20 7 —— 2 8 1**
„ 58 ,.
II. Bekanntmachung Großh. Provinzialcommiſſariats der Prov. Oberheſſen, vom 4. Jan., daß, in Berückſichtigung der in neuerer Zeit mehrfach ſtattgefundenen auffallenden Feuersbrünſte in den Gemein⸗ den Eichelhain, Ilbeshauſen, Veitshain, Salz, Steinfurth, Radmühl und Banne rod, Landrathsbezirks Lauterbach, mit Genehmi⸗ gung der höchſten Staatsbehörde der Art. 10 des Geſetzes vom 21. Febr. 1824 auf dieſe Orte in Anwendung gebracht wird.—
V. Bekanntmachung Großh. Oberfinanzkammer 1. Sect. vom 23. Jan., daß auf der num vollendeten Straßenſtrecke durch die Gemarkung Steinbach die Erhebung des geſetzlichen Chauſſeegeldes v. 1. April d. J, an beginnen wird. Die Entfernungen auf dieſer Strecke betragen: J) von der nördlichen herzoglich naſſauiſchen Grenze(zwiſchen Weiskirchen und Steinbach) bis Steinbach 500 und 2) von da bis zur ſüdlichen her⸗ zoglich naſſauiſchen Grenze gegen Eſchborn 500, im Ganzen 1000 Klafter.—
XI. Namensveränderung: Am 10. Jan. wurde der Eleonore Philippine Wannemacher dahier geſtattet, künftig den Namen„Rühl“ zu führen.—
XII. Promotionen auf der Großh. Landesuniverſität Gießen: Von der mediciniſchen Facultät erhielten die Doctorwürde der Mediein, Chirurgie und Geburtshülfe: am 3. Oct. 1844, E. E. Wenck aus Darmſtadt; am 4. Val. Fritzel aus Obereſchbach; am 9. Karl Zinßer aus Gladenbach; am 4. Nov. Karl Rouge aus Hungen.— Von der philoſophiſchen Facultät die Doctorwürde der Philoſophie: am 23 Dec. 1844, Georg Renz aus Worms; am 30. Joh. Gröſer, Medici⸗ nalrath zu Mainz; Joh. Karl Fried. Bruch, Notar zu Mainz; Joh. Schenkel aus Heppenheim.—
XIII. Erlaubniß zur Annahme fremder Orden: Nachdem von S. M. dem König von Würtemberg dem Oberſt Wachter, Com- mandeur des 2. Inf.⸗Reg, das Commenthurkreuz des Ordens der Wür⸗ tembergiſchen Krone, und dem Oberſtlieutenant Glock im Gardereg. Chevauxlegers das Ritterkreuz deſſelben Ordens verliehen worden, haben S. K. H. der Großherzog am 7. Januar die Erlaubniß zur Annahme dieſer Orden zu ertheilen geruht.—
XIV. Dienſtnachrichten: Am 14. Jan. wurde dem Pfarrer Seitz zu Lämmerſpiel die kathol. Pfarrſtelle zu Aſtheim und dem Pfarrer Reuter zu Engelthal die kath. Pfarrſtelle zu Sprendlingen(Kr. Bingen) übertragen; am 16. dem Gefangenwärter Decher zu Alzey die Stelle eines Kreisdieners zu Friedberg ertheilt; am 21. der von den zur Präſen⸗ tation berechtigten Allodialerben des ehemaligen fuldaiſchen Geheimeraths v. Buſeck, genannt Münch, von Winnrod, auf die evang. Pfarrſtelle zu Reiskirchen präſentirte Pfarramtscandidat Strack aus Londorf für dieſe Stelle beſtätigt und demſelben zugleich die evang. Pfarrſtelle zu Burk⸗ hardsfelden übertragen; am 24. der Decan Pfarrer Fitting zu Alzey zum Decan dieſes Decanats auf weitere 5 Jahre ernannt; am 28. dem Schulvicar Kraußmüller zu Arnshain die evang. Schullehrerſtelle zu Oberſorg übertragen.—
XV. Charakterverleihungen: Am 3. Jan. dem Syndicus ſämmtlicher proteſtantiſcher Kirchenfonds der Provinz Starkenburg, Hofge⸗ richtsadvocaten Winter dahier, und dem ſtändigen Anwalt für die in dem Reſſort des Miniſteriums-des Innern und der Juſtiz zu führenden Proceſſe des Centralfiscus, Hofgerichtsadvocaten Reatz dahier, als „Juſtizrath“; am 7. dem Collector, Rentmeiſter Seibert zu Umſtadt als „Rentamtmann“; am 14. dem Bauauffeher 2. Cl. Freihöfer zu Wimpfen als Bauaufſeher 1. Cl.—
XVI. Dienſtentlaſſung: Am 13. Jan. der Poſthalter Schenck zu Nidda.—.—
XVII. Conecurrenz für: die 2. evang. Pfarrſtelle zu Büdingen mit jährlich 734 fl.(Präſentation des Hrn. Fürſten zu Iſenburg-Büdingen.)
XVIII. Geſtorben ſind: Am 20. Februar 1844 der penſ. Schul⸗ lehrer Lepper zu Crumbach, Kr. Gießenz am 30. Dec, der Schullehrer Hornung zu Bermuthshain.
» Zur Wetterauer Chronik.
Ein beklagenswerthes Ereigniß iſt uns von glaubwür⸗ diger Perſon in folgender Weiſe erzählt worden: Am 6. d. M. gieng am Abend, als jedoch ſchon die Nacht ihre ſchwar⸗ zen Fittige über die Erde ausgebreitet hatte, ein Bewohner hieſiger Stadt, der Schneidermeiſter H..„ von Friedberg nach Fauerbach II., in der Abſicht, dortige Gefreundete zu beſuchen. Er kam bis in die Nähe des Friedhofs. Dort ſah er ſich mit einem Male von einem ihm unbekannten Kerle angefallen, ſeines Stockes beraubt, zu Boden gewor— fen und ſogleich auf die empfindlichſte Weiſe mißhandelt; nur dem Umſtande, daß H. alle Streiche mit dem Arme auf— fing, iſt es zuzuſchreiben, daß er nicht ein Opfer des An⸗ falles wurde, und nur ſeiner warmen dicken Bekleidung hat er es zu verdanken, daß der Uebelthäter ihm nicht den Arm zerſchmetterte. Schmerzlich getroffen von der furchtbaren Geiſel, die immer auf's Neue wieder über ſeinem Haupte geſchwungen wurde, rief endlich H.: der Unmenſch ſolle ihm doch wenigſtens das Leben laſſen, er wolle ihm ja Alles geben, was er bei ſich habe. Nun hörten die Streiche auf, H. erhob ſich und— während der Räuber ſich umſah, ob nicht Jemand komme, ergriff er die Flucht. Aber hinten nach rannte in wilder Wuth der Wegelagerer und würde vielleicht auch den durch den ganzen Auftritt geängſteten, durch die erlittene Mißhandlung geſchwächten H. wieder er⸗ reicht haben, wenn es nicht auch hier der weiſe Rath Got⸗ tes beſchloſſen gehabt hätte, die Unſchuld zu ſchützen und die That der Nacht an's Licht zu bringen. Dort, wo man in der Nähe von Fauerbach ſeitab gehet nach Bruchenbrücken, dort kam der Retter in der Perſon des hieſigen Bürgers und Lohnkutſchers B..., der von Fauerbach hierher zu— rückkehrte. Mit zwei Worten hatte H. dem B. den Grund ſei— ner Flucht angegeben, beide traten nun dem daher ſtürmen— den Wüthrich entgegen und ihren vereinten Anſtrengungen gelang es, ihn zu Boden zu werfen, zu entwaffnen, zu bin⸗ den und nach Fauerbach abzuliefern. Nachdem man ihm dort in der Nacht Zeit gelaſſen hatte, über den Vorfall nach— zudenken, brachte man ihn am andern Tage hierher, wo er ſich vorläufig freier Koſt und freien Logis in dem Bezirks— gefängniſſe zu erfreuen hat. Der Burſche ſoll aus dem Kreiſe Alsfeld gebürtig und das Kind wohlhabender Eltern ſein, ſeit längerer Zeit aber ſchon ein vagabundirendes Leben geführt und namentlich in der letzten Zeit in einer Geſell— ſchaft ſich aufgehalten haben, der man den Vorwurf, daß ſie die Sitten verfeinere und beſſere, nicht ſoll machen kön⸗ nen. Obwohl nun aus dieſer Erzählung faſt unzweideutig hervorgeht, daß es auf eine Beraubung des Angefallenen abgeſehen war, ſo ſtehen doch mit dieſer ſcheinbaren Veran⸗ laſſung des begangenen Verbrechens einzelne Aeußerungen nicht im Einklang, die der Inhaftirte während der Miß⸗ handlung H.'s gegen hieſige Beamte ſoll ausgeſtoßen haben und die vielmehr die Racheluſt, als die Habſucht als Urſache des Geſchehenen erſcheinen laſſen. Die anzuſtellende gericht— liche Unterſuchung wird das Wahre ermitteln und der Rich— ter den verdienten Lohn, in gebührendem Maaße, zuerkennen!
gal l 10 9 Harzge Kals des Harzes w vornehm! gligiöſer tern und und Spi
lichkeiten
Chrſtentl u Waffen in De dalge Helben da ſch taufen ihrer Vater der Stile Waldbetg wie Me nicht üb Kaiſer d. dieſeniger konnte,! hatten.
am Fuße
verhaften,
Bekaum
(495) lach ſich
dus geric hut und Heihrich 9
U


