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Provinz Oherheſſen
e im Allgemeinen,
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Amtlicher Theil.
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Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg
dernag an die Grßh. Bürgermeiſter zu Altenſtadt, Aſſenheim, Bein— dürke, erte hards, Bodenrod, Büdesheim, Butzbach, Engelthal, Fauer⸗ N f bach I., Fauerbach II., Friedberg Burg, Friedberg Stadt, 1. des Aten Groß⸗ u. Kleinkarben, Haſelhecke, Hauſen, Heldenbergen, +* Höchſt, Hochweiſel, Hochweiſeler Mark, Holzhauſen, Kai— * em chen, Kirchgöns, Kloppenheim, Langenhain mit Ziegen— delt und berg, Münſter, Niedermörlen, Niederweiſel, Obereſchbach, — Oberflorſtadt, Obermörlen, Ober- und Niederrosbach, Oberwöllſtadt, Oes, Okarben, Oppershofen, Oſtheim, Petterweil, Pohlgöns, Rendel, Rockenberger u. Opperts⸗ häuſerwald, Rockenberg, Rodenbach, Steinfurth, Straß—
heim, Unterflorſtadt und Wickſtadt.
Hef Betreffend: Den Geſchäftsplan der Kataſter-Arbeiten für die Finanz⸗ win periode von 1845/47.
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Es ſind neuerdings die Nachtheile zur Sprache ge— bracht worden, welche für ſolche Gemeinden entſtehen, in deren Gemarkung die Gewann und Parzellenvermeſſung nicht gleichzeitig mit der Flurvermeſſung vorgenommen wird.
Dieſe Nachtheile beſtehen hauptſächlich darin:
10 daß bei der ſpäter erfolgenden Gewann- und Par⸗ zellenvermeſſung für die Wiederherſtellung der Flurgrenzen nicht unbedeutende Koſten Seitens der Gemeinden aufgewendet werden müſſen, welche bei gleichzeitiger Vornahme der Flur, Gewann- und Parcellenvermeſſung vermieden werden. Nach gemachter Erfahrung ſind nemlich die Flurgrenzen, wenn in einer Gemarkung die Gewann- und Parcellenvermeſſung grrktion. 1 auch nur einige Jahre der Flurvermeſſung folgt, in der
g Ai. Zwiſchenzeit ſo verwahrloſt, daß die Herſtellung derſelben in
5 der Regel einen Koſtaufwand erfordert, welcher dem der
galafer erſten Regulirung und Ausſteinung entweder gleichkommt,
oder denſelben ſogar noch überſteigt, weil die durch die Gewann⸗
8 und Parcellenvermeſſung bedingte Herſtellung des vorigen
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22. N
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die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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Standes nur nach Anleitung trigonometriſcher Meſſungen vollzogen werden kann. Ja nach der Größe der Gemar⸗ kungen belaufen ſich die ſo entſtehenden nochmaligen Koſten oft in die Hunderte von Gulden.
2 Die Trennung der Flurvermeſſung von der Ge— wann⸗ und Parcellenaufnahme wird die weitere Folge haben, daß die Gemeinden nach Maßgabe des Geſetzes vom 18. Juni 1836, die Aufſtellung der Grundbücher berrff., ſogleich nach Vollendung der Flur-Vermeſſung in den Beſitz von Grundbüchern(Copien der topographiſchen Güterverzeichniſſe und Parcellenhandriſſe) geſetzt werden, welche, wie ebenfalls die Erfahrung lehrt, den Grundbeſitzern nicht genügen, weil dieſelben die Reſultate der Parcellenvermeſſung nicht ent⸗ halten, folglich als Beweismittel für die Grenz- und Grö⸗ ßenverhältniſſe des Grundeigenthums nicht dienen können. Die Grundbeſitzer verlangen alsdann in der Regel die bal— dige Vornahme der Parcellenvermeſſung und die Aufſtellung neuer Grundbücher an die Stelle der kaum errichteten, wo— durch ebenwohl nicht unbeträchtliche, doppelte Koſten ent⸗ ſtehen, weil in die nach den Ergebniſſen der Flurvermeſſung gefertigten Grundbücher und Parcellenhandriſſe die Reſultate der Parcellenvermeſſung nicht aufgenommen werden dürfen. Wenn ſich auch das bezeichnete Verlangen nicht ſo ſchnell nach dem Vollzuge der Flurvermeſſung geltend machen ſollte, ſo läßt ſich doch nicht annehmen, daß die Gemeinden, ein⸗ mal im Beſitze von Grundbüchern nach den Reſultaten der Flurvermeſſung den im Art. 10. des Geſetzes vom 29. Okto- ber 1830 beſtimmten Zeitpunkte der Renovation der Grund— bücher abwarten werden, bis ſie die Ausführung der ſpe— ciellen Vermeſſung und die Aufſtellung neuer Grundbücher verlangen, weßhalb in dem unterſtellten Falle immerhin dop⸗ pelte Koſten auf Seiten der Gemeinden entſtehen.
Iſt hiernach die gleichzeitige Vornahme der Flurver— meſſung mit der Gewann- und Parcellenvermeſſung für die Gemeinden ſchon aus finanziellen Rückſichten von Wichtig— keit, ſo trägt auch die Parcellenvermeſſung zur Löſung der im Intereſſe der Landwirthſchaft ſo ſehr wichtigen Fragen wegen Conſolidation des Grundeigenthums und beſſeren An⸗ legung von Gewannwegen weſentlich bei.
Indem ich Sie auf die angedeuteten Erſparniſſe und ſonſtigen Vortheile, welche aus der gleichzeitigen Vornahme der Flur⸗, Gewann- und Parcellenvermeſſung erwachſen, aufmerkſam mache, fordere ich Sie in Folge höchſter Wei⸗ ſung auf, ſich nach Maßgabe des Geſetzes vom 11. Januar
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