Intelligenz-Olatt
*
für die
e Provinz Oberhbeſſen im Allgemeinen, „ d die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
— und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Amtlicher Theil
f Der Großherzoglich Heſſiſche — 912 8 1058 Ver — Klreisrath des Kreiſes Gruͤnberg en ämmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. * etre tfen d: Die Landgeſtüts ⸗Anſtalt, nunmehr die Unterſuchung der Obr. I als Beſchäler benutzt werdenden Hengſte von Privatper⸗ — ſonen für 1845. i Diejenigen Gr. Bürgermeiſter, welche bis jetzt nicht nem in Nr. 52 des Intelligenzblatts von 1841 enthal⸗ Lien Ailsſchreiben entſprochen haben, werden hierdurch auf— for denn demſelben bis zum 27. d. M. bei Vermeidung der ſendug von Strafboten nachzukommen. Grütberg am 17. October 1844.
7
O uvrier.
Köppern am 14. October 1844.
En erſt heute mir zu Geſicht gekommener Artikel aus
am Jfelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen, datirt berrpetach vom 16. September, eine Rüge, das Beneh— gen der hieſigen Ortsbürger bei dem am 15. dahier ausge— „tocheng Brande betreffend, gibt mir Veranlaſſung, da ich Zlugemzeige der ganzen Begebenheit war, zur Ehre der Ge— Jieinda zr erwiedern, daß der Berichterſtatter in allen Thei⸗ n faiſch belehrt worden iſt. Mit dem erſten Ruf Feuer! and di eine Scheuer ſchon in vollen Flammen, und kaum „ar es nöglich die Pferde zu retten, als die angrenzende scher ebenſo ſchnell von dem Feuer ergriffen die Be— Zürzung der Eigenthümer und die Gefahr noch vermehrte ud klum geſtattete, die Acker-Geräthſchaften zu retten. die mie angrenzenden Häuſer, die ſchon von der Flamme „uf der tinen Seite ergriffen waren, nahmen die Thaͤtig⸗ zanbit dir köſchenden in Anſpruch und nur die große Ent⸗ (rnung bis an den Mühlgraben, welche die Menge zu
eit vetheilte, kann Veranlaſſung gegeben haben, die Thä—
— cgeeit z bezweifeln und Kälte für das allgemeine Intereſſe
*
Mittwoch, den 23. Oktober
zu vermuthen. Die Wirthshäuſer waren während des Bran⸗ des auch nicht von einem einzigen hieſigen Gemeindsmit⸗— gliede beſetzt und die Freigiebigkeit der Privathäuſer war, als die größte Gefahr vorüber, nur zu bereit allen fremden Herbeieilenden mit ihren Vorräthen in Eſſen und Trinken auf das Bereitwilligſte zuvorzukommen. Außer dieſen Um⸗ ſtänden zeigt ſich die chriſtliche Theilnahme, trotz der Dürf— tigkeit vieler Gemeindsmitglieder, im ſchönſten Lichte und auch der Aermſte bemüht ſich ſein Schärflein zur Linderung der Noth beizutragen.
Einweihung des Schulſaals zu Oſtheim.
Es gewährt den guten Menſchen immer eine beſon— dere Freude, wenn er wahrnimmt, wie man ſo gerne bereit iſt, das zu verbeſſern, was bisher einer erfolgreichen Jugend— bildung hemmend im Wege ſtand.— In der Gemeinde Oſtheim wurden ſeither die Kinder in einer ſehr engen Schul— ſtube unterrichtet. Gewiß ward es dabei dem Lehrer warm, und die Schuler mußten an Liebe zur Sache(anderer Nach— theile nicht zu gedenken) verlieren. Dieſem Uebelſtand hat die Gemeinde abgeholfen durch die Erbauung eines herrlichen Schulſaals. Es iſt von großem Nutzen im Werke der Jugendbildung, wenn ein geeignetes Local dieſem Geſchäft zu Gebote ſteht. Da geht der Lehrer mit Freuden ſeine Arbeit, und den Kindern iſt's doppelt wohl, wenn ſie ſich um ihn verſammeln ſollen. Am 14. October er— hielt dieſer ſchöͤne Schulſaal in der Gemeinde Oſtheim von Hrn. Rector Algeier aus Butzbach ſeine Weihe. Der Kirchen⸗ und Schulvorſtand, die Lehrer der Umgegend, die Schuljugend und viele Einwohner von Oſtheim begaben ſich gegen 10 Uhr zur Kirche, wo das Lied aus dem Geſang— buch Nr. 517„Menſchen weiſ' und gut erziehen“ geſungen wurde. Hierauf hielt Hr. Algeier eine Rede über die Worte:„Wo Gott nicht das Haus bauet, da arbeiten um— ſonſt die, ſo daran bauen.“ Aus der Kirche gieng der Zug in angemeſſener Ordnung in den Schulſaal, in welchem von


