Intelligenz- Ola
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
dune n 28 f. Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 23. Aitnigel uz Febr. d. J. im Intelligenzblatt Nr. 19 den Bürgermeiſtern
ö Want ü freier!“ iſo 7 2 2 Hern Lug des Kreiſes Hungen zur Nachachtung:
K f
n m warte. Aus den bis jetzt vorliegenden Regierungsblättern für nt ar! dieſes Jahr ſind zu publiciren: a wee in n a) aus den Regierungsblättern Nr. 1 und 2: Nichts;
eee, h aus dem Regierungsblatt Nr. 3.: ſcden Sücherfren— een.
e) aus dem Regierungsblatt Nr. 4. Nichts;
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u zweitku Vorſ a*
1 1., Bekanntmachung, den Anfang der Dienſtzeit bei ebnen ae den der Reiterei zugetheilten Militärpflichtigen betr.
dar, das ern: c) aus den Regierungsblättern Nr. 6. und 7.: Nichts: 1* der neun D aus dem Regierungsblatt Nr. 8.: e s um Schl 5,(desgl.) Umlagen zur Beſtreitung der Communal⸗
*— bedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Hungen; ban 15 Bima 20 0— E Nr 9. f. dn Giheing„Verordnung, Aufſuchen von Waarenbe el monauich, ut durch Handelsreiſende betr. f N beßatiet, 2—3 0 h) 11 Regierungsblättern Nr. 10., 11., 12. und 13.: 58 1 icht N auf die neunte Al f ler 15. Hungen den 6. April 1844. wal bäein Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Hungen o beſonders li Follenius. ö
t in Folge der o
Deer Schutzengel.
4 ö 5 45 7 5 war der Sohn eines frommen Landmanns in 5 em ſtillen Dörflein unſres Vaterlandes. Seine Jugend— amm: geſchichte war einfach und harmlos, und nur einige wilde g eon beg, Jahre, die er als Krieger i. f en d 5 ger in fernen Landen verlebt, warfen Tale e 8 8 Schatten auf die Erinnerungen ſeiner blü— u keine Entſchibt⸗ 110 en Lebenszeit.— Aus dem Krieg zurückgekehrt zur Hei⸗ 2 0 1 5 90 machte er das Schwert zur Pflugſchar und die ſau⸗ zee ende Lanze zur unſchädlichen Sichel. Bald trug er die n Bänden“ hoch betagten Eltern zur erſehnten R ätte . ö N ehnten Ruheſtaͤtte und fand 25 als Troſt in ſeiner Einſ— it ei i i* 1 5 inſamkeit ein treffliches Weib, an dem de Vorſ 15. fe orte des weiſen Königs ſich bewährten:„wem ein ſch ge gendſames Weib beſcheret iſt, die iſt viel edler, denn die in Friebe
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Sonnabend, den 20. April
köſtlichſten Perlen.“ Eine Ehe, die im Himmel geſchloſſen war, verknüpfte beide Ehegatten, und als theuerſtes Pfand ihrer Liebe ward ihnen ein liebliches Töchterlein geboren, das der holden Mutter Ebenbild an ſich trug. Doch ſchon nach wenigen Jahren unterlag die treue Gattin einem ſchleichen— den Fieber, und Jacob folgte, tiefen Gram im gebrochenen Herzen, der Bahre, welche die entſeelte Hülle der geliebten Le— bensgefährtin zur Gruft trug. Der Glanz des Lebens, das ihm vordem ſo lieblich gelächelt, war verblaßt, die Saatgefilde, durch welche er einſt wonnetrunken mit dem theuren Weibe dahingewandelt, weckten in ſeiner Seele nur ſchmerzliche Er⸗ innerungen, jede Stelle ſeines Hauſes führte ihm das Bild ven nun vertaſynen gtauſten Warren“„cer Nnuxekiſe In geliebten Kindes vermochte den tobenden Schmerz des Vaters zu bändigen, und in ihm fand er das einzige Glück den einzigen Troſt des Lebens. Ihm weihte er alle ſeine Kräfte und ſo ſtrebte er auch, es in Gottesfurcht heranzubilden! und an den frommen Gebeten, die dem Töchterlein als e d e 1 waren, kräf⸗ 5 gnen Willen, tröſtete er das eigne fee e e ee Jakob die Stunde der Ver⸗ ſuchung. g her Nachbar, deſſen Herz im Dienſt des Irdiſchen verhärtet war, trachtete, den ärmeren Jakob be einem bedeutenden Rechtshandel als falſchen n* 5 brauchen. Lange widerſtand unſer Freund der Lockung; doch endlich reizte der Glanz des verheißenen Goldes ſein Herz und er verſprach dem Böſewicht, er wolle den Eid leiſten, den er verlangte, ja er ließ den Tag beſtimmen, an welchem eee wolle. Durch Zerſtreuungen aller Art, durch e Erwartungen, eine genußreiche Zukunft zu erhalten ſuchte er ſeines Gewiſſens Stimme zum Schweigen zu brin⸗ gen. So kam denn der letzte Abend vor dem verhängniß⸗ vollen Tag heran;— draußen ſtürmte es wild und un⸗ 5 daß das Kind den Vater bat, wenigſtens dieſen Abend bei ihm zu verweilen. Waͤhrend Jakob mit zerriſſe⸗ r ſchwarzes Vorhaben überdachte, ſagte das — ie bibliſchen Spruͤchlein fuͤr ſich her, die es in der Schule auf den nächſten Tag gelernt hatte. Jakob ver— nahm die kräftigen Bibelworte, die einſt ſeine Freude und und ſein Troſt geweſen waren, und die auch jetzt wieder in ſein verödetes Herz fielen, wie der ſanfte Regen auf das erſtorbene Gefilde. Als aber ſein Kind zuletzt mit freudi⸗ ger Zuverſicht die Worte ausſprach:„der Herr wird au's
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