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9 Jahre auch zum Abgeordneten der
kadt Friedberg gewählt, welche
eiden letzten Würden er bis zum Augenblicke ſeines Todes ununterbrochen beibehielt. Als Bürgermeiſter hatte Herr Fritz die weſentlichſten Verdienſte um den Wohlſtand der Stadt und wenn er, guf dem Landtage zunächſt auch berufen war, die Intereſſen ſeines Wahlbezirkes zu vertreten, ſo war er doch auch Volksvertreter im weiteren Sine des Wort. Er huldigte ſtets den Grundſätzen des geſetzlichen Fortſchrittes auch in ſtaatlichen Einrich⸗ tungen und machte dieſelben Uberall da, wo er Gelegenheit dazu fand, geltend. Wie weit er ſich aber von aller parteiiſchen Einſeitigkeit ferne hielt und daß er ſeinem Fürſten nicht weniger tren ergeben war, als er für das Wohl der Stadt und des Staates zu wirken ſich bemühte, geht ſchon daraus hervor, daß er von Sr. königl. Hoheit dem Großherzog im Jahre 1830 eine große goldene Doſe mit Brillanten erhielt, die ihm ſoviel wie Ordensſchmuck gal.— In der Nacht vom 8. auf den 9. d. M. wurde der Leichnam des Entſchlafenen von Darmſtadt nach Friedberg gebracht, hierſelbſt Morgens um 7 Uhr unter Glockengeläute von den Familien⸗ 9 1 und dem Stadtrathe vor dem Thore empfangen und im
athhauſe bis um 4 Uhr Nachmittags ausgeſtellt, liche Beerdigung Statt fand. Die Angehörigen, die meiſten Bürger, die Militär⸗ und Civilbeamten der Stadt begleiteten den Sarg zum Grabe und, nachdem der hieſige Singverein das Lied:„Wie ſie ſo ſanft ruhen“
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wurde er zum Beigeordneten, 1825 aber zum Bürgermeiſter und im fol⸗
3. April in Nr.
wo dann die feier⸗
geſungen hatte, ſprach Herr Prof. Dr. Fertſch erhebende Worte über den paſſend gewählten Text: Sir. 40, 19.„Die Stadt beſſern machet
ein ewig Gedächtniß.“
Wieder klangen dann die Verſe voll Troſt
und Kraft:„Auferſtehn, ja auferſtehn“ und man ließ den Leib der
Erde, von der er genommen war, auf den Tag der Zukunft unſeres Herrn
ſucht worden und Noth baldiger und
Aufforderung.
Es iſt aus den öffentlichen Blättern hinreichend be⸗ kannt, wie ſchwer ſehr viele Gemeinden des Großherzogthums in dieſen Tagen durch große Ueberſchwemmungen heimge⸗ wie die ſo hart Beſchädigten in ihrer kräftiger Unterſtützung dringend bedürfen.
Unter Bezugnahme auf den, von dem in Darmſtadt ſich gebildet habenden Comitee zur Unterſtützung der von Waſſersnoth Bedrängten im Großherzogthum Heſſen unterm 95 der Großh. Zeitung erlaſſenen Aufruf an alle Menſchenfreunde im Großherzogthum, erklären die Unterzeichneten ſich bereit, jede Gabe, welche Menſchen⸗ freunde zur Milderung der Noth ihren Mitbürgern beizu— ſteuern geſonnen ſind, in Empfang zu nehmen und an das Comitee in Darmſtadt zu befördern, wobei ſie wiederholen, daß ſchnelle Hülfe beſonders wünſchenswerth iſt.
Grünberg im April 1845.
Bötticher, Rentamtmann. Budden, Steuercommiſſär. Ouvrier, Kreisrath.
F. Steinberger, Pfarrer.
Jeſu Chriſti.— Sanft ruhe die Aſche des Verſtorbenen und zu einer
fröhlichen Urſtänd wolle ihm Gott in Gnaden verhelfen. Stellen, die durch ſeinen Tod erledigt worden ſind— was von dem ge⸗ ſunden Sinne der hiefigen Bürgerſchaft kaum auders zu erwarten ſteht— auf recht würdige Weiſe bald wieder beſetzt und auch künftighin die Wohl⸗ fahrt der Stadt in allen leiblichen und geiſtigen Dingen kraftvoll und ohne
Eigennutz gefördert werden!—
Mögen die an 55 ſtatt von 55.
Bie iſchtimg un g In Nr. 27 d. Bl. leſe man auf erſten Seite, Spalte 2, Zeile 3,
Fuͤr die Waſſerbeſchädigten iſt bei Unterzeichnetem eingegangen: von K. 1 fl. 30 kr.
C. Bindernagel.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
a
Verſteigerung. (430) Montag den 14. l. M., Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armen⸗ fond 50 bis 60 Malter Korn und 20 bis 2⁵ Mltr. Gerſte zweimalterweiſe öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert.
Friedberg den 3. April 1845. Der Beigeordnete Bender.
Holz-Verſteigerung. (AS) Montag den 14. April l. J., Por⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in dem Gräfl. Solms⸗ Rödelheim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nach— folgende Holz, nämlich: 5 Stecken buchen Aſtprügel,
18 5 eichen Stockholz,
316„ gemiſchte Durchforſtungsreiſer, 8 Stück eichen Stangen(Werkholz), 20„ buchen 07„
100„„.(Nutzholz),
500 Wellen Dorn,
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 5. April 1845.
Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung.
Verſteigerung.
(468) Künftigen Montag den 14. April l. I., Vormittags um 11 Ubr, ſoll die Herſtel⸗ lung der an der Straße zwiſchen dem Ilben⸗ ſtädter Chauſſeebaus und Aſſenheim beſchädig⸗ ten Böſchungen öffentlich an die Wenigſtneh⸗ menden an Ort und Stelle verſteigert werden. Indem man dieſes hierdurch zur öffentlichen Renntniß bringt, bemerkt man noch, daß mit der Verſteigerung am Ilbenſtädter Chauſſee⸗ haus der Anfang gemacht werden ſoll. Friedberg den 7. April 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen.
Arbeits-Verſteigerung.
(469) Montag den 14. d. M., Vormittags 11 Ubr, ſollen die Unterhaltungsarbeiten, ſo wie die Lieferung der Unterhaltungsſteine, an den Vicinalwegen in der Gemarkung Aſſen⸗ heim für 1845 auf dem Bürgermeiſterei. Bureau zu Aſſenheim an den Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 7. April 1845. J. A. der Wegaufſeher Gatzert.
Holz ⸗Verſteigerung. (470) Dienſtag den 15. d. M., Nachmittags 5 Uhr, werden auf dem hieſigen Burgwalle 19 Haufen Lindenreiſer und einige Stämme
Steinobſtbaͤume öffentlich verſteigert.
Friedberg den 9. April 1845.
Der Großh. Domänenrath
Bu ß.
Eddie tal lia dun g
(4710 In Folge Concurserkenntniſſes wer den die Gläubiger des Johannes Lemp von Niederbeſſingen auf 5 Montag den 2. Juni, Morgens 10 Uhr, unter dem Anhang geladen, daß wer nicht er⸗ ſcheint, ohne weitere Bekanntmachung, ſich als ausgeſchloſſen zu betrachten hat. Hungen den 5. April 1845. Gr. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann.
Edietal ladung.
(4720 Kasper Scharmann zu Ulrichſtein be⸗ ſitzt nachbenannte Grundſtüͤcke: a) in Ulrichſteiner Gemarkung: 147/56 X/ 316,2 UKlftr. Acker am Eck⸗ mannshain, b) in Feldkrücker Gemarkung: e 117[IKlftr. Wieſe in der Roth⸗ wieſe, 315/11 X/ 622[IKlftr. Wieſe daſelbſt, 313/2 X/25 333[IKlftr. Wieſe daſelbſt, die ihm von ſeinem Vater, Johannes Schar⸗ mann, durch einen mit demſelben errichteten
Verpflegungsvertrag überlaſſen worden ſind. Da er den behaupteten Erwerbsgrund urkund⸗ lich nicht nachweiſen kann, ſo werden Dieje⸗ gen, welche an die fraglichen Grundſtücke Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden wollen, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von beute an, dahier geltend zu machen, widrigenfalls das Eigenthumsrecht des Genannnten für anerkannt angeſehen und ihm eine daſſelbe beſcheinigende Urkunde zugefertigt werden wird. Ülrichſtein den 1. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann.
Edietalladung.“
(173) Anna Eliſe, Jobannes Freienſehners II. Ehefrau, geb. Rühl, und deren Schweſter, Eliſabethe Rübl dahier, beſitzen die ihnen an⸗ geblich von Konrad Müllers Wittwe von der Schmittmühle, bei Ulrichſtein, vermachten, in 9 Gemarkung gelegenen, Grundſtücke, als: 180% XXIJ/94 274,8 IKlftr. Wald in Stücken, XXII/9o7 1965,86 LIKlftr. Wieſe in den Strümpf, 180% XXII/92 643[IKlſtr. Acker in Stücken, 47 1V/53 404,7[IKlftr. Wieſe die Grund⸗ mühle, Ne 720[IKlftr. Acker am Krummen⸗ Acker, können aber den behaupteten Erwerbsgrund, wegen angeblicher Vernichtung der darüber ſprechenden Acten, gelegentlich der im Jahr 1830 in Schotten ſtattgebabten tumultuari⸗ ſchen Auftritte, nicht beweiſen. Auf ihren Antrag werden Diejenigen, welche an die frag⸗ lichen Grundſtücke Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von beute an, dahier geltend zu machen, widrigen⸗ falls das Eigenthumsrecht der Genannten für anerkannt angenommen und eine, dieß be⸗ ſcheinigende Urkunde ausgeſtellt werden wird. ulrichſtein den 1. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann.
Schreinetarde Schloſſetacde Weißdinderg
Poranſch dem Buren Baubezirks
Oberrosb
Verſte (4700 do lags um! Gaſtwirtos S bei Erweiteru forderlichen
1) Maurer 9 Zimmer 3) Dachdec 0) Schrein 5) Schloſſe 6) Glaſera 7) Weiß bi. öffentlich an werden. Indem Uchen Kennt


