ntelligenz-Blatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
*
dN Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche 6 Kreisrath des Kreiſes Friedberg aum ſünmtliche Großh. Bürgermeiſter und Gemei 0 einnehmer des Kreiſes. Beztefend: Die Beitreibung der Communalintraden, in specie d
— ſendung der Verzeichniſſe über die dadurch ent Ne 8 Die Aufſtellung der rubricir oſtenverzeick ſcheint icht kberall mit der Gena rkt zu werden „ dit höchſte Inſtruction 2K 9 33² s g eipfehle daher den Gemeinerriunt hehe di 1 1 Bügcmeiſtern decretirten Koſten gan wefenhaf ver⸗
eich und in die vierteljährlich zuſendenden Verzeich⸗ niſſe zu bringen, indem ich Zuwiderhandlungen ſtrenge ahn⸗ den büßte.
Im übrigens auch jene Verzeichniſſe in Anſehung des Zetkafwandes und folgenweiſe der dafür berechneten Koſten ohne Schwierigkeit prüfen zu können, verfüge ich hiermit, daß knftig geeigneten Orts auch die Tage den gedachten Venzeichniſſen beigefügt werden müſſen, für welche die Koſten berychtet ſind. Schließlich mache ich noch darauf aufmerk⸗ ſam, daß dieſe Verzeichniſſe von den Gemeindeeinnehmern an die Großh. Bürgermeiſter— und nicht, wie es ſeither häufig vorgekommen iſt, an mich direct abzugeben ſind, welch ketten ſolche, mit Viſa verſehen, ſodann an mich einzuſen— den heben, ohne übrigens dieſelbe mit einem beſonderen Be— richt zu begleiten. Ich erwarte nun, daß nach dieſen An— dewußgen die ferneren Vorlagen gemacht werden, indem ich bewerſe, daß jede Nichtbeachtung eine angemeſſene Ordnungs— ſtreße riach ſich zieht.
Friedberg den 21. Obtober 1844.
J. Krach, Gr. Kr.⸗Sectr.
Dir Director der Viehverſicherungs-Anſtalt des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Herrn Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Miieffend: Die Verſſcherungs⸗Anſtalt für den Kreis Grünberg.
* Diejenigen Herrn Bürgermeiſter, welche bis jetzt die
Mittwoch de 30. Oktober
verſecherungs-Declarationen noch nicht an mich einge⸗ g werden hiermit aufgefordert, dieſes längſtens M. zu thun, indem mit dem 1. November halbe Jahr der Verſicherung angeht. inberg am 24. Oktober 1844. Bötticher.
28. d
Der heilige Rock zu Trier.
Schauſtellung des ſogenannten heiligen Rockes t zwar nunmehr vorüber, aber an ihren nähern
ren J kungen auf das Valk r f 8 das Volk, namentlich au
en Theil des Volks, der zu dem heiligen Rocke gewallfahr⸗ oder doch gerne gewallfahrtet wäre, wird man noch lange ihr einſtmaliges Dageweſenſein erkennen. Es hat alfo die Sache, obgleich an ſich der Vergangenheit bereits ange— hörend, doch noch lange nicht das Intereſſe verloren, noch lange nicht aufgehört, der Beſprechung werth zu ſein, und wir glauben darum eine Pflicht gegen unſere Leſer zu er— fuͤllen, wenn auch in den Spalten unſeres Blattes von einer Erſcheinung die Rede iſt, die Köpfe und Beine von Millionen bewegt und, je nach dem der Urtheilende geſinnt war, die verſchiedenſten Urtheile erfahren hat. Daß nicht blos Proteſtanten, daß auch Katholiken die Schauſtellung des heiligen Rockes ſammt Zubehör für Etwas hielten, was dem 19. Jahrhunderte zur Schmach gereiche— dieſe Er— klärung hat man in öffentlichen Blättern, bald dort, bald hier, faſt täglich geleſen. Nirgends aber hat man ſich katho liſcherſeits rückhaltloſer und kräftiger ausgeſprochen, als dieß von Johannes Ronge, einem katholiſchen Prieſter im Sach— ſenlande, geſchehen iſt. In den ſächſiſchen Vaterlands— blättern, die unter der verantwortlichen Redaktion des C. F. Cramer und in dem Verlage von Rob. Frieſe in Leipzig erſcheinen, in der am 13. Oktober d. J. ausgegebe⸗ nen Nummer 164., findet ſich, den in der Ueberſchrift be— zeichneten Gegenſtand betreffend, ein Aufſatz des genannten Katholiken, den wir in wortgetreuem Abdrucke unſern Leſern mittheilen wollen, hoffend und wuͤnſchend, daß dadurch auch
1


