Bekanntmachung.
(8) Es ſollen 400 Malter Korn für die hie⸗ ſige Saline, auf dem Wege der Soumiſſion, von dem Mindeſtfordernden angekauft werden. Luſttragende haben daher ibre Anerbietungen längſteus bis zum 7. Januar k. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, verſiegelt, unter der Adreſſe des unterzeichneten kurfürſtlichen Salzamts, und
mit der Aufſchrift;„Kornverſteigerung betref⸗
fend“ dahier abzugeben. An dem gedachten Tage, Vormittags 10 Uhr, werden die einge— gangenen Soumiſſionen eröffnet, wobei die Soumittenten oder deren Stellvertreter zuge— gen ſein können. Hierbei wird bemerkt, daß 1. auch Offerten auf kleinere Lieferungs⸗ quantitäten, als oben angegeben, jedoch nicht unter 100 Malter, berückſichtigt werden; 2. Seitens der Soumittenten keinerlei Be— dingungen geſtellt werden dürfen; 3. der Zuſchlag vorbehalten bleibt und 4. die Lieferungsbedingungen täglich im Ac— tuariate des unterzeichneten Salzamts eingeſehen werden können. Nauheim den 25. December 1844. Kurfürſtliches Salzamt. Schäffer. Schmincke. Dunker. F. Schreiber.
Bekanntmachung⸗
(6) Montag den 6. Januar 1845 ſollen in hieſigem Gemeinde-Wald, Vormittags 10 Uhr, im Diſtrikt Hetzberg 45 Stecken buchen Scheit holz, 8 Stecken dergleichen Prügelholz, 12 Stecken dergleichen Stockholz, 150 Stück buchen Wellen, meiſtbietend verſteigert werden. Heldenbergen den 28. December 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly.
Holz ⸗Verſteigerung. (7) Freitag den 3. Januar 1845, Fruͤb 9 Uhr, werden im Diſtrikte Dickerbuſch anfan— gend, 15¼ Stecken Birkenſcheitholz, 76¼ Stecken verſchiedenes Prügelbolz, 28 Stecken Birkenſtockholz, 10,975 verſchiedene Reißer— wellen, 80 Stück Birkenſtangen und 184 Stück dergl. Nutzgerten an den Meiſtbieten⸗ den öffentlich verſteigert. 5 Gegen Bürgſchein wird bis Ende Februar Zahlungsfriſt gegeben. Ockſtadt am 27. Dezember 1844. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt ire
NN
Privat⸗ Bekanntmachungen.
Einladung.
(S) um die Beſeitigung der dem landwirth⸗ ſchaftlichen Branntweinbrennereibetrieb entge— genſtehenden Hinderniſſe auf dem gegenwärti⸗ gen Landtag durch die betreffenden Deputirten zu beantragen, erſcheint eine deßfallſige Bera⸗ thung wünſchenswerth, zu welcher diejenigen Oeconomen, welche ſich hierbei intereſſiren, auf Mittwoch den 8. Januar k. J., Vormittags um 10 Uhr, in das Gaſthaus des Herrn L. C. Trapp in Friedberg hiermit eingeladen werden. Zugleich wird der Wunſch ausgeſprochen, daß auch Landtagsdeputirten der Verſamm⸗ lung beiwohnen möchten. Mehrere Brennereibeſitzer.
Ein 4½äbriger Faſelochs
it zu verkaufen bei L. Kunz 1. in Holz. hauſen.
„„ 4 c.
Empfehlung.
100 Indem ich mein Material-, Spezerei⸗ und Farbwaaren⸗Geſchäft hiermit in empfehlende Erinnerung bringe, mache ich ein geehrtes Publikum noch beſonders auf meine nachſtebende, theils ſelbſt bereitete, theils direkt bezogene Artikel aufmerkſam und empfehle dieſelben zu den billigſten Preisen. Feinſte Punſch⸗ und Grog⸗Eſſenz
in ganzen Flaſchen und im Anbruch, pr. Flaſche 1 fl. 12 kr., Biſchoff⸗Eſſenz, Rum de Jamaica, Arac de Batavia, Cognac, Anis, weißen und rothen Doppelkümmel, Magenbitter, Pfeffermünz, Doppelwachholder und ſonſtige Ligueurs; auch habe ich ſtets einen ſehr guten ordinären Brandwein vorräthig. Ferner feinſte Dampf-Chocolade mit und ohne Gewürz pr. pfd. 24 kr. bis 1 fl. 12 kr., beſten grünen und ſchwarzen Thee und Vanille, Machs⸗ und Stearin⸗Tafellichter, Cigarren aus den vorzüglichſten Fabriken von 40 kr. bis zu 4 fl. pr. 100 Kiſtchen, Rollenvarinas und ſonſtige feine Tabacke, namentlich einen ausgezeichneten holländiſchen Taback in 5⸗Pfd.⸗Beutel pr. Pfd. 36 kr. Braunſchweiger und Uelzner Flachs von vorzüglicher Qualität und äußerſt billig.
Auch habe ich eine Niederlage in ächtem Cölniſchen Waſſer, welches ich hiermit
ebenfalls empfehle. H. Hahn in Friedberg. Zu gefälliger Beachtung.
Um den Verkehr mit meinen Geſchäftsfreunden in der Gegend von Hungen und Nidda zu erleichtern, werde ich zu Anfang 1845 folgende expreſſe Botengange einrichten:
1) Wöchentlich an jedem Dienſtage geht mein Bote von hier über die Orte Melbach, Södel, Wolfersheim, Berſtadt, Utphe und Inheiden nach Hungen und von da über Rodheim nach Nidda, wo derſelbe übernachtet.
2) Am folgenden Tage, Mittwochs, kehrt dieſer Bote über Salzhauſen, Geisnidda, Echzell, Gettenau, Heuchelheim, Weckes— heim, Beienheim und Dorheim hierher zurück.
3) Wöchentlich an jedem Freitage geht mein Bote über die unter 1) genannten Orte nach Hungen und kehrt am nämlichen Tage auf demſelben Wege zurück.
Gefällige Aufträge für meine Buchhandlung, Buchdruckerei oder Lithographie können, in Uebereinſtimmung mit den Herrn Bürgermei⸗ ſtern, auf den Bürgermeiſterei-Büreaus der genannten Orte, in Hungen bei Hrn. Kreisbüreaugehülfen Funk und in Nidda bei Hrn. Buchbinder Trebes abgegeben werden.
Indem ich noch darauf aufmerkſam mache, daß das„Wetterauer Sonntagsblatt“ durch dieſen Boten bezogen pr. Semeſter 24 kr., das„Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen“ pr. Semeſter 48 kr., pr. ganzes Jahr 1 fl. 24 kr. koſtet, empfehle ich bei dieſer Ver⸗ anlaſſung mein Geſchäft wiederholt geneigter Berückſichtigung und verfehle nicht zu bemerken, daß der Bote in meinem Dienſte ſteht und deßhalb ohne meine Zuſtimmung für niemand Anderes Aufträge übernehmen darf.
Friedberg. E. Bindernagel.
Ge ſ uch.
(1632) Auf hieſigem Hofe wird ein tüchtiger Brenner geſucht, und kann derſelbe alsbald eintreten. Nur Brenner mit ſehr guten Zeug⸗ niſſen wollen ſich melden. Burghof Cleeberg bei Butzbach, den 17. Dezember 1844. Der Freiherrlich v. Bibraiſche Oberverwalter Fu ſch s.
Empfehlung. (11) Bei unterzeichneten ſind auf kommende Oſtern 1845 Matzen, Homburger Gewicht das Pfund zu 8½ kr., dabier abgeholt, zu haben, Beſtellungen werden darauf bis zum Februar 1845 angenommen. Homburg v. d. H. den 22. Dec. 1844. Joh. Kuttner, Max Emden, Bäckermeiſter.
Ein Wagentuch 5 (120 wurde Montag den 23. Dec., des Mor⸗ gens zwiſchen 4 und 6 Uhr, auf dem Wege von dem Ilbenſtädter Chauſſeehauſe bis an die ſ. g. Neuherberge verloren. Der redliche Finder wolle daſſelbe gegen eine Belohnung an die Expedition d. Bl. abgeben.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Neujahrstag 1845. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Rappold.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bendernagel in Friedberg.
LTLitel und Inhaltsverzeichniß des Intelligenzblattes vom Jahrgang 1844 werden nachgeliefert.


