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der Generalverſammlung, an 7 Pfleglinge von 1842 mit 142 fl. und an 39 von 1843 mit 627 fl. 39 kr. weitere erſte Unterſtützungen, als deren würdig oder bei ihnen wohl angewendet, verabreicht; auch bereits 141 neue mit 1187 fl. 27 kr. unterſtüßt.— Die Anzahl der Vereing⸗ mitglieder von 1842 und 1843 betrug 1772(,. d. ſpec. Ueberſicht S. 1555 d. Grßb. Heſſ. Zig. von 1843.) Hiervon gingen 1843 durch frei⸗ willigen Austritt 42, durch Tod 23, zuſ. 65 ab; dagegen traten 86 neu ein.— Gegenwärtig iſt die Mitgliederzahl 1822(905 in Starkenburg, 419 in Oberheſſen, 498 in Rheinheſſen). Ein ſpecielles Verzeichniß der Mitglieder der Bezirkscommiſſionen wurde vorgelegt Mehrere der⸗ felben waren auf ihr Verlangen und mit Ermächtigung des Vereinsaus⸗ ſchuſfes verſtärkt worden, theils um denſelben die Geſchäfte zu erleich⸗ tern, dann auch um das Intereſſe für die gute Sache bei einer größeren Anzahl von Vereinsmitgliedern noch mehr zu beleben und zu ſteigern.— „Die Wirkſamkeiſt des Vereins in den erſten 2 Jahren ſeines Beſte⸗ bens(1842 und 1843) ſprach der Hr. Präſident, muß ſich für jeden Un⸗ befangenen als befriedigend, ja für den Menſchenfreund als über alle Erwartungen erfreulich darſtellen. Es ſtehen jedoch noch ſchönere und grö⸗ ßere Reſultate von des Vereins Wirken in ſicherer Ausſicht, wenn alle Bezirksvereins⸗Commiſſionen in Erſtrebung des Vereinszwecks und in Er⸗ füllung der ihnen nach§. 18. der Statuten auferlegten und übernomme⸗ nen Verpflichtungen von gleichem unermüdlichen Eifer ſich anfachen und leiten laſſen, nicht ſo leicht an der Aufrichtung und Zurechtweiſung der Gefallenen oder Verirrten verzweifeln und beſonders deren moraliſche Beſ— ſerung, ſonach auch vor allem deren moraliſche Unterſtützung, und die ma⸗ terielle nur als nothwendige Beihülfe hierzu vor Augen haben und zu er- wirken ſuchen, und wenn daher auch darauf dieſelben bei Beſtellung der Aufſeher vorzüglich Bedacht nehmen, wenn die gewählten Aufſeher, von dem Werthe und der Wichtigkeit der Vereins-Tendenz durchdrungen, mit Luſt und Liebe ſich den ihnen nach§. 19 der Statuten zugewieſenen Ver⸗ bindlichkeiten unterziehen, wenn die Geiſtlichen, in Bezug auf die beabſich⸗ tigte moraliſche Erhebung der Vereinspfleglinge, als zunächſt in ihrem Beruf, in die ihnen anvertraute Seelſorge einſchlagend, ſich beſonders werkthätig beweiſen und wenn endlich auch die Vereinsglieder noch mehr erwägen und bedenken, daß es keineswegs ſchon mit Geldbeiträgen zur Vereinskaſſe Behufs dringend nöthiger materiellen Unterſtützung gethan ſei, vielmehr zur Beförderung und größeren Erzielung des Vereinszwecks auch noch andere Mitwirkung und Hülfeleiſtung ihrerſeits gehöre und ſta⸗ tutenmäßig erfordert werde.— Eine ſolche Zuſammenwirkung im Sinne der Vereinsſtiftung, der achten Menſchenfreundlichkeit, Religion und wahrer Gottesverehrung würde wahrlich bald auch noch manche übrigen Zweifler,— daß der einmal dem Verbrechen Heimgefallene oder ſich geneigt Gezeigte nicht zu beſſern und in der Beziehung freundliche Handreichung, Verſtän⸗ digung und Belehrung verloren ſei,— ſo wie auch noch manchen Un⸗ gläubigen,— daß nur dann in lohnendem Maße der Vereinszweck zu verfolgen und zu erreichen ſei, wenn nach den bekannten neueren Syſte⸗ men zweckmäßigere, mehr auf Beſſerung berechnete Strafanſtalten und neben ſolchen auch noch Arbeitshäuſer errichtet erſcheinen,— bekehren, für den Verein und die doch allein richtige und des religioſen Menſchen würdige und angemeſſene Anſicht gewinnen, daß wenn ſelbſt auch bei einem und dem anderen Gefallenen die Aufrichtung vergeblich verſucht werde, doch darum der Verſuch zur Rettung und Wiederverſöhnung der Gefallenen mit ſich und der Welt nicht zu unterlaſſen und daß für ſolches Streben in dem Bewußtſein, die Menſchenpflicht getreulich erfüllt zu haben, und in den glücklichen Verſuchen, in welcher Zahl dieſe auch nur gerathen mögen,
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4+A4· reichlicher reeller Lohn liegt.“— Der Herr Präſident bemerkte ſodann noch, daß um den ſtatutenmäßigen Vo ranſchlag fürs nächſte Jahr zu entwerfen noch längere Erfahrungen erfordert würden, als die bis⸗ herigen; die Verwaltungskoſten aber würden ungefähr dieſelben bleiben Die Verſammlung genehmigte dies.—(Schluß folgt.)
Guſtav- Adolf Stiftung.
Schon öfter ſind von mir Sammelbüchlein für einmalige Beiträge zur G. A. St. verlangt worden, ohne daß ich im Stande war, die betreffenden Wünſche zu befrie⸗ digen. Da ich nun aber geſtern durch die Vermittelung des Heſſiſchen Hauptvereins eine Anzahl genannter Büch⸗ lein vom Centralcomitè in Leipzig empfangen habe, ſo verfehle ich nicht, dieß hiermit zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und werde zur Abgabe derſelben wie auch zu jeder auf ihren Gebrauch bezüglichen Auseinanderſetzung jederzeit mit Vergnügen bereit ſein.
Friedberg am 27. December 1844.
L. Matthias, Seecretär.
Beſchei nigung.
Ueber die an das Comité für die Abgebrannten zu Dierlammen geſandten, in dieſem Blatte ſchon früher einzeln angeführten milden Bei⸗ träge(4 fl.) iſt der Unterzeichneten ein Dankſagungsſchreiben zugegangen, welches den resp. Intereſſenten zur Einſicht offen ſteht.
Friedberg den 1. Januar 1845.
Die Expedition d. Bl.
Gr I 4 rau ng.
Für die arme, in hoffnungsloſes Siechthum verfallene Eva Drom⸗ mershauſen dahier ſind durch Unterzeichneten auf dem Wege der Einſamm⸗ lung eingegangen 14 Gulden 24 Kreuzer, welcher Ertrag unterm heutigen an Gr. Pfarramt dahier unter Darlegung des Beiträgever⸗ zeichniſſes zur Unterſtützung der Hülfsbedürftigen übermacht worden.
Indem ich mich den milden Gebern zu dieſer Auskunft verpflichtet fühle, ergreife ich dieſe Gelegenheit denſelben zugleich für die durchgängig ſo willig dargereichte Liebesgabe im Namen der Unglücklichen den ver⸗ bindlichſten Dank auszudrücken.
Vilbel den 28. Dezember 1844.
Mertz, Lehrer.
Für die armen Felsberger ſind eingegangen: v. H. 1 fl.; v. Buchb. Weiß 30 kr.; v. G. H. 1 fl. 45 kr.; v. Lehrer Alles in einer Geſellſchaft zu Fauerbach II. am Syl⸗ veſterabend geſammelt 1 fl. 36 kr.; durch Adv. Trapp III, v. einem Un⸗ genannten 1 fl. 45 kr.; durch Landrichter Hofmann v. einem Ungenannten 2 fl. 42 kr.; v. K. Sch. 30 kr.; von 2 Kindern 35 kr.; zuſammen 10 fl. 23 kr., deren Empfang den freundl. Gebern mit herzl. Danke beſcheinigt Friedberg am 1. Januar 1845. L. Matthias, Caſſier.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
Err Bekanntmaſchung.
(1637) Nach Beſchluß des Gemeinderaths vom 15. d. M. ſoll das durch das Handlungs— haus Herrn Simon Lindheimer zu Fried⸗ berg ad 12,000 fl. zu 4% Zinſen gemachte Anlehen, wovon noch nachbenannte Nummern zurückſtehen, Rb 7. 8 9. 11.2 13. 14. ee eee. 33. 34. 35. 36. 37. 39. 40. 42. 43. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57. 58. 60. zuſammen 9,200 fl. zurückbezahlt werden, welches mit dem Anfügen den Inhabern be— kannt gemacht wird, daß ſie den Betrag bei obigem Handlungshaus in Empfang nehmen wollen, und vom 1. April 1845 an keine wei— teren Zinſen mehr vergütet werden. Bleſchenbach am 16. Dezember 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Deckmann.
Verpachtung. (2) Auf Antragen der Curatoren der Bret— hauers Kinder ſoll Montag den 6. Januar 1845, Vormittags um 11 Ubr, in hieſigem Rathhauſe deren Gartenſtück beſtehend in 74% Ruthen zugemachtem Garten mit Obſtbäumen am Riedweg u. ſ. w., 4 Ruthen Baumſtücke an dem Wieſenwege und 40 Rutben Baum⸗ ſtücke im Ohrloch in der Gemarkung Burg— Friedberg öffentlich meiſtbietend auf 6 Jahre verpachtet werden. Friedberg den 23. December 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.
348 fl. Kapital (13) liegen in hieſiger Gemeinde- und Le— gaten⸗Kaſſe, gegen gerichtliche Hypothek zum Ausleihen bereit.
Niederrosbach am 28. Dezember 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann.
Verpachtung.
(3) Montag den 6. Januar 1845, Morgens um 10 Uhr, will Frau Geheimekirchenrath Fertſch ihre in der Gemarkung Burg-Friedberg
liegende Güterſtücke auf 8 Jahre öffentlich meiſtbietend in hieſigem Rathhauſe verpachten laſſen, als: 52 Ruthen im kleinen Ohrloch, 9% Ruth. in der Kohlgewann, 20 Ruthen Kappesgarten, 16 Ruthen in der Kohlgewann, 2% Ruthen daſelbſt und am Gemeineweg, 82 Ruthen Garten in der Kohlgewann mit
Bäumen und einer Hecke umgeben.
Friedberg den 24. December 1844.
Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter
D. Fritz.
Poſt zwiſchen Frankfurt und Rödelheim.
(10 Es wird zur Kenntniß des Publikums gebracht, daß in Rödelheim eine Poſtexpedition errichtet und zwiſchen Rödelheim und Frank⸗ furt eine täglich dreimalige Brief,, Päckerei⸗ und Perſonenpoſt hergeſtellt worden iſt, deren Abgang aus Frankfurt Morgens 6½ Uhr, Mittags 12 75 Abends 6 75 Statt findet.
aus Rödelheim Morgens 7 Uhr, Mittags 12½„ Abends 6½„


