Ausgabe 
24.8.1844
 
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Königliche Hoheit und die übrigen, von einem Großherzoge abſtammenden Prinzen und Prinzeſſinnen des Großherzoglichen Hauſes das PrädicatGroßherzogliche Hoheit führen und erhalten ſollen, ſo iſt ſich hiernach gebührend zu achten. Ur kundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des hier aufgedrückten Staatsſiegels. So gegeben Darmſtadt den 15. Auguſt 1844.(L. S.) Ludwig. du Thil.

(Schluß folgt.)

Prog ra min m zur Enthüllung des Ludewigs-Monumentes und der dabei ſtattfindenden muſikaliſchen Feſt lichkeiten.

Freitag den 23. Auguſt, Nachmittags 4 Uhr, werden die von Gießen kommenden Sänger und Sängerinnen durch eine Deputation am Weichbilde der Stadt empfangen und mit Muſik nach dem in der Stadt zum Empfangslocal bereiteten Orangeriehaus im grßh. Privatgarten in der Hügelſtraße geleitet, von wo aus, nach Einhändigung der nöthigen Legitimationskarten und Papiere, dieſelben, und zwar die Damen in Wa⸗ gen, nach ihren Wohnungen geführt werden. Samſtag ven 24. Auguſt findet auf gleiche Weiſe um 8 Uhr Vormittags der feierliche Empfang der von Offenbach, und um 10 Uhr der Empfang der von Mainz kom⸗ menden Sänger und Sängerinnen ſtatt. Alle nicht zu den beſtimmten Empfangsſtunden hier eintreffenden, eingeladenen auswärtigen Sänger und Sängerinnen erhalten bei dem in dem erwähnten Empfangslocal für die Dauer der ganzen Feſtlichkeiten errichteten Nachweisbureau alle nöthige Auskunft und insbeſondere die erforderlichen Legitimationskarten und Papiere, Anweiſung zur Wohnung ꝛc. Um halb 11 Uhr Vormittags verſammeln ſich alle bei der Feſteantate mitwirkenden Sänger und Orcheſter⸗ mitglieder im Hofe des alten Theaters(bei ſchlechtem Wetter in der Vor halle des Opernhauſes) und begeben ſich, von da nach Stimmen und Vereinen geordnet, in das Zeughaus, wo präcis 11 Uhr die Probe für die Feſtcantate beginnt. Aehnlich verſammeln ſich um 2 Uhr Nachmittags alle bei dem Alexanderfeſt Mitwirkende, die Damen im Probeſaal des großh. Opernhauſes, bei ſchlechtem Wetter aber ſogleich in dem Zeughaus ſelbſt, die Sänger und Orcheſtermitglieder im Hofe des alten Theaters. Präcis um 3 Uhr beginnt die Hauptprobe für das Alexanderfeſt im Zeughauſe. Am Abend dieſes Tages Ankunft der Gewerbsleute von Mainz mit Fackelzug. Sonntag den 25. Auguſt, wo in der Frühe das Feſt durch Glockengeläute, Kanonenſchüſſe und Staatsreveille angekündigt wird, dann Gottesdienſt ſtattfindet und um 11 Uhr Vormittags die Feierlichkeiten der Enthüllung des Ludewigs⸗ Monumentes nach dem von dem Monumentsausſchuß bereits veröffent⸗ lichten Programme beginnen, verſammeln ſich um 9 Uhr die zu den hie ſtgen Geſangvereinen gehörigen Herrn in ihren Probelocalen, ziehen von da zu ihren Präſidenten zum Empfange ihrer Fahnen und von hier aus weiter nach dem Hofe des alten Theaters, dem allgemeinen Verſammlungs⸗ orte der Sänger. Hier finden ſich auch die auswärtigen, bei der Feſt cantate mitwirkenden Sänger mit ihren Fahnen bis um 10 Uhr ein. Hier⸗ auf wird der Zug in folgender Weiſe geordnet: ein Hauptführer mit Mar⸗ ſchallſtab; die Mitglieder des Centralausſchuſſes, der übrigen Commiſſionen und der Ausſchüſſe der Geſangvereine, ſo weit ſolche nicht andern Zügen angehören; die Directoren der Geſangvereine: die auswärtigen und hieſt⸗ gen Geſangvereine, erſtere in durchs Loos entſchiedener Reihenfolge, wobei die Mainzer Vereine 4 Sectionen, die Offenbacher 2 Sectionen und der Gießener Verein 1 Section bilden; die Darmſtädter Vereine zuſammen in 10 Sectionen formirt. Jede Section erhält einen Führer aus der Reihe der Sänger. Die Sectionsführer der hieſigen Vereine erhalten einen mit Band geſchmückten, in der rechten Hand zu tragenden Stab. Alle hieſigen Sänger tragen an der linken Seite im Knopfloch eine roth und weiße Schleife mit 3 Eichenblättern. Die Fahnen werden jedesmal vor der vorderen Section des entſprechenden Vereins getragen. Fünf Mitglieder

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des Centralausſchuſſes gehen als Führer und Ordner des Zuges demſelze zur Seite. Der Zug bewegt ſich aus dem Theatexhof über den Parad platz nach dem Markte, wo er dem großen Feſtzuge eingereiht wird un ſich, auf dem Monumentsplatze angekommen, auf die für die Sänge errichtete Tribune auf die beſtimmten Plätze begibt. Bei der Enthüllung, feierlichkeit wird die dazu von Gymnaſiallehrer Baur gedichtete und on

Hofkapellmeiſter Mangold componirte Feſteantate unter deſſen Leitu 1000

in der durch das Programm des Monumentsausſchuſſes feſtgeſetzten Weg vorgetragen. Nach der Enthüllung wird der Volksgeſang von der geſammten Publikum angeſtimmt. Alle bei dem Alexander⸗Feſt mitpßß kenden hieſigen und fremden Damen, ſo weit ſie nicht andere pat

Ee Plätze haben, erhalten Freikarten auf die errichtete i

von Händl, unter der Leitung des Muſikdirectors C. A. Mangold. Am Abend des 25. Erleuchtung des Monuments it Ge

Montag den 26. Auguſt: Waldfeſt mit Männergeſängen 0

den Alleen und Anlagen öſtlich vom Pachthofe zu Kranichſtein. Hie Probe Morgens um 7 Uhr im Zeughauſe. Dann feſtlicher Zug da Sänger, unter Voraustragung der Fahnen und mit klingendem Spe, nach Kranichſtein(um halb 9 Uhr). Die Damen, welche bei dem Alexau derfeſt mitgewirkt haben, treten um 8 Uhr Morgens vom Empfangslocck aus eine Spazierfahrt durch einige der ſchöneren Partieen der nahe lie genden Wälder an, ſo daß ſie um 11 Uhr zu Kranichſtein eintreffen. ſteht Jedermann frei, ſich auf eigene Koſten fahrend oder reitend mit B.. obachtung der für den Zug beſtimmten Ordnung anzuſchließen. De ankommenden Damen werden mit einem heiteren Männergeſang begrüßt. Geſänge, Muſik und Spiele werden im Verlauf des Tages die Geſellſchat unterhalten. Um 12 Uhr findet ein gemeinſchaftliches Gabelfrühſtüt ſtatt. Zum Zweck der Theilnahme daran zirkuliren Subſcriptionsliſte, Die eingeladenen auswärtigen Sänger- und Sängerinnen, ſowie die hief⸗ gen Sängerinnen erhalten Freikarten dazu. Diejenigen, welche de Abends ſtattfindende Feſtoper beſuchen wollen, werden den Rückweg um Uhr in Gemeinſchaft antreten. Damit das geſammte Publikum an di ſer Waldpartie Theil nehmen kann, werden in der Nähe des Feſtplaßn bei Kran ichſtein Reſtaurationen errichtet ſeyn, und wird der Pacht daſelbſt ſeine Wirthſchaft dem Publicum öffnen. Sollte die Witterung ſo ungünſtig ſeyn, daß man die Waldpartie aufgeben müßte, ſo findet am

26. d. nur das ſubſcribirte Gabelfrühſtück um 11 Uhr Vormittags in einem

bedeckten noch bekannt zu machenden Locale ſtatt, wobei die eingeübten Männergeſänge vorgetragen und wozu die Sängerinnen ebenfalls in Chaiſen hingefahren werden. Am 26. d. Nachmittags beginnt der Freimarkt auf dem Exercierplatz vor dem Rheinthor und Frei tam daſelbſt. Abends Feſtoper,Ferdinand Cortez,(wahrſcheinlig auch Fackelzug und Beleuchtung des Monuments). Zu der Feſtoper erhalten die eingeladenen Sängerinnen von dem Centralausſchuß Billet zu Logen. Dienſtag den 27. Aug. Vormittags in der Frühe gemein, ſchaftlicher Spaziergang aller bei den Muſikfeſtlichkeiten Betheiligten auf die Ludwigshöhe unter Leitung der betreffenden Commiſſäre, wozu man ſich in dem Empfangslocal um 7 Uhr Morgens verſammelt. Be⸗ ſichtigung der Sehens würdigkeiten unſerer Stadt. Die wiſſen ſchaftlichen und Kunſtſammlungen ſind am 26. und 27. d. dem Publikum nach Maasgabe der deßhalb beſonders getroffenen Anordnungen geöffnet. Am 27. Vormittags um 8 Uhr Zug der Turner nach ihrem Turnplatz, zum Feſt- und Schauturnen, ſodann Muflk im Herrngarten, den ganzen Tag Freimarkt auf dem Exercierplatz. Nachmittags 2 Uhr Feſtzug nach dem Exercierplatz zu den Volks beluſtigungen. Auf dem Exercierplatz Freitanz, Volksbeluſti⸗ gungen mit Preisvertheilungen, als Wettreiten auf geſattelten und ungeſattelten Pferden, Volksſpiele, als Maſtklettern, Sacklaufen, Waſſertragen, Wettlaufen mit Rädern u. ſ. w., Luftballon; der Schluß der Volksbeluſtigungen wird durch einige Feuerwerkſtürke angedeutet. Am 27. Abends Beleuchtung des Monuments und Feſt bälle.

(Großh. Heſſ. Zeit.)

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