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ntlelligenz-Olatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen.
Das„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1845, ganz in derſelben Weiſe w
Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie für ½ Jahr 40 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt d Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pe
beziehen).
Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr., für die zwei
3 5. Mittwoch, den 15. Januar
ie im Jahre 1844, wöchentlich
bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr. 5 das Intelligenz⸗Blatt, nach einer r. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter fuͤr 48 kr. zu
zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir ein n, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnü zige Aufſätze werden ſtets mit ik für mein Blatt angenommen. 588 9 Friedberg. C. Bindernagel. ) Für denſelben Preis liefere ich das Blatt wöchentlich zweimal auch durch meinen Boten nach Melbach, Södel, Wölfersheim, Berſtadt, Utphe, Inheiden und Hungen, und wöchentlich einmal nach Rodheim, Nidda, Salzhauſen, Geisnidda, Schzell, Gettenau, Heuchelheim, Weckesheim und Beienheim. 8
Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Errichtung eines den in den Feldzügen von 1792 bis 1815 gefallenen heſſiſchen Kriegern gewidmeten Denkmals. Indem ich Ihnen die nachſtehende Einladung noch— malen mittheile, beauftrage ich Sie, ſolche möͤglichſt zu ver⸗ offentlichen zu ſuchen, zur Subſcription einzuladen und die Liſten mit den ſubſcribirten Beträgen binnen 14 Tageu an— her einzuſenden, wobei ich noch anfüge, daß jeder Subſcri— bent, welcher 48 kr. und mehr als Beitrag zahlt, ein Ex— emplar der herausgegebenen Lithographie über das zu er— richtende Denkmal gratis erhält, diejenigen aber, welche weniger oder gar keinen Beitrag zahlen, und dennoch ein Exemplar zu haben wünſchen, bezahlen 12 kr. für daſſelbe. Grünberg den 26. Dezember 1844. ier
Einladung
zur Errichtung eines dem Andenken der in den Feld— zügen von 1792 bis 1815 gefallenen heſſiſchen
Kriegern gewidmeten Denkmals.
Fünf und zwanzig Jahre ſind vorüber, ſeit die heſſi⸗ ſchen Krieger zum letztenmale ihre ſiegreichen Banner, in ernſter Gelegenheit ſich entrollen ſahen. Fünf und zwanzig Jahre haben uns nach einer ſturmbewegten Zeit, Gelegen—
heit gegeben, auch die Segnungen eines dauernden und glor⸗ reichen Friedens kennen zu lernen, ſo wie ſie uns den Be— weis geliefert, daß der Deutſchen Waffenthat nicht klanglos verhalt, ſondern in gutem Andenken bei unſern Feinden ver— blieben iſt, und ſie abgehalten von den Gränzen unſerer vaterländiſchen Gauen, obgleich ihre gierigen Blicke jenſeits der Marken ihres Landes ſtreifen mochten.
Von jeher wurde uns die Ehre zu Theil zu den Gränz⸗ wächtern des deutſchen Landes gezählt zu werden, und daß Heſſen ſeinen alten Ruf, den Ruf der Ehre, der Treue, Unerſchrockenheit, Tapferkeit und Ausdauer, auch in den ſpäteren Zeiten bewährt habe, davon zeigen die Schlachtge— filde von Tournay, Engelmünſter, Boxtel, Neuwied und Bendorfz von Graudenz, Jena, Mühldorf, Linz, Ebersberg, Aspern, Wagram, Regensbu g, Smo⸗ lensk, Moſaisk, an der Bereſina, Wilaika, Wilna, Lützen, Bautzen, Leipzig, Limonay und Straßburg;
von Talarera, Almonacit, Manzanares, Ocana, Montalban und Badajoz.— Ueberall der Heſſe ehrlich
und treu im Wort, tapfer in der That. Viele jener Tapferen, welche in jenen
heſſiſche Ehre zu bewahren wußten, und di
hten die n d höchſte Gut: die Freiheit Deutſchlands, die Freiheit unſeres Vater— landes vorbereiten und erringen zu helfen, f
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en Sin⸗ ugen zu den velche fort
en Stolz einer mächtigen Nation ſchufen. Jene Edlen, ſie haben ihre Pflicht in der ſchöͤnſten Bedeutung des Wortes vollbracht. Die Dankbarkeit fordert nunmehr auch von uns, ihr Andenken zu ehren und ihre Namen nicht in ſchimpflicher Vergeſſen⸗
nes, Blut“ und Leben aufopferten, ſind heimgega
und fort im Liede der D


