

Bekanntmachungen von Be⸗

Faſel⸗Eber-Verſteigerung.

denſelben geltend machen wollen, hierdurch aufgefordert, ſolche im Liquidationstermin

hoͤrden.

rr

Oeffentliche Bekanntmachung.

(868) Heinrich Wolf I. zu Rockenberg hat ſich aus gerichtlich gebilligten Gründen frei⸗ willig der ſelbſtſtändigen Verwaltung ſeines Vermögens begeben, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß Rechtsgeſchäfte mit ihm nur unter Zuſtim⸗ mung des für ihn beſtellten Curgtors Jacob Wolf daſelbſt gültig abgeſchloſſen werden können. Butzbach den 2. Juni 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg.

Garten ⸗Verſteigerung. (868) Mittwoch den 23. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe nachſtehender der Nicolaus Wüſt'ſchen Ehefrau dahier gehörende Garten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: Pag. und Nro. 319/99 41 Ruthen 80½[]Klitr. Garten in den Grabengärten an Jacob Wien und Jacob Schmidt.

Friedberg den 11. Juni 1845. J. A. Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Bender.

(951) Montag den 30. Juni l. J., des Morgens 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Reichelsheim ein der Gemeinde zugehörender großer Faſeleber, zwei Jahr alt, öffentlich

meiſtbietend verſteigt werden. Reichelsheim den 24. Juni 1845.. Der Herzogl. Naſſ. Oberſchultheis

Gros.

Bekanntmachung.

(952) Die zur Anfertigung eines neuen kiſernen Gitterthores vorkommende Arbeiten

zu Niederweiſel, als: fl. kr. a) Steinhauerarbeit voranſchlagt zu 67 55 b) Schloſſerarbeit. 119 30

c) Maurer- und Weißbinderarbeit 17 30 ſollen Dienſtag den 1. Juli d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Hirſch in Niederweiſel wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Plan und Ueber⸗ ſchlag liegen auf dem Büreau des Gr. Bür⸗ germeiſters vor der Verſteigerung zur Ein⸗ ſicht offen. Oſtheim am 23. Juni 1845. In Auftrag Clotz. Edietal ladung.

(953) Gegen Jakob Wagner I. zu Fauer⸗ bach J. hat Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen den förmlichen Concursproceß erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daher Alle, welche dingliche und perſönliche Anſprüche gegen

Montag den 21. Juli d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonders Präclu ſivdecret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzumelden und naͤher zu be⸗ gründen. Butzbach den 19. Juni 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ⸗ In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg.

Arbeits-Verſteigerung.

(950 Dienſtag den 1. Juli d. J., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden im Wirkhshaus zum Hirſch dahier nachſtehende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden verſteigert:

1) die Fertigung von ungefähr 150 Klaftern neuen Pflaſters mit Einbegriff der Planir⸗ arbeit,.

2) zwei... kanal von Sandſteinen zu Ueberfahrten, 200 Fuß betragend, und die dabei erforderliche Maurerarbeit,

3) 7 Ueberfahrten an der Vieinalſtraße nach Friedberg, von Rauſteinen zu fertigen. Die Ueberſchläge werden bei der Verſteige⸗

rung eröffnet werden. Die Herrn Bürger⸗

meiſter derjenigen Gemeinden, wo ſich Pfla⸗ ſterer befinden, werden um gefällige Veröffent⸗ lichung des Vorſtehenden erſucht. Ockſtadt den 25. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein.

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