Ausgabe 
28.8.1844
 
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und Commandeur des 1. Inf.-Reg.(Pat. vom 26. Juli); Major Zeitz vom 2. zum Oberſtlieut. im 4. Inf.-Reg⸗ (Pat. vom 24. Juli); Major Scriba vom 1. zum Oberſt⸗ lieut. im 2. Inf.-Reg.(Pat. vom 26. Juli); Hauptmann und Diviſionsadjutant Haneſſe zum Major und Comman deur des 1. Bataillons 2. Inf-Reg.(Pat. vom 24. Juli); Hauptmann v. Bechtold im Generalquartiermeiſterſtab zum Major dabei(Pat. vom 26. Juli); Hauptmann und Bri⸗ gadeadjutant Dambmann zum Major und Commandeur des 2. Bataillons 1. Inf.-Reg.(Pat. vom 28. Juli); Hauptmann Huth vom 1. Inf. Reg. zum Diviſionsadju⸗ tanten; Hauptmann Weitzel vom 4. Inf.-Reg. zum Bri⸗ gadeadjutanten der 2. Infanterie-Brigade; Oberlieutenant Trumpler vom 2. zum Hauptmann im 4. Inf.-Reg.(Pat. vom 24. Juli); Lieutenant Keim im 1. Inf.-Reg. zum Oberlieut. dabei(Pat. vom 24. Juli); Lieutenant Gan⸗ denberger vom 4. zum Oberlieut. im 2. Inf. Reg.(Pat. vom 26. Juli) und Lieutenant Kehrer im 3. Inf.-Reg. zum Oberlieutenant dabei(Pat. vom 28. Juli). Sodann wurden am 24. Juli Hauptmann Keim vom 3. zum 1. Inf.⸗Reg. und Oberlieut. Becker vom 1. Inf.-Reg. zum Generalquartiermeiſterſtab verſetzt. Mit Patent vom 31. Juli wurde Rittmeiſter und Flügeladjutant Graf v. Iſen burg-Philippseich zum Major ernannt.

* Friedberg den 26. Auguſt 1844. Wiewohl auch aus hieſiger Stadt und Umgegend am Ende der vorigen Woche viele Perſonen nach Darmſtadt

gereiſt ſind, um dortſelbſt den Feierlichkeiten bei Enthüllung

des Ludewigmonuments beizuwohnen, ſo hatte ſich doch in dem ſchönen Locale des Herrn L. C. Trapp dahier eine bedeutende Anzahl von Beamten, Stadt- und Landbewohnern eingefun den, um bei gemeinſchaftlichm Male das Namensfeſt unſeres durchlauchtigſten Großherzogs zu begehen. Man begab ſich um drei Uhr Nachmittags zur Tafel und wie man gewohnt iſt, bei Herrn Trapp einen vortrefflichen Wein zu trinken, ſo ließen auch die Speiſen nichts zu wün ſchen übrig, ſo daß recht bald eine durchweg heitere Stim⸗ mung die Gäſte, die ohnehin durch den Gedanken an des Tages Bedeutung gehoben waren, beſeelte. Als Herr Kreis ſecretär Dr. Krach am Schluſſe des Eſſens ſich erhob und ausgehend von dem doppelten Grunde, der den Tag zum Feſttage mache, zuerſt den Manen des erſten heſſiſchen Lude wigs ſeine Verehrung bezeigte, und dann dem jetztregieren den Großherzoge, dem geliebten Sohne eines geliebten Vaters ein Lebe hoch! ausbrachte, da füllten ſich die Räume des weiten Saales mit dem Jubelrufe aller Anweſenden und die Poſaunen ſchmetterten, die Gläſer klangen dazwiſchen. Ebenſo wurde auch das begeiſterte Wort des Herrn Prof. Dr. Sell, der die Gäſte anſtoßen ließ auf die Dauer des Denkmals, das herrlicher ſei als ein aus Erz gegoſſenes, auf die Dauer des Denkmals der Liebe und Dankbarkeit, das das heſſiſche Volk ſeinem Fürſten in der eigenen Bruſt errichtet habe, errichte und errichten werde mit ſtürmi ſchem Beifalle hingenommen. Man blieb bis gegen Abend verſammelt, Jeder nach ſeinem Bedürfniſſe ernſte oder heitere Reden führend; dann räumte man den Saal der Jugend, die bei feſtlichem Lampenſchimmer in rauſchenden Tänzen ſich drehte, bis die Morgenröthe am öſtlichen Himmel das An brechen eines neuen Tages verkündigte.

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0 1 Knaben

Ueberſicht der Geſchichte der Schulen in Butzbach. 1 0 1

(Fortſetzung.) J 0 105 entlich

Durch Ludwigs Tod 1604 erlitten auch die hieſigen, zu ihnen

Bildungsanſtalten manche Störung. Philipp, Landgraf vin 1 guhte Heſſen, Sohn des Landgrafen Georg von Darmſtadt erhict 4 ſoben.

erhielt 1606 als Appanage den heſſiſchen Antheil von Buß, a v fler ſe

bach. Er iſt der Erbauer des hieſigen Schloſſes und dis 100 und am

zu Philippseck, war hochgebildet in Sprachen und matt, bee ee

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matiſchen Wiſſenſchaften und gab dem hieſigen Schulweſſ manchen Beweis ſeiner väterlichen Fürſorge. Er ließ de

bei P ſflrchen bei!?

un Wochen a Die drei Leſ ind Ca

Jugend zu Fleiß und Sittſamkeit ermuntern, die Lehrer daß ſelben aber ſpornte er durch Aufmunterung zu gelehrten N,

handlungen in regem Wetteifer an. Das Kugelhaus hat 0 bisher nur zwei Lehrer beſoldet, unter ihm wurde der dite! mit 90 fl. Gehalt angenommen. 1622. Auch wurde 104 f= für zwei Pracceptores die Newe Schul gebaut, welch eee 1806 fl. 7 kr. 4 pf. gekoſtet. Philipp ſtarb 1643. Biß Unter dem 5 bach fiel an Heſſen-Darmſtadt zurück. Die Streitigkeing Iantheen, n mit Heſſen Kaſſel, die Zerwürfniſſe mit Solms, die Zeiten ii dieſe Einricht des dreißigjährigen Krieges hatten ſtörend auf die hieſſgen dau weden, 1 Verhältniſſe eingewirkt. Das Kugelhaus war nicht in lernten Kugelhaus Stand die vollen Gehalte der von ihm Beſoldeten aus fl, Maur ffüher! zahlen, weßhalb auf deren Antrag, um die Verwaltungs d deſſen Chega koſten zu erſparen, die Adminiſtration dieſes Fonds den ſeiſgen Schulen

Stadt⸗Magiſtrat übertragen wurde, eine Einrichtung, welche ls fl. deren 30 im Jahr 1777 wieder aufgehoben worden iſt. Durch Lande! berhaupt 8 fl. f graf Ludwig VI. erhielt das ganze Land eine Schulordnung n 30 fl, 2 fl. 1667. Während der Minderjährigkeit ihres Sohnes Eu der die Summe

Ludwig hatte Eliſabetha Dorothea zehen Jahre lang die nſen ſollte zu ei Zügel der Regierung geführt und dabei als Landes mute ſtee in dag Wag Kraft und Einſicht entfaltet; ſie zog ſich 1688 von dus Beamten zu dew Geſchäften zurück und lebte bis zu ihrem Tode 1709 a. ihrem Wittwenſitze zu Butzbach. Hier entgingen ihr d Mängel der bisherigen Schuleinrichtung nicht. Es wu mehr für die Bildung der künftigen Gelehrten und Beam ten geſorgt, als derjenigen, welche blos für die bürgerlich Gewerbe erzogen werden ſollten; ein jeder Lehrer richit Edie ſich nach ſeiner Bequemlichkeit ein, und nicht weniger Wi ene kühr erlaubten ſich die Eltern hinſichtlich des Schulbeſußß eieup dabier iſt Der Rector Scholae unter Oberaufſicht des Metropolit ae 50 Heß erhielt das Directorium, die Lectionen waren King aufgefordert, ſol chismuß, Leſen, Lateiniſch, Vocal-Muſik. Der Eingang du N

Verodnung vom 1. Decbr. 1703 lautet:Nachdem ich ah ee der unterzeſc

ſarector l ache damals bere tz ſie halte Ein

Bekanntma

ſehen, wie das Schulweſen hieſiger Stadt eine Zeit her kantige en be nicht geringen Abgang gerathen und ich mir vorgeſetzt, ſh. ffelung eint ches wieder in den gehörigen Stand und Aufnahme zu bill Ae eh gen, damit durch die Gnade und Hilfe des allgütigſten G chosen, 5 tes der daraus quellenden und ſich in alle Ständt aus nch e lende erwünſchte herrliche Nutzen ſo viel mehr erreicht 10 ſebee be den möge, ſo befehle ich ꝛc. a edberg den Unter andern wird beſtimmt, daß die Eltern bei 5 f

Strafe angehalten werden, ihre Kinder, welche nicht stuc 5 Edie ren ſollen, ſo lange bis ſie das 14te Jahr erreicht, die an fle die 2

studlren ſollen, ſo lange biß ſie zur exemption tüchtig 0 een

kannt werden, in die Schuhl gehen zu laſſen. Bei f d erm 0

ſtrafung der Knaben ſollen die Praeceptores ſonderlich Me ami