Ausgabe 
26.10.1844
 
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die dafige evang. Schullehrerſtelle und der Schulvicar Ackermann zu Altwiedermus für die evang. Schullehrerſtelle daſelbſt beſtätigt; am 20. dem evang. Pfarrer Otto zu Wohnbach die evang. Pfarrſtelle zu Becht⸗ heim und dem evang. Pfarrer Venator zu Wersau die evang Pfarr⸗ ſtelle zu Billertshauſen übertragen; am 27. der Aſſeſſor mit Stimme bei dem Hofgerichte zu Gießen Frhr. v. Ro denſtein in gleicher Eigenſchaft an das Hofgericht zu Darmſtadt verſetzt, der Landgerichtsaſſeſſor Kempf zu Büdingen zum Aſſeſſor mit St. bei dem Hofgerichte zu Gießen, der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſſiſt Scharmann, dermalen zu Ortenberg, zum Aſſeſſor mit St. b. d. Landgerichte zu Büdingen, der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſ. Gut⸗ fleiſch, dermalen zu Umſtadt, zum Aſſeſſor mit St. b. d. Landgerichte zu Seligenſtadt und der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſ. Freiherr v. Lehmann dahier zum Aſſeſſor mit St. bei dem Stadtgerichte dahier ernannt; der evang. Pfarrer Salzer zu Babenhauſen zum Decan des Decanats Babenhau⸗ ſen und der evang. Pfarrer Conradi zu Dexheim zum Decan des De canats Oppenheim ernannt, ſodann dem Schulvicar Gunderloch zu Guntersblum, die 3. evang. Schullehrerſtelle daſ. übertragen; am 1. Oet. der Prov. und Kreisſecretär Dr. Spamer zu Gießen zum Kreisrathe des Kr. Büdingen, der Kreisſecretär Trapp zu Großgerau zum Prov. und Kreisſecretär zu Gießen, ſowie der Kreisſecretär Hallwachs zu Grünberg zum Kreisſecretär zu Großgerau ernannt; dem Gerichtsſchreiber bei dem Friedensgerichte zu Mainz, 2. Bezirks, Müller, die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Mainz, 1. Bezirks, und dem Hülfsgerichtſchreiber und Gerichtsacceſſiſten Schramm zu Mainz die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Mainz, 2. Bezirks, ſodann dem Gerichtsboten⸗Aſpiranten Hoffmann zu Mainz die Gerichtsbotenſtelle bei dem Kreisgerichte zu Mainz, mit dem Amtsſitze zu Oberingelheim, verliehen; am 5. dem Schulvicar Rücker zu Niederge⸗ münden die evang. Schullehrerſtelle daſ. übertragen; am 8. der von den Obervorſtehern des ritterſchaftlichen Kaufunger Stiftsfonds auf die Stelle eines Syndicus und Rechners dieſes Fonds für die Provinz Oberheſſen präſentirte Hofgerichtsadvokat Thorwart zu Gießen für dieſe Stelle beſtätigt.

IX. Characterverleihungen: Am 13 Sptbr. dem Forſtſchützen Franz zu Lindenfels als Förſter, am 17. dem Diſtrietseinnehmer Kra⸗ mer dahier als Rendant und am 1. Oct. dem Förſtſchützen Rippert zu Jugenheim als Förſter.

X. Dienſtentlaſſungen: Am 13. Sept. der Poſtexpeditor und Poſthalter Albrecht zu Büdingen, ſowie der Lehrer Dr. Müller an der Realſchule zu Gießen, auf Nachſuchen. Am 27. wurde der evang. Pfarrer und Decan Dilg zu Selzen, auf Nachſuchen und unter Bezeigung der Zufriedenheit mit ſeiner vieljährigen und gewiſſenhaften Dienſtführung, von der Verwaltung des Decanats Oppenheim entbunden.

XI. Verſetzung in den Ruheſtand: Am 13. Sept. der Forſt⸗ ſchütze Lehr zu Nidda.

XII. Concurrenz für eine zweite Notariatsſtelle zu Mainz bei Gr. Miniſterium des Innern und der Juſtiz.

XIII. Geſtorben find: Am 24. Aug. der Acceſſiſt bei der Canz⸗ lei der Staatsſchulden⸗Tilgungskaſſe Klug; am 26. der Schullehrer Hoffmann zu Asbach; am 4. Sept. der geweſene Schultheiß Stay zu Oberſcharbach; am 12. der penſ. Amtsaſſeſſor Umber dahier; am 16. der penſ. Geheime Secretär Dörr dahier; am 20. der Kreisrath Hof mann zu Büdingen.

Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 31.

I. Eine mit dem Heutigen in Kraft tretende Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 17. d. M., welche aus allerhöchſtem Auftrage die Verbreitung der beiden Schriften:Ein Glaubens-Bekenntniß, Zeitgedichte von Ferdinand Freilig⸗ rath, im Verlage von v. Zabern zu Mainz undReue Gedichte von H. Heine, im Verlage von Hoffmann und Campe zu Hamburg, bei Vermeidung der Conſiscation und einer Polizeiſtrafe von 10 fl. für jedes in Umlauf geſetzte Exemplar, unterſagt.

338.

III. Ein Straferkenntniß des Hofgerichts zu Gleßen, welches gegen Heinrich Meuchener und deſſen Ehefrau zu Rödelheim wegen Vervorthei⸗ lung ihrer Gläubiger bei dem über ihr Vermögen ausgebrochenen Con⸗ curſe ꝛc. Correctionshausſtrafen von 8 und 3 Monaten erkennt ꝛc.

IV. Namens veränderungen. Es wurde geſtattet: am 1. Oct. dem Joh. Fritz von Meſſel künftig den NamenLutz und am 4. dem Joh. Keil zu Lampertheim künftig den NamenTaubenſchmidte zu führen.

V. Concurrenz für: die evangel. Schullehrerſtelle zu Darsberg und Grein, im Kr. Heppenheim, mit jährlich 236 fl., einſchließlich der Wohnungsvergütung, nebſt 7 Stecken gemiſchtes Prügelholz, wovon die Heizungskoſten zu beſtreiten ſind.

VI. Geſtorben iſt: am 24. Juli der geweſene Oberſchultheiß Hoffmann zu Brensbach.

Die Wege der goͤttlichen Fürſehung. Ein Traum des Hans Sachs.

Ich dachte, erzählt uns Hans Sachs, Abends vor'm Einſchlafen über die Wege der Fürſehung nach, und ſahe darauf in der Nacht folgenden Traum: Ich hatte mich in einem dunkeln Walde verirrt, und fand keinen Ausweg. Ich rief um Hülfe. Da bot ſich mir ein Begleiter dar, der ſich für einen Engel Gottes ausgab, geſandt, mir die Wege der Fürſehung zu zeigen. Er brachte mich bald aus dem Walde in ein Wirthshaus, wo der Wirth uns ſehr gut aufnahm. Er ſagte, er habe heute einen frohen Tag. Sein Feind habe ſich mit ihm verſöhnt, und ihm zum Unterpfande der Verſöhnung einen ſilbernen, inwendig vergoldeten Becher geſchenkt. Wir gingen fort, und mein Engel ſtahl ihm den Becher. Ich zürnte; aber er ſprach: Schweig', und verehre die Wege der Fürſehung. Ich ſchwieg, und wir kamen an ein Haus, deſſen grundböſer Wirth uns Alles zu Leide that. Wir machten uns bald fort, und bei'm Ab⸗ ſchiede ſchenkte der Engel dem ſchändlichen Manne den herrlichen Becher. Ich tadelte; ich zürnte. Aber er ſprach: Schweig', und ehre die Wege der Fürſehung. Wir kamen zu einem Wirth', in deſſen Hauſe Armuth und Noth herrſchte. Er war ein guter Mann, aber durch Unfälle um das Seinige gekommen. In acht Tagen ſollte ihm das Haus genommen werden. Bei'm Weggehen brannte ihm der Engel das Haus über dem Kopfe an. Ich zürnte. Aber der Engel ſprach zum drittenmale: Schweig' und ehre die Wege der Fürſehung. Endlich kamen wir zu einem Wirthe, der ſeine Freude an ſeinem einzigen Sohne, einem aufblühenden Knaben, hatte. Der Engel ſagte, er wiſſe den Weg nicht. Der Wirth gab ihm den Sohn als Weg⸗ weiſer mit, und der Engel erſäufte ihn im vorbeifließen⸗ den Strome. Nein, ſchrie ich, keinen Schritt mehr mit dit! Ein Teufel magſt du ſein, aber kein Engel. Da umſtrahlte ihn himmliſcher Strahlenglanz, und er rief: Thoren nur tadeln den Allweiſen. Der Becher war vergiftet. Darum ward er dem Guten genommen zu ſeinem Heile, dem Böſen ge geben zu ſeinem Verderben. Unter der Aſche ſeines Hauſes findet der Verunglückte einen Schatz, und der Brand ver⸗ hilft ihm zum Wohlſtand' und Segen. Vater und Mutter

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Unlängst gericht Frau, mit wle ſcglebt hatte,* f irdenen Topf na kaichen Wurſgeſche ſchigt und gieng 1

ſeauntmachung hörde Gdiet all,

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Werſteigerung a (377) Donnerstag A Vormitags 11 Uh. aa, des Wirths Fur! ſehtliche zu der daſige! Himmit allem Zugebor ſhcerſteigert und bei mißdderruflich zugeſchſ in befindliche Materi dg vollkommen geei, ig Einſicht genom lo an den Fuͤrſtl 1 Soͤdel gewendet w Die Herrn Bürge ie Bekanntmachung rwohner beſonders Ven.

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