Ausgabe 
22.2.1845
 
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Stufe bringt und gebracht hat, weßhalb fuͤr den, der es mit Nutzen betreiben will, die Erwerbung mancher Kenntniſſe, deren er früher nicht bedurfte, erforderlich iſt, wobei er, durch beſtändige Verbindung nach Außen, ſich Kunde von Allem verſchaffen muß, was in ſeinem Fach Neues erfunden oder geleiſtet worden iſt.

Dieß Letztere aber namentlich wird für den Gewerbs⸗ mann wohl auf keinem Wege beſſer geſchehen können, als eben durch Anſchluß an die, zu dieſem Zwecke jetzt überall entſtehenden und entſtandenen Gewerbvereine, in deren Ver⸗ handlung Alles, nur einigermaßen Bemerkenswerthe gezogen, zur Sprache gebracht, durch Sachverſtändige erklärt, unter ſucht und in Hinſicht ſeines praktiſchen Werthes gepruft wird.

Daß hierbei nicht immer Dinge vorkommen, die Jeden für ſein Fach näher intereſſiren können, verſteht ſich von ſelbſt, aber, wenn dieß auch nur ſelten der Fall iſt, ſo kann es doch auch gewiß nichts ſchaden, andere gewerbliche Ge⸗ genſtände beſprechen zu hören und Kenntniß davon zu er⸗ langen.

Aber auch derjenige Gewerbtreibende, dem nicht oft etwas, ihn Intereſſirende, geboten wird und werden kann, ſollte, wie ſo viele ehrenwerthe Freunde des Gewerbſtandes, die demſelben nicht einmal ſelbſt angehören, thun, durch regere Theilnahme ein ſo gemeinnütziges Inſtitut zu heben, es in ſeiner Wirkſamkeit zu unterſtützen, und hierdurch zur Vervollkommnung ſeiner gewerbtreibenden Mitbürger beizu tragen ſuchen, woraus ihm am Ende in ſo fern Nutzen er wächſt, als dieſe hierdurch in den Stand geſetzt werden, ſeine Bedürfniſſe, Wünſche und Anſprüche um ſo eher und beſſer zu befriedigen, wodurch er und ſie, ſomit einer durch den andern und alſo der ganze Bürgerſtand an Wohlſtand gewinnen müſſen, zu deſſen Beförderung jeder brave Bür ger gewiß gerne bereit iſt.

Friedberg im Februar 1845. R.

* Spruͤchwoͤrter und Sentenzen mit Randgloſſen.

10 Nirgends raucht's, wo kein Feuer iſt.

Dieß Wort hat zweifelsohne ſeine Richtigkeit, denn wenn Du aus dem Schornſtein Rauch aufſteigen ſiehſt, dann kannſt Du feſtiglich glauben, daß unten auf dem Heerde, oder ſonſt wo im Hauſe ein Feuer brennen müſſe. Es gibt aber auch Dinge, ſehen aus wie Rauch und ſind's doch nicht. Denke Dir z. B. das Herz unter dem Bilde eines Heerdes, dann wäre der Schornſtein der Mund und die Worte wären der Rauch. Wehe Dir, wenn Du, ſo oft Du den Rauch ſiehſt, ſo oft Du Worte z. B. der Liebe

*) Wenn in dem Nachfolgenden eine Reihe von Sprüchwörtern und Sentenzen mit Randgloſſen begleitet wird, ſo wolle der geneigte Leſer doch gefälligſt ſtets bedenken, daß die Sprüchwörter die Dinge in der Regel mit dem rechten Namen nennen und darum nicht ſel⸗ ten für zarte Ohren rauh und derb klingen Das Rauhe und Derbe iſt aber oft wahrer, als das Feine und Schmeichleriſche, weshalb wir auch nirgends um der Form oder des Ausdrucks willen die Sache ſelbſt, wenn ſie anders einer Gloſſe werth erſcheint, wollen unberührt laſſen.

Der Einſender.

hörſt, meineſt im Herzen glüͤhe das Feuer der Liebe und trittſt uun hinzu und willſt Dich würmen. Nimm Dich in Acht, wo Du glaubteſt ein Feuer zu finden, ſteht vielleicht der ſtinkende Sumpf boshafter Heuchelei, was Du fuͤr Rauch, vom Feuer kommend, gehalten, iſt vielleicht die Ausdünſtung des Pfuhles und wo Du gehofft haſt, Dich wärmen zu kon nen, iſt vielleicht ein kaltes Grab für das Glück und den Frieden Deines Lebens geöffnet.

2) Man ſpricht ſelten von der Tugend, die mau hat; aber deſto öfter von der, die uns fehlt. (Leſſing)

Je heller um bei dem vorigen Bilde zu bleiben das Feuer lodert, deſto weniger Rauch; viel Rauch gibt's nur, wenn das Feuer noch nicht recht brennt oder am Aus⸗ gehen iſt, davon kannſt Du Dich täglich überzeugen. Darum beurtheile die Menſchen nicht nach dem, was ſie von ſich rühmen, ſondern nach dem, was Du ſie thun ſiehſtan ihren Früchten ſollſt Du ſie erkennen. Handlungen ſind immer, wenn auch kein ganz untrüglicher, ſo doch ein bei weitem ſichererer Prüfſtein der Geſinnung, als Worte.

3) Hat man die Geis angenommen, ſo muß man ſie auch hüten.

Und Schande über den, der ſie nicht huͤtet, wenn er ſie angenommen hat. Des Amtes, das Du haſt mußt Du warten, magſt Du nun das höchſte oder niederſte beklei⸗ den und meinetwegen Thürmer ſein, oder in den Eingewei⸗ den der Erde graben; die Pflicht, die Dir obliegt, mußt Du erfüllen; das Verſprechen, das Du gegeben haſt, mußt Du halten; haſt Du A geſagt dann ſage auch B. Doch ſiehe da, ein neues Spruͤchwort:

4) Wer A geſagt hat, muß auch B ſagen.

Das verlangt man zumeiſt, ſo im Guten, wie im Schlimmen. Darum ehe Du A ſagſt, denke auch an das B ſagen, ehe Du etwas unternimmſt, denke an die Folgen; bei Allem, was Ihr thut, bedenket das Ende, um ſo mehr, als im Anfang oft eine Sache leicht oder lockend erſcheint und Sorge, Mühe, Verdruß und Aerger hintendrein kommen,

5) Hinten ſtechen die Bienen.

ſagt darum ein andres Sprüchwort und gar Manchen gibt es, der ſich großen Vortheil verſprach, wenn er ein Bienenzüchter würde und hat drauf nie was von dem Honig der Bienen geſchmeckt, wohl häufig aber ihren Stachel geſpurt.

Erklarung.

Unlängſt erſchien in der Kölner Zeitung ein ſchmäͤhen⸗ der Artikel über uns und unſer Etabliſſement, und glauben wir auf denſelben antworten zu müſſen; geſchah dieſes nicht ſchon früher, ſo liegt der Grund davon darin, daß wir uns erſt alle mögliche Auskunft über dieſe Angelegenheit zu ver⸗

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