*
engen
A
Wei Wein
697% daß der Inn nit ſtinkt, i bin ä g'borner Salzburger und weiß es gonz g'nau; es ſind holt die Wollgrob'n, die aber der Inn ſtinkt nit!/—
nen im Sommer,
* *
24 In unſerer Wetterau ſind in vielen Orten Sprüche In die Häuſer geſchrieben, die Segenswünſche, theils fuͤr theils für die Bewohner deſſelben enthal⸗ en In anderen Gegenden unſeres Vaterlandes beſteht ier Sitte gleichfalls und da las man
al Haus ſelbſt,
derſe die Verſe:
Behüt' uns Gott zu jeder Zeit Vor Maurer und vor Zimmerleut', Vor Doktor und Balbierer— Das ſein vier böſe Thierer.
* *
o Jemand beſuchte den Harz. ſame der Fuhrer: hing, mein Herr! aus Quedlinburg.“
* *
„„Johann,“ ſagte ein Bedienter zu einem andern, Heißt du, welches das unempfindlichſte Glied an deinem
Beim Mägdeſprung „Hier hat ſich ein Mädchen hinabgeſtürzt.“ „eus Melancholie?“ fragte der Gefährte.
% 275.
Herrn iſt?— Die Naſe, denn ſo lange an derſelben herum und er merkt's doch nicht.“
ſeine Frau führt ihn ſchon
Bitte an edle Menſchenfreunde. In der Nacht vom 18. auf den 19. dieſes Monats betraf die
denn an einem
Gemeinde Dierlammen im Landrathsbezirk Lauterbach ein furchtbares Brandunglück. In einer Scheuer im oberen Theil des Dorfes brach das Feuer um 12 Uhr aus, welches bei dem ſolcher Schnelligkeit um ſich“ griff, daß,
herbeikommen konnte, innerhalb einer halben Stunde bereits achzehn Wohn⸗— häuſer mit allen Oekonomie- und Nebengebäuden in vollen Flammen ſtanden, welche auch gänzlich niederbrannten. dieſen Brand nicht mur obdachlos geworden, ſondern haben auch bei der Schnelligkeit, womit das Feuer um ſich griff, verloren, und zwar in der Art, daß der größte Theil davon nicht ein⸗
heftig wüthenden Sturme mit ehe noch die erforderliche Hülfe 124 Perſonen ſind durch
ihre ſämmtlichen Mobilien
mal ſo viel retten konnte, um ihren Körper bedecken zu können. Alle edle Menſchenfreunde, welche freiwillig zur Linderung dieſer
Noth beizutragen bereit find, werden höflichſt erſucht,
die Unterzeichneten,
ihre Beiträge an
welche ſich zur Empfangnahme, gewiſſenhafter Ver⸗
wendung und öffentlicher Ablegung der Rechnung bereit erklären, oder
„Um Verzei⸗
an die Expedition dieſes Blattes ſenden zu wollen.— Lauterbach, den 22. Auguſt 1844. Volprecht Riedeſel zu Eiſenbach. W. Fröhlich, Landrath.
Mylius, Landrichter. F. Dieffenbach, Rentmeiſter. Rauſch Poſtmeiſter. Eifert, Bürgermeiſter.
Berichtigung.
In Nro. 68. dieſes Blattes Seite 271, Spalte 1, Zeile 19 v. o. ſollte 1718 ſtehen ſtatt 1778.
bekanntmachungen von Be⸗
hoͤrden.
rr
Arbeits- Verſteigerung. 112) Dienſtag den 3. September l. J., dormitfags um 11 uhr, ſollen in der Woh⸗ tung des Gaſthalters Höck zu Steinbach Candgerichtsbezirks Rödelheim) die Chauſſi⸗ rungsarbeiten der Staatsſtraße durch die Ge⸗
tarkung Steinbach nochmals öffentlich an die
Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 22. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Bekanntmachung.
1111S) unter Bezugnahme auf die in Nr. S. und 46. d. Int.⸗Bl. geſchehene Bekannt⸗ nachung vom 1. Juni d. J. wird nochmals ur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß auf zm hieſigen Werk der Preis der Kohlen bis uf weitere Beſtimmung gegen Baar zah⸗ ung auf 10 kr, gegen genügende Bürgſcheine inter bisherigen Bedingungen auf 11 kr. pr. Sentner feſtgeſetzt worden iſt.
Auch iſt das Brückengeld in Oſſenheim und zauerbach für die vom hieſigen Werk bezoge— nen Kohlen abgelöſet, und haben die Fubr⸗ eute nur ihre Büchelchen oder Abfuhrſcheine ven Brückengeldempfängern vorzuzeigen
Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei
Dornaſſenheim am 22. Aug. 1844.
r. Schmidt,
Bergverwalter.
Schaafpferche-Verſteigerung. (1119) Freitag den 6. September, Vor- mittags um 41 ubr, ſollen in hieſigem Rath⸗ ſbauſe 5 oder 10 Schaafpferche in hieſiger Ge⸗ imarkung, wovon der erſte mit dem 9. Sep⸗
tember l J. beginnt, einer öffentlichen, meiſt⸗ bietenden Verpachtung ausgeſetzt werden. Friedberg den 28. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (1130) Montag den 2. September, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſollen zu Beyenheim nachbe⸗ nannte Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden, als: A. An dem Kirchhof:
1) Pflaſterarbeit voranſchlagt zu 13 fl. 30 kr.
2 Pflaſterſteine mit Brecher ⸗, Fubr⸗ und Setzerlohn 26 6 3) Pflaſterſand zu ſiefern u Pflöͤcke 12 40 4) Maurerarbeit 119.22 5) Mauerſandlieferung 6„ 1 6) Kalklieferung von 4 Bütten 8/— B. An den Vieinalwegen: 1) Steinſchlagen und Unterhaltung der Ban⸗ quete und Gräben voranſchlagt zu 51 fl. 24 kr. 2) Chauſſeeſteine mit Brecher⸗, Fuhr⸗ und Setzerlohn zu 54 fl. Beyenheim den 27. Auguſt 1844. In Auftrag: Der Wegaufſeher Thomas. Arbeits-Verſteigerung. (1130 Nächſtkünftigen Dienſtag den 3. September, Vormittags 11 Uhr, ſoll bei dem Gaſtwirth J. C. Schneider dahier die Anfer⸗ tigung von Subſellien, eines Katheders ꝛc. in den neu erbauten Schulſaal dahier an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Arbeiten ſind voranſchlagt: 1) Schreinerarbeit zu 183 fl. 48 kr. 20 Weißbinderarbeit 17% 20% 3) Spenglerarbeit 12%— 5 Oſtheim den 21. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schneider.
Grummetgras-Verſteigerung. (1132) Mittwoch den 4. September, Vor⸗ mittags 11 Ubr, ſoll in dem Rathhauſe dahier das dießjährige Gemeinde Grummetgras von 4½ Morgen Wieſen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Ober rosbach den 25. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher.
Aepfel verkauf. (1133) Dienſtag den 10. September, Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſollen die dießjährigen Aepfel der Gemeinde Oſſenheim, in mehreren Abthei⸗ lungen, an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ kauft werden.
Der Anfang biermit wird bei der ſteiner⸗ nen Brücke nach Fauerbach II. hin gemacht. Bauernheim den 29. Auguſt 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Walther.
Grummetgrasverkauf. (4130 Montag den 2. September 1844, Vormittags 10 Ubr, ſoll das dieß jährige Grum⸗ metgras der Gemeinde Bauernheim, auf den Wieſen felbſt, meiſtbietend verkauft werden.
Der Anfang hiermit geſchiebt bei der Wet⸗ terbrücke. Bauernheim den 29. Auguſt 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Walther.
NN N ιπιi e
Privat- Bekanntmachungen.
Eine Wohnung gleicher Erde, (1130) weiche ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen
Friedberg. Carl Klein, Schneidermeiſter.


