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Dlenſtpferdes(binnen 14 1995 bei der Oberfinanzkammer 1. Sect.); die widerruflich zu beſeßende Stelle eines Diſtrictseinnehmers zu Herrns⸗ heim mit durchſchnittlich jährlich 600 fl.(binnen 14 Tagen bei der Ober⸗ finanzkammer 1. Seck.)—
XIII. Gestorben: Am 11. Auguſt der Forſtpolizeibeamte, Forſt⸗ meiſter Frey in König.
Aus dem Vogelsberge, 9. September.
Von welcher Bedeutung die Jahrmärkte zu Ulrich⸗ ſtein ſind, hat wieder der, am 21, 22. und 23. Juli d. J. ſtattgehabte Jacobimarkt daſelbſt beſtätigt. Vorzüglich große Geſchäfte würden in Rindvieh gemacht, welches nach allen Richtungen hin, auf 20 bis 30 Stunden Entfernung, nach Baiern, Kurheſſen, Preußen und nach dem Rheine um billige Preiſe größtentheils gegangen iſt. Es waren nach ſicherer Angabe 4601 Stück Vieh auf dem Markte und ſind 1430 Haupthändel abgeſchloſſen worden. Was den Markt zu Ulrichſtein für das Publikum noch beſonders zugänglich und anziehend macht, iſt der Umſtand, daß von demſelben keinerlei Abgaben erhoben werden, vielmehr der Betrieb des Handels bei einer guten Aufſicht und prompten Juſtiz gänz⸗ lich frei iſt. Außer der anſehnlichen Zahl ſchöner Bullen, welche einen beſonderen Platz haben, waren 210 Kühe, meiſt mit Kälbern, 850 Zuchtochſen, 200 fette Schweine, 1150 Rinder, 21 Pferde aufgetrieben worden. Die Pferdezucht iſt im Vogelsberge nicht unbedeutend und werden ſehr gute Fohlen durch die Beſchälerſtation in Ulrichſtein in der Um⸗ gegend erzielt, jedoch iſt ein Fohlenmarkt an dieſem Platze bisher noch nicht im Gange geweſen, vielmehr werden hier nur noch gute Zugpferde in Handel gebracht. Nächſten Jahrmarkt zu Ulrichſtein(Michgelismarkt), welcher den 23. September d. J. ſtattfindet, pflegen jedoch jährige und zweijährige Fohlen zum Verkauf gebracht zu werden. Schafe waren am 21. und 22. Juli d. J. 1120, und Schweine, welche flau gingen, 1050 Stück aufgetrieben worden.— Von jeher waren die Märkte zu Ulrichſtein ſehr bedeutend, weil dieſer Ort der gelegenſte Mittelpunkt zur Betreibung der commerciellen Geſchäfte des Vogelsbergs iſt. Nament— lich iſt das Vogelsberger Rindvieh ſehr gut und hat meiſtens und auch jetzt ſehr billige Preiſe. Durch die ſehr guten und bequemen Straßen, welche von Ulrichſtein nach allen Rich⸗ tungen hinführen, wird der Handel auf dieſem Platze außer
W Kirchenbuchs⸗Auszug vom Auguſt 1845. Butzbach.
Getraute:
17. Georg Valentin Kalbfleiſch, Burger dahier und Sekre⸗ tär an hieſiger Poſtverwaltung, des verlebten Bürgers und Schönfärbermeiſters Chriſtoph Kalbfleiſch nachge— laſſener ehelich lediger Sohn und Anna Dorothea Brög, des verlebten Bürgers und Zimmermeiſters Georg Brög in Marburg, nachgelaſſene ehelich ledige Tochter.
Getaufte:
3.(In Friedberg.) Dem Bürger zu Butzbach und Poſtil⸗ lon in Friedberg Konrad Leyerzapf ein Sohn, Joſt Heinrich, geb. den 21. Juli.
24. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Friedr. Schütz II. eine Tochter, Katharina, geb. den 10. Aug.
29. Dem Bürger und Kaufmann Nicolaus Flach eine Tochter, Anna Margaretha, geb. den 6. Auguſt. Nachtrag vom Monat Mai.
29. 215 1 17 Sohn, Auguſt Karl David, geb. den
. Mai.
Beerdigte:
9. Chriſtoph Konrad, des Bürgers und Lohgerbermeiſters wie auch Mitgliedes des Gemeinderaths Chriſtoph Küchel III. ehelicher Sohn, alt 7 Monate, 8 Tage, den 7.
11. Hermann, des Gr. Landgerichtsaſſeſſors Dr. Auguſt Irle, ehelicher Sohn, alt 3 Monate 4 Tage, den 9.
16. Helene Felicitas, des verlebten Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Johannes Strudel hinterlaſſene Wittwe, geb. Drach, alt 78 Jahre, 8 Monate, 28 Tage, 5 den 14.
21. Des Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Roth⸗ hardt eheliche Tochter, Margarethe Eliſabeth, alt 1 Jahr, 9 Monate, 8 Tage, 1 den 19.
25. Katharina Jakobina, des Bürgers und Bäckermeiſters wie auch Mitgliedes vom Gemeinderath Heinrich Feld⸗ mann I. Ehefrau, geb. Breunings, alt 33 Jahre, 7
ordentlich befördert.(Grßh. Zeit.) den 23. 5 9 Be⸗ Oeffentliche Bekanntmachung. Beilage zu Nr. 225 der diesjährigen Grßh. ee von De 41820 Die dem Sobann Ludwig Pezinger Flag on an bene i 871 ö 2 einträge offen, obgleich es ſehr wahrſcheinli hörden. nene gehörigen beiden Hofraithen gemacht iſt, daß die Capitalien abgetragen und . f die Verpfändungen alſo erloſchen ſind.
Gläubiger aufruf.
(122) Großh. Hofgericht zu Gießen hat uͤber das Vermögen des Johannes Kratz 3. von Oberohmen den Concurs erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Lei⸗ tung beauftragt.
Demgemäß werden alle Diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſprüche an die Concursmaſſe bilden wollen, hiermit auf⸗ gefordert, ſolche Dienſtag den 14. October l. J., Vor⸗
mittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, oder zu erwarten, daß ſie von der Maſſe ſtillſchwei⸗ gend ausgeſchloſſen werden.
Da in dieſem Termine auch ein Guͤtever⸗ ſuch Statt finden wird, ſo haben alle, welche nicht in Selbſtperſon erſcheinen, ihre Vertre⸗ ter mit Vollmachten zu verſehen, welche auch auf den Abſchluß eines Vergleiches mitgerich⸗ tet ſind.
Grünberg den 5. Auguſt 1845.
Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker.
Pag. u. Nr. 37 45 109[IKlftr. Hofraithe als Wohn. haus, Scheuer, Haus, zwei Ställe und Waſchhaus an Heinrich Wiſſig, 39 49 53½¼[IKlftr. Hofraithe als: Wohnhaus, Scheuer, Stall, Schweinſtall und Holzſchop⸗ pen an dem Schulhauſe und 43 in Langenhainer Gemarkung gelegenen Grundſtücke, worüber der Flurbuchs-Auszug auf dem Bürgermeiſterei-Bureau zu Langen⸗ hain ſich befindet, ſollen im Termin Montag den 13. October, Mor- gens 9 Uhr, auf dem Gemeindebauſe zu Langenhain öffent⸗ lich verſteigert werden. Butzbach den 12. Auguſt 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Dr. Irle.
Edietalladung.
(1272) Im Wohnbacher Gerichts⸗ und Orts⸗Hypothekenbuch ſtehen noch die in der
Wer daher aus dieſen Verpfändungen bezie— hungsweiſe den desfallſigen Urkunden noch Rechte ableiten zu können glaubt, hat dieſel⸗ ben ſo gewiß binnen ſechs Wochen vom 15. Auguſt d. J. an hier geltend zu machen, als ſonſt jene Einträge für erloſchen erklärt und im Hypothekenbuch gelöſcht werden. 8
Gleichzeitig werden diejenigen, welche nicht ſchon früher von dem beſtellten Com, miſſair, Actuariats-Candidaten Sar— torius, ſpeciell aufgefordert worden ſind, oder demſelben ihre Urkunden vorgelegt baben, gleichwohl eine noch rechts gültige auf irgend ein Objekt in der Gemar⸗ kung Wohnbach radicirte gerichtliche Pfand⸗ urkunde, beſitzen, hiermit vorgeladen, ſolche ſo gewiß binnen obiger Friſt im Original oder in beglaubigter Abſchrift dahier vorzulegen, als ſonſt ſolche etwaige Verpfändungen in das neu zu errichtende Hypothekenbuch nicht aufgenom⸗ men werden und ſie ſich die deßfalls entſtehen⸗ den Nachtheile nur ſelbſt zuzuſchreiben haben.
Laubach den 26. Auguſt 1845.
Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard.
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