Ausgabe 
28.8.1844
 
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N B. dich Kpfe der Knaben ſchonen und ſich der ruhte bedienen,

auth dabei ſich alſo aufführen, daß die Knaben ohne Unter ba ge id eine ernſtliche Furcht, darbei aber doch auch eine hertz alle Liebe zu ihnen tragen und ihnen Vor die Trewe infor tion und guhte Zucht immerwehrenden Dank zu ſagen e bſach haben mögen. b Und ſollen ſechs Schülerknaben, ſo die ſchönſte Stim un mu haben und am Beſten ſingen können, Von dem Con kertore ausgeſondert und zu dem choralgeſang in Unſre ließ pffkirchen bei Predigten und Bethſtunden Sonntags und Lehrer n den Wochen ernſtlich angehalten werden. gelehrten Die drei Lehrer werden unter dem Namen Rector, 8 K Unrector und Cantor aufgeführt. Von der Mädchenſchule, Aplche damals bereits beſtand, ſagt die Schulordnung kein i Lort; ſie hatte Einen Lehrer, der aus dem Kugelhaus nicht baut, weh btoldet wurde, und war damals blos noch Privat-Anſtalt. 1 Unter dem dahier 1741 geſtorbenen Sohne Eliſabethen reinigt Drotheens, Prinzen Heinrich von Heſſen wurde noch ſtreng dug dieſe Einrichtung gehalten. 1778 war das Rectorat traut worden, wobei der Almoſenfonds dem damals ver nich kſamten Kugelhaus 318 fl. vorgeſchoſſen hatte. Der würdige auß Jctor früher in Echzell Philipp Eusebius Clermont Derwaltgud deſſen Ehegattin Maria Margaretha, vermachten den e Fonds zehiſigen Schulen nach dem Teſtament vom 1. Juli 1762 5105 fl. deren Zinſen zu 4% für Papier an die Knaben Durch en erhaupt 8 fl., für Prämien an die Latein lernenden Kna um ba 30 fl., 2 fl. an den Rechner verwendet werden ſollten. mer die Summe von 40 fl. überſteigende Mehrbetrag der lang ie Zaſen ſollte zu einer Mahlzeit verwendet werden, bei wel

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Immer noch ſchwankte man in richtiger Auffaſſung des Zieles, welches die Schule erreichen ſollte. Wünſche wurden ausgeſprochen, welche Berückſichtigung verdienten, und ſo erſchien unter dem 13. September 1777 die von Landgraf Ludwig IX. erneuerte Schulordnung für die ſaͤmmtlichen offentlichen Schulen der Stadt Butzbach. Sie beginnt:Wir finden uns veranlaßt, Unſere Landesväter liche Sorgfalt auch Unſrer lieben und getreuen Stadt Butz bach angedeihen zu laſſen und die bisher an daſiger Schul verfaſſung eingeriſſenen Mißbräuche abzuſtellen und eine zweckmäßigere Einrichtung zu treffen. Die Mädchenſchule erhielt einen zweiten Lehrer und wurde ebenfalls mit in den Schulplan aufgenommen. Die Beſoldung der zwei Mädchenlehrer aus dem Kugelhaus war gering; dagegen wurde ihnen ein Schulgeld von 1 fl. 30 kr. und 1 fl. jähr⸗ lich vom Kind geſichert, bis ein Fonds ausgemittelt werden koͤnne, wodurch ſämmtliche Schulen in Freiſchulen verwan delt würden. Nach dieſer Schulordnung verlangte man Das, was jetzt von jeder gehobenen Volksſchule verlangt wird. Der Rector und Conrector wurden verpflichtet, gegen ein billiges Honorar Unterricht im Lateiniſchen, Franzöſiſchen, Griechiſchen und Hebräiſchen zu geben. Die Aufſicht er hielt die Schulinſpection, beſtehend aus dem Beamten und den Geiſtlichen, Conduitenliſten wurden angeordnet, bei denen die Eltern die leeren Rubriken ausfüllen ſollten, die Lectio nen für jede einzelne Schulklaſſe vorgeſchrieben.

(Schluß folgt)

Aru fehle

endesa cher in dem Rectorat die Lehrer, Geiſtlichen und ſtädtiſche u Bamten zu bewirthen wären. Tode 1709 u

Nekanntmachungen von Be⸗

1 den ihr

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In Nr. 66 d. Bl. S. 262, Spalte 2, Zeile 17 v. o. leſe: vor⸗

bereiteten ſtatt: verbreiteten.

hoͤrden.

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Edictal ladung.

061) ueber das um 2057 fl. 12 kr. über⸗

ſuldete Vermögen des Poſamentiers Guſtav Sleup dahier iſt formeller Concurs erkannt werden und werden alle diejenigen, welche zederungen an denſelben zu machen haben,

( akgefordert, ſolche Mittwoch den 18. September,

Vormittags,

11 bm der unterzeichneten Gerichts-Behoͤrde an⸗

eigen und zu begründen, etwaige Vergleichs⸗ horſchläge entgegen zu nehmen und wegen Jeſtellung eines Contradictors und Maſſe⸗ begers die geeigneten Anträge zu ſtellen, norigensfalls ſie ſtillſchweigend von der Maſſe asgeſchloſſen, von den dem Gericht bereits bsannten Gläubigern aber unterſteut werden lle, daß ſie den Beſchlüſſen der Mehrheit d Gläubiger beitreten wollten. Friedberg den 25. Juli 1844. Großb. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer.

0 Edictalladung.

(60800 Die Ablöſung der Grundrenten in

uur Gemarkung Bellersheim, Kreiſes Hungen,

issbeſondere die den Freiherrn von Bellers⸗

tim zuſtehenden, betr.* a 3 Auf Veranlaſſung der Adminiſtrativbehörde wvird hiermit veröffentlicht, daß die rubrieir⸗

ten Grundrenten, im geſetzlichen Geldanſchlag von jährlich 231 fl. 16 kr. 1 pf., ſo den Frei⸗ herrn von Bellersheim, namentlich Friedrich, Oberlieutenant im J. Großh. Garde-Regiment und Maximilian, Dr. und Poſtaſſiſtent in Mainz, zuſtehen, abgelöſt werden ſollen.

Wer bei dieſer Ablöſung ſich betheiligt er

achtet, wird aufgefordert, ſogewiß binnen 2 Monaten ſeinen Anſpruch dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſten die Auszahlung des Ablöſungscapitals an die bezeichneten Be rechtigten, oder deren Weiſung verfügt wer den wird. Hungen den 5. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann.

Immobilien-Verſteigerung. (1096) Donnerſtag den 29. Auguſt, Mor⸗ gens um 9 uhr, wollen die Erben des Jacob Kuh dahier deſſen Immobilien, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Bleichplatz mit einem halben Loos Holz, neben Gerſter in der Vor⸗ ſtadt gelegen, ſodann 1 V. 34 Rth. Garten am Ohrlochsweg neben Deweil und Schön wolf, 32½ Rth. daſelbſt an Inſpector Fertſch, 34% Rth daſ. an Anton Konrad Müller jun., 1 V. am Pfaffenbrunnen an Martin Mon digler, 34 Rth. daſelbſt an Anton Eich gelegen, in hieſigem Rathhauſe einer öffentlichen frei willigen Verſteigerung ausſetzen und bei an⸗ nehmbaren Geboten den Zuſchlag ſogleich er theilen laſſen.

Friedberg den 14. Auguſt 1844. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri tz

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Garten-Verſteige rung. (1097) Donnerſtag den 29. Auguſt, Mor- gens um 10 Uhr, will Friedrich Chriſtian Sieck ſeinen, an ſeinem Hauſe vor dem Main zer Thore an Herrn Geheimerath Knorr ge legenen Garten in Theilen von/ Morgen öffentlich freiwillig in hieſigem Rathhauſe ver ſteigern und bei annehmbaren Geboten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen.

Friedberg den 14. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Da Fritz.

Edictal ladung. (1098) Anſprüche aus der beſcheinigter maßen abgetragenen, jedoch in den Hypotheken büchern noch offenſtebenden am 1. März 1812 von Joh. Adam Weber zu Bönſtadt dem da⸗ ſigen Kirchenkaſten errichteten Hypothek über 33 fl. ſind binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, widrigenfalls jene Hypothek als erloſchen be trachtet und der deßfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird.

Friedberg den 9. Auguſt 1844.

Gr. Heſſ. Gräfl. Iſ. Wächt. Landgericht Hofmann.

Edictal ladung. (11110 Die Reviſion und Renovation der Hypothekenbücher von Röthges, im Landge richtsbezlrk Hungen, betr.

Nachdem die unterm 6. Mai d. J. decre⸗ tirte Edictalladung in dem Intelligenzblatt zu Nro. 171 der Großh. Heſſ. Zeitung vom 21. Juni vollſtändig abgedruckt worden, ſo werden alle Intereſſenten auf dieſen Abdruck verwieſen,