Ausgabe 
16.4.1845
 
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Kirchenbuchs-Auszug vom Maͤrz 1845.

Hungen. Getraute:

13.(zu Butzbach) der

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119*

Getaufte:,

9. Dem Gr. Poſthalter Philipp Fendt ein Sohn, Conrad

Wilhelm Otto Karl, geb. den 16. Februar.

Dem hieſigen Bürger Jakob Jockel I. eine Tochter,

Johannette Katharine Karoline Marie, geb. den 24.

Ein uneheliches Kind, Barbara Henriette Margaretha

Louiſe Lina, geb. den 10, Marz

Bürger und Bäͤckermeiſter Jakob

Buttron III., des Gr. Bürgermeiſters Heinrich But

tron dahier einziger retha Lieberich, des Nikolaus Lieberich Tochter.

ehelich lediger Sohn und Marga 5. Bürgers und Schuhmachermeiſters zu Butzbach zweite ehelich ledige

2. März.

Beerdigte:

Johanna, nachgelaſſene Wittwe des zu Darmſtadt ver⸗ ſtorbenen Bürgers und Conditors Friedrich Leonhard, geb. Belz, alt 58 Jahre, 3 Monate, 2 Tage, F den

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Edictalladung.

(886) Johannes Heller, Sohn der verſtorbe nen Cheleute Konrad und Anna Margrethe Heller zu Grüningen, geb. am 9. April 1774, demnach jetzt über 70 Jahre alt, ſoll ſchon in früher Jugend in die Fremde gegangen und ſein fernerer Aufenthalt völlig unbekannt ge blieben ſeyn..

Indem daher ſein Ableben unterſtellt und ſein Nachlaß verabfolgt werden wird, inſofern nicht Heller oder unmittelbare Abkömmlinge oder auch entferntere Verwandte ſich anmel den, wird dreimonatliche Friſt zu dieſer An⸗ meldung bei Vermeidung Ausſchluſſes beſtimmt.

Hungen den 18. März 1845.

Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann.

Eddie t al ladung.

(427) Die Vormünder über Jobann Philip⸗ pis Kinder von Stumpertenrod haben die den letzteren von ihrem Großvater Johannes Steuernagel von da erblich zugefaͤllenen Grundſtücke, als:

1/0 100% 266[JKlftr. Wieſe auf der Junkerwieſe, 1/192 576/la 113 Acker am Roth⸗ löͤſch, CFF Acker auf der Sauhecke, IX/ 360% 4 Garten auf der Feldwieſe, XII/I77 231 Acker an dem

f. Schloßſtrauch, in der Gemarkung Stumpertenrod

111/175 349[] Klftr. Acker am Stum pertenröderweg, VI 143 Wieſe in der

Köddingswieſe, in der Gemarkung Köddingen verſteigern laſſen. Da das Eigenthum ur⸗ kundlich nicht nachgewieſen werden kann, ſo werden alle Diejenigen, welche an dieſe Grund⸗ ſtücke Eigenthums- oder ſonſtige dingliche An⸗ ſprüche zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche binnen vier Wochen, von heute an, da bier geltend zu machen, widrigenfalls die be reits ausgefertigten Kaufbrieſe beſtätigt werden.

Ulrichſtein den 27. März 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ.

Zimmermanu.

Edfietalla dung. (1 In den hieſigen Hypothekenbüchern ſtehen noch die in Nr. 26 d. Bl. unter(411) verzeichneten Einträge offen, obgleich die Kapi⸗ talien längſt abgetragen ſeyn ſollen, ohne daß

jedoch die deßfallſigen Schuldurkunden vorgelegt werden können. Auf Antrag der dermaligen Be ſietzer der Untpfänder werden daher alle diejeni⸗ gen, welche aus den bezeichneten Schuld⸗ und Pfandverſchreibungen Rechte herleiten zu können vermeinen, aufgefordert, dieſelben ſogewiß bin⸗ nen 60 Tagen von heute an hier anzumelden, als ſonſt die Einträge in den Hppothekenbüchern gelöſcht werden.

Laubach den 25. Februar 1845.

Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ.

Brumhard.

Edictal ladung. (452) Der Gr. Bürgermeiſter Schmiermund von Oberſeibertenrod, Johannes Baſt's Cidam, und ſeine Chefrau Katharina, geb. Baſt, be⸗ abſichtigen einen Theil ihres Grundvermögens einem ihrer Kinder abzutreten. Da ſie das Eigenthum der von ibnen beſeſſen werdenden Immobilien nicht vollſtändig nachweiſen kon⸗ nen, ſo werden alle Diejenigen, welche an das fragliche Grundvermögen, deſſen einzelne Stücke aus dem in der Landgerichts-Regiſtra tur zu Jedermanns Cinſicht offen liegenden Grundbuchsauszuge erſehen werden konnen, Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſpruche machen zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen von heute dahier vorzu bringen und zu begründen, widrigenfalls das Eigenthumsrecht der Genannten an fraglichen Grunbſtücken für anerkannt angenommen und denſelben eine Eigenthumsurkunde ausgefer tigt werden wird.

Ulrichſtein den 31. März 1845. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann.

Edietal ladung.

(453) Nachdem Großh. Hofgericht der Pro⸗ vinz Sberheſſen über den Nachlaß des zu Bu⸗ dingen verſtorbenen Landgerichts-Actuariats gehülfen Johannes Schlegelmilch von Groß⸗ karben den Concurs erkannt hat, ſo werden ſämmtliche Gläubiger zur Anzeige und Rich⸗ tigſtellung ihrer Forderungen, ſowie zum Ver⸗ ſuche eines Arrangements, auf Mittwoch den 30. April l. J., Vor mittags 9 Uhr, unter Androhung des, ohne beſonderes Prä cluſipdecret eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, anher vorgeladen. Groskarben den 25. März 1845. Großh. Heſſ. Lanbgericht daſ. Muhl.

Edictalla dung.

(4570 Die Erben der Kasper Vöhls Wittwe zu Feldkrücken haben nachbenannte Grund ſtuͤcke

1/634 338/29 12[IKlftr. Grabgarten auf den Höfen,

17635 12 Wieſe auf den Höfen,

5 Acker auf der

Lindenwieſe,

v/156 23% 264 Wieſe die Wolfe äcker, 17/117 178/721 503 Acker im Rieben⸗ roth, in der Gemarkung Feldkrücken 1172 234[I] Kiftr. am Berg.

in der Gemarkung Kölzenhain verkauft. Da ſie ihr Eigentbum nachzuweiſen außer Stande ſind, ſo werden Diejenigen, welche an dieſe Grundſtücke Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſpruche bilden zu können glauben, auf Antrag der Verkäufer aufgefor⸗ dert, ihre Anſprüche binnen vier Wochen, von heute an, dahier geltend zu machen, wibrigen falls der Kaufbrief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 29. März 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann.

PVerſteigerung von Bauarbeiten. (476) Donnerſtags den 17. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtwirths Siegfried in Großenbuſeck, die bei Erweiterung der Schullocale daſelbſt er forderlichen Arbeiten, nehmlich:

61 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 756 35 2) Zimmerarbeit 643 59 3) Dachdeckerarbeit 122 38 4) Schreinerarbeit 742 44 5) Schloſſerarbeit 355 14 6) Glaſerarbeit 186 36 7) Weißbinderarbeit 280 5

öffentlich an die Mindeſtfordernden verſteigert werden.

Indem man dieſes hierdurch zur öffent lichen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteige rungsbedingungen in dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen.

Großenbuſeck den 6. April 1845.

Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schwalb.

Das Soolbad zu Nauheim in

der Wetterau

(493) wird in dieſem Jahre am 15. Mai eröffnet werden. In therapeutiſcher Hinſicht baben die hieſigen Soolbäder weſentliche Vor züge vor vielen andern. Vermoge der natur⸗ lichen Temparatur der Sprudelquelle(27 R.) iſt die Soole in den meiſten Fällen ohne vor⸗ bhergehende Erwärmung zum Baden tauglich; ſie erleidet daher vor ihrem Gebrauche keine Zerſetzung und keinen Verluſt an Kohlenſäure. Ihre Wirkſamkeit gegen ſcrofulöſe Krankbeiten, Gicht, Rheumatismus, chroniſche Unterleibs beſchwerden, bösartige Flechten, Haut- und Nervenſchwäche ꝛc. dc. kann ganz vorzüglich empfohlen werden und wird, nach Bedürfniß, durch einen Zuſatz von ſehr guter Mutter⸗ lauge, welche die hieſige Saline in großer Menge liefert, verſtärkt. Außer einem großen Reichthum an feſten Beſtandtheilen, nament⸗