Ausgabe 
17.7.1844
 
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den ihres Verführers, nahm ſie auf, verpflegte ſie ſorgfältig, ertheilte ihr den erforderlichen Confirmanden-Unterricht, und gab ihr die Mittel zur Heimreiſe. Sein gutes Werk ver gelte ihm der Herr, anderen Aeltern aber diene dies zur Belehrung und Warnung, denn nicht immer finden ſich ſo freundliche Retter in fremdem Lande!

Verein gegen den Wucher mit Lebensmitteln.

Dieſer Verein beſteht zwar noch nicht, doch iſt in Schwaben von Gründung eines ſolchen ernſtlich die Rede. Es iſt bekannt, daß ſich in Stuttgart und andern Städten Würtembergs bereits Aktienbäckereien gegründet haben; obiger Verein wäre alſo nur eine Erweiterung der Idee. Ein Arti kel imSchwäbiſchen Merkur, aus Tuttlingen datirt, ſucht nachzuweiſen, daß der Mangel an Lebensmitteln vielfach ein künſtlicher ſei, der vom Wucher unter allerlei Ge ſtalten wenigſtens mit herbeigefuͤhrt worden ſei, und fährt dann ſo fort:Es wäre daher gewiß ein edles Unternehmen, wenn in unſerer an Vereinen aller Art ſo reichen Zeit ſich auch ein Verein bilden würde, der große Quantitäten von Früchten ankaufte, ſie zu möglichſt billigen Preiſen an Arme und minder Bemittelte abgabe, und dadurch auf ſolche Weiſe dem jetzt nicht zu vermeidenden Wucher an den Schrannen vorgebeugt würde. Ein ſolcher Verein müßte natürlich mit großen Kapitalien verſehen ſein und, wie jeder andere Verein, an verſchiedenen Punkten des Landes Ver zweigungen haben. Der thätigſten Unterſtuͤtzung von Sei ten der höheren Behörden würde er ſich wohl im voraus verſichert halten können. Mancher, der jetzt ſeine Vorräthe ängſtlich zurückhält, mancher, der lieber eine Schuld macht, als den geringen Ueberſchuß ſeiner Ernte über den eigenen Bedarf veräußert, würde ſich beim Beſtehen eines ſolchen Vereins weit leichter hierzu entſchließen, da er weiß, daß ihm im Nothfall die Hülfe deſſelben zu Gebot ſteht; und, was das Wichtigſte wäre, dem am meiſten die ärmere Klaſſe treffenden Wucher Einzelner würde ein Ziel geſteckt, ohne daß dadurch der dem Fleiße des Landwirths gebührenden Belohnung Eintrag geſchähe. Die Redaktion des Schwä biſchen Merkurs bemerkt zu dieſen Vorſchlägen:Schon ehe wir dieſen Aufſatz erhielten, wurde die Sache hier vielfach beſprochen, und es ſind unmittelbar zuvor Anträge von wohlmeinenden Privatperſonen uns zugekommen, welche ſich einem zweckmäßig geleiteten Unternehmen gerne anſchließen würden. Natürlich müßte das Ganze nicht auf einen zu hoffenden Nutzen für die Unternehmer berechnet werden. Wenn es aber gelingen würde, nicht unbedeutende Kapita lien, etwa auf Aktien, für dieſen Vorſchlag zuſammen zu bringen, wobei namentlich auch auf die Hülfe wohlhabender Gemeinde- und Stiftungskaſſen müßte gerechnet werden dür fen, wenn ferner umſichtige, uneigennützige Handlungshäuſer die Unternehmung leiteten und ein bedeutender Fruchtein

kauf in der Fremde gemacht würde, dann konnte obiger.

Vorſchlag gewiß von Nutzen ſein. Aufkauf im eigenen Lande dagegen, würde nach unſerer Anſicht, das Uebel jetzt nur

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vergrößern. Allerdings iſt die Schifffahrt für dieſes Jah am Ende. Wenn aber im Laufe des Winters einige h. deutende Einkäufe im Auslande gemacht und ſogleich mz

Anfang der Schifffahrt ins Land gebracht würden, ſo wür 95

ſchon durch dieſe Ausſicht dem Wucher bedeutend geſteuen denn die jetzige*) künſtliche Theurung und das Zurückhaltg

1 der Fruchtvorräthe ſtützen ſich größerntheils auf die Erway 4

tung, im Frühjahr noch höhere Preiſe erzwingen zu können Findet der Vorſchlag Beifall, ſo haben wir bereits Auß trag, nicht ganz unbedeutende Summen für daß Unternehmen anzumelden. Wenn ſolche Beſtrebun gen, je nach den beſondern Localverhältniſſen in Deutſh land, allgemein würden, um dem Wucher mit Lebensmſ teln in jeder Beziehung der abſcheulichſte! auf enn

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giſche Weiſe vorzubeugen, ſo wären doch die letzten Nu unmmmacht

zeiten zu etwas gut geweſen. Dies der Grund, weßhal wir auf jene Vorſchläge im Würtembergiſchen aufmerkſan machen.(M. U.)

*) Der Artikel ſtand am Ende vorigen Jahrs im Schwäbiſchen Merk,

Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Juni 1844. I. Lich.

Gretraute:

6. Der hieſige Ortsbürger und Bäckermeiſter Karl Ludwig Klug, de verſtorbenen hiefigen Bürgers und Bäckermeiſters Philipp Wllhelg Klug ehelich lediger Sohn, und Henriette Sophie Charlotte Mig nus, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und ſtädtiſchen Zieglers Lad, wig Magnus eheliche ledige Tochter.

6. Der hieſige Ortsbürger und Metzgermeiſter Karl Ludwig Wager, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Philipp Jacob Wagner he, lich lediger Sohn, und Johannette Walz, des hieſigen Bürgers ind

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Metzgermeiſters Chriſtian Walz, eheliche ledige Tochter.

16. Der hieſige Ortsbürger und Gensd'arme zu Fuß IJ. Klaſſe Joh aun Jacob Glockengießer, des Bürgers und Oekonomen Ludwig Glocken gießer von Friedberg, ehelich verwittweter Sohn, und Marie Mag, dalene Finzel von Friedberg, des dortigen Bürgers und Schneid meiſters Johann Ludwig Finzel, eheliche ledige Tochter.

16. Der hieſige Ortsbürger und Kaufmann Johann Konrad Köhler don Langsdorf, Kreiſes Hungen, des dortigen Großhl. Bürgermeiften Johann Adam Köhler ehelich lediger Sohn, und Marie Juſtine, vn,

wittwete Lenz, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Kaufmam

Philipp Chriſtian Fiſcher eheliche Tochter. Getaufte:

4. Dem hiefigen Ortsbürger u. Wagnermeiſter Joh. Heinrich Mörle II. ein Sohn, Philipp Jacob, geb. den 22. Mai.

4. Dem hieſigen Ortsbürger und Gärtner Karl Jakob Emmanil Becker eine Tochter, Joſephine, geb. den 28. Mai.

10. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geb. den 3. Juni.

30. Dem hieſigen Ortsbürger und Bäckermeiſter Johannes Lotz ein Tochter, Magdalene, geb. den 19. Juni.

Beerdigte: 9. Friedrich Philipp Magnus, der unverheirathen Marie Magdalen

Magnus von hier uneheliches Söhnchen, alt 10 Jahre, 1 Mon und 27 Tage, 1 den 7. Juni.

23. Karoline Grobert, des hieſigen Ortsbürgers und Maurermeiſtelk

Johannes Grobert eheliches Töchterchen, alt 1 Monat und 2 Tage, den 21. Juni.

25 Johann Philipp Kaiſer, des hieſigen Ortsbürgers und Schuhmachet meiſters Jonathan Kaiſer eheliches Söhnchen, alt 1 Monat und Tage, 1m den 23. Juni.

29. Johann Adam Gutbub, hieſiger Ortsbürger und Wagnermeiſter, al 49 Jahre, 2 Monate und 26 Tage, 7 den 27 Juni.

II. Laubach. Getraute: 16. Friedrich Schneidt, Bürger und Kappenmacher dahier, des weilen

Johs. Schneidt ehelicher lediger Sohn und Roſalie Schlett, des Leo bard Schlett in Bensheim eheliche ledige Tochter.

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