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Guſtav-⸗Adolf⸗Stiftung. N
Der fur die Stadt Butzbach gegruͤndete Zweigverein der Guſtav-Adolf-Stiftung hielt am 2. Decbr. in dem Saale des Herrn Karl Becker ſeine erſte Hauptverſammlung. Wir beſchränken uns darauf, aus den Mittheilungen des Vorſtandes folgenden Auszug zu geben.
Der Verein zählte für 1844 214 Mitglieder, fl. kr. welche im Ganzen 5 8 100 43 unterzeichnet hatten. Die Ausgabe betrug. 103 25
Mithin fand eine Ueberzahlung Statt von: 2 42 An den Hauptverein waren eingeſchickt worden 96 30 Für 1845 haben 19 neue Mitglieder unterzeichnet 5 18 Dagegen ſind 4 Mitglieder von 1844 abgegangen,
ein Mitglied durch Tod, 3 Mitglieder durch
Wegzug mit
Sach 18 Mitglieder; an Beiträgen Dan„„ 1 100 43
Beſtand für 1845 229„ 1 5 104 49
Von den Mitgliedern wohnen in Butzbach 227, in Griedel 1, in Oſtheim 1.
Den Verein zur Verbeſſerung des Zuſtands der Israeliten betreffend.
Die ſo überſchriebene Bekanntmachung in Nr. 97 d. Bl. iſt irrthümlich gerade ſo, wie ſie für das Wochenblatt zu Gießen geſchrieben war, in das hieſige Blatt übergegan— gen. Auf ein darauf bezügliches Erſuchen des Centralvor— ſtandes obigen Vereins machen wir dieß mit dem Bemerken bekannt, daß wo in jener Bekanntmachung von dem Kreiſe Gießen und dem Gr. Kreisrathe daſelbſt die Rede iſt, gefälligſt„die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen, den Gr. Heſſ. Kreisräthen ꝛc. ꝛc.“ geleſen werden möchte. Die Red.
Danka gung.
Der Unterzeichnete, der in den Nummern 26. und 32. dieſes Blattes die Aufmerkſamkeit des Publikums auf die Kinderbälle und Tanzſtunden der Schulkinder ge— lenkt und über beide ein abfälliges, aber motivirtes, Urtheil geſprochen hatte,— den man eben darum, weil er den An— ſichten und Eitelkeiten mancher Eltern entgegentrat, haufig als einen Freudenſtörer und Störenfried bezeichnete, ſieht ſich gedrungen, den Herrn Lehrern in Friedberg hiermit öffentlich ſeinen aufrichtigen Dank abzuſtatten, daß ſie in ihrer Bekanntmachung vom 10. d. M.(Nr. 99. d. Bl.) ſeine Behauptungen als der Wahrheit entſprechend aner⸗ kannt und ihm damit wieder zu Ehr' und Neputation bei denen, die ſich für beleidigt hielten, verholfen haben.
Am 15. Dezember 1844. h
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Mittel gegen den Haſenfraß. Man nehme 3 Gießkannen voll Miſtjauche, eine Git kanne ſaure Milch, 1 Gießkanne voll gefaultes Blut in rühre dieselben in einem Gefäß mit 20 Pfund Töpfer zu einem dünnen Brei. Hierunter miſche man unter je g
Maas einen Eßlöffel voll gepulverten, ſtinkenden Aſehh Getauf und beſtreiche damit im Herbſt, mittelſt eines großen P hen Hein ſels, den Stamm des jungen Baumes, was in jedem Hei ben e ein Se ſo lange, bis die Bäume groß genug ſind, wiederholt, der amn besten„ ſelben vor dem Haſenfraß hinreichend ſchützen wird. Jab, K J da de wi 3
Aufruf zur Unterſtuͤtzung der armen Fels berger in der Schweiz. 9 0
Wenn die Lage irgend welcher Menſchen das Mitlah rege macht und zur Hülfe, zur ſchleunigſten Hülfe mah i, dann iſt es die der armen Felsberger in der Schweiz, uu ihre Hütten hart an den Steinmaſſen der Calanda erbaut gekannt! haben und nun jeden Augenblick befürchten müſſen, daß seg) Die 95— und ihr Eigenthum unter der Wucht des berſtenden Berge enn 1 vergraben werden. Es iſt nicht nöthig, viel darüber ſifancgkel ihret ſagen und zu ſchildern, da alle öffentlichen Blätter voll fil be dee herd des Jammers, der dort herrſcht und da auch in dieſem Blatz 12 Kennin in Nr. 90 bereits davon die Rede war. Vielleicht kan ie 10 du in den armen Unglücklichen noch geholfen werden, wenn mi car zicke und e ſich allerwärts vereinigt, ihnen die Mittel darzubieten, fem benen 11 von dem drohenden Bergſturze neues Gelände zu erwerben lünderz den 2 vor allem aber neue Wohnungen ſich aufzuſchlagen. Ude 6 damit nun die Bewohner hieſiger Stadt und Gegend ey wo es ſich um die Forderung eines echt chriſtlichen Liebes N 209 werkes handelt, nicht zurückbleiben, ſondern wie ſo oft schu H um 10 in der vorderſten Reihe ſtehen möchten, ſind die Unterzeich, f 9 0 die Hoft
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Immobihten
i ite F Hofmetzgers Christi neten zu einem Comité zur Unterſtützung der armen 10 in Wobnhnl
Felsberger zuſammengetreten, um Allen, die mild bam Sulacgthaut, 3. 2 herzig fühlen, Gelegenheit zu geben, das Ihrige für i ban ae hartbedrängten Schweizerbrüder zu thun. Indem wir dieß aß] Laubach den 4. öffentlichen Kenntniß bringen, erklärt ſich ein Jeder unter mn Ai mit Freude bereit, milde Gaben für die Felsberger in E Der pfang zu nehmen; auch bas kleinſte Scherflein wird willkon
men ſein und ſoll mit der reichen Gabe auf ſicherm Wi ao des nach dem Orte ſeiner Beſtimmung befördert werden. aden n d ten die Herrn Geiſtlichen, Bürgermeiſter, bene fler doll auf daz Lehrer u. ſ. w. in ihren Gemeinden ſich noch beſonders ee 9 die Sache intereſſiren, ſo würde dieß gewiß zu ihrer zin de N. Tann derung weſentlich beitragen. Von Zeit zu Zeit ſoll fun die eingegangenen Summen Mittheilung gemacht und zul und es waden un von dem von uns erwählten Caſſier über Einnahme un Ausgabe öffentlich Rechnung abgelegt werden.
Friedberg den 12. Dezember 1844. 7
Rentamtmann Buß. Löw.. Bedingungen
„ . 8. C ſſen f* die Matiffegti, Direktor Dr. Crößmann. Pfarrer Matthias, Caſſi⸗ f
Verac
Direktor Pr. Curtman. Phyſikatsarzt Dr. Re nner Profeſſor Dr. Fertſch. Direktor Roller. Landrichter Hoffmann. Conrektor Lauckhard.
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Profeſſor Dr. Sell. i 1 Hofgerichtsadvokat Trapp l 1
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