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Zeichen der Zeit.
(Eingeſendet.)
Die neueſte Art den Buß⸗ und Bettag zu feiern, wie man ſie in einem Orte unſerer Provinz— deſſen Namen vorläufig nichts zur Sache thut— in dieſem Jahre einzu⸗ führen verſucht hat, beſteht darin, daß man am Tage viel⸗ leicht wohl ein Mal in die Kirche geht, wenn man gerade nichts Anderes und Beſſeres(2) zu thun weiß, daß man ſich aber Abends dafür, daß man eben in der Kirche viel⸗
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leicht Mancherlei hörte, das Einem nicht gefiel, weil es zur — Aenderung des Sinnes und Wandels aufforderte, dadurch
ſchadlos halt, daß man ſich an einem öffentlichen Orte
bei Muſik und Tanz zu Kurzweil und Vergnügen verſammelt. O des zarten Gefühls für das Schickliche⸗ das ſich in ſolchem Verfahren kund gibt! o der hoben Einr ſicht in die Bedeutung des Tages, die ſich in ſolcher Feiee offenbart!—— Einſender beſchränkt ſich auf dieſe kurz, Mittheilung, jedem Leſer es anheimgebend, die Sache ſelbſt gebührend zu würdigen.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
a νιν
Bekanntmachung. (396) Veronika Joſt von Köddingen hat ſich freiwillig der Verwaltung ihres Vermö⸗ gens begeben, was mit dem Anfügen zur öf⸗ fentlichen Kenntniß gebracht wird, daß alle ohne Zuſtimmung des ihr beſtellten Curators, Georg Georg von Koͤddingen, von ihr abge⸗ ſchloſſen werdenden Rechtsgeſchäfte für ſie un⸗ verbindlich ſind.
Ulrichſtein den 29. Marz 1844. Großb. Heſſ. Landgericht das. Rayß. Brück.
Bekanntmachung. (425) Da die früheren Verſteigerungen der zur Concursmaſſe des Johannes Thaler ge⸗ börenden, in Nro. 25 des diesjährigen Fried⸗ berger Intelligenz Blattes verzeichneten Ge⸗ genſtände nicht genehmigt worden ſind, ſo werden dieſe zum Letztenmale Freitag den 19. April dem Meiſtgebote ausgeſetzt.
Außerdem ſollen in dieſem Termine fol⸗ gende 3 Grundſtücke des Pachters Thaler ver⸗ ſteigert werden.
Flur. Nr. Klftr.
XVIII. 52 457 Acker auf der Platte an Hrn.
Grafen von Ingelheim.
XIX. 111 104 am Rodheimer Wez an
Heinrich Petitſch.
11 Pflanzen⸗Land hinter der Kirche an Johann Maag. Obererlenbach den 9. April 1844.
Der Beigeordnete . Ohmeis. Prool ama.
(428) Im Gerichtspfandbuch für Oberobmen
befindet ſich ein Eintrag vom resp. 31. März
1797, resp. 12. März 1801, wonach Joh.
Georg Lenthöfer und deſſen Frau A. Cliſ.,
geb. Böck zu Oberohmen bei Johannes Strit⸗
ter daſelbſt 178 fl. 1 alb. geliehen und neben
Errichtung einer Generalhypothek z 9 Rth.
164 Sch. Hofraithe an Bernhard Maurer
nebſt 14 Rth. Garten dabei verpfändet haben.
Darleiher ſelbſt hat die Löſchung dieſes Ein⸗
trags unter dem Vorgeben beantragt, daß die
Schuldurkunde verloren gegangen ſei.
Wenn hiernach nicht binnen 6 Wochen von heute an Einwendungen dahier vorgebracht werden, ſo erfolgt die Löſchung des Pfand⸗ eintrags im Hypothekenbuche.
Grünberg den 29. März 1844.
Gr. Heſſ. zum LGericht dſ. geh. Patgcht. der Frhrn. Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Thaler.
Das Soolbad zu Nauheim in
der Wetterau (13 wird in dieſem Jahre am 15. Mai
XIII. 165
eröffnet werden, Die ausgezeichnete Wirkung
der hieſigen Soolquelle gegen Scrofeln, Gicht, Rheumatismus, chroniſche Uuterleibsbeſchwer⸗ den, bösartige Flechten, Haut- und Nerven⸗
ſchwache ꝛc. ꝛc. hat ſich von Jahr zu Jahr mehr bethtigt und iſt hauptſächlich durch die zum Badegebrauche ſo geeignete Temperatur der Sprudelquelle(27 R.) und den außeror⸗ dentlichen Reichthum derſelben an freier Koh⸗ lenſäure und an feſten Beſtandtheilen, nament⸗ lich Kochſalz, ſalzſaurem Kalk uno Brom be⸗ dingt. In den meiſten Fällen kann die Soole unmittelbar aus der Quelle, ohne weitere Er⸗ wärmung, zum Baden verwendet werden, und erleidet daher von ihrem Gebrauche keine Zer⸗ ſetzung und keinen Verluſt an Kohlenſäure. Nach Bedürfniß wird auch ein Zuſatz von Mutterlauge, welche die hieſige Saline in großer Menge und von vorzüglicher Güte lie⸗ fert, gegeben. Die Menge der vorhandenen Kohlenſaͤure wird mit dem beſten Erfolge zu allgemeinen und lokalen Gasbaͤdern verwen⸗ det. Der hieſige Badearzt, Herr Dr. Bode wird in einer nächſtens erſcheinenden Broſchüre
darüber ausfübrlicher berichten und alle An⸗
fragen in ärztlicher Beziehung gern beant⸗ worten.
Logisbeſtellungen für das hieſige Kurhaus ſind zeitig an die Inſpektion der Sool⸗ badeanſtalt zu Nauheim zu richten, welche
auch jede andere gewünſchre Auskunft bereit⸗
willig ertheilen wird. Nauheim den 8. April 1844. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt Schmincke. Dunker. F. Schreiber.
Verpachtung. (433) Montag den 22. d. M., von Mor⸗ gens 9 uhr an, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Begraſungen ſämmtlicher Allmeven hieſi⸗ ger Stadt⸗ und Burg⸗Gemarkung öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als; der Stadt⸗ ſchreibereigraben, Seergraben, Wildkautsgra- ben, Ringgraben, die alte und neue Bleiche, der Bleichplatz im viereckten Weier und an der Seewieſe, Schützenraine, Feldwege in der Stadt⸗ und Burggemarkung ohne Ausnahme, wenn ſie auch hier nicht genannt ſind. Friedberg den 10. April 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe- Verſteigerung. (439) Wegen geſchehenen Nachgebots ſoll Montag den 22. April, Vormittags 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des Kon⸗ rad und Philipp Jung, an Jacob Groß und Konrad König gelegen, beſtehend in Wohn⸗ haus und Gärtchen, einer nochmaligen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 10. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Oeffentliche Bekanntmachung. (439) Da ſich ergeben hat, daß die Schul⸗ den des Leinwebers Georg Rudel von Mar⸗ köbel deſſen Activ⸗Vermögen bei Weitem über⸗ ſteigen, ſo iſt zur ſummariſchen Anmeldung der den Gläubigern des ꝛc. Rudel gegen den⸗ ſelben zuſtebenden Forderungen, ſowie zum Verſuche einer gütlichen Vereinigung der Gläu⸗ biger mit dem Gemeinſchuldner und unter ſich Termin auf den 9. Mai d. J.,
Vormittags 9 Uhr, als Contumacirzeit anbe⸗ raumt worden.
Die Glaͤubiger des oben gedachten Rudel werden hiervon benachrichtigk und aufgefor⸗ dert, in dem anberaumten Termine entweder in perſon oder durch gehörig legitimirte Be⸗ vollmächtigte zu erſcheinen und die etwa in Händen befindlichen Beweisurkunden über ihre Forderungen vorzulegen und zwar unter dem Rechtsnachtheile, daß die ausbleibenden Gläu⸗ biger als dem Beſchluſſe der Mehrheit der erſcheinenden beitretend werden angeſehen werden.
Zugleich werden die etwaigen Schuldner des ꝛc. Rudel angewieſen, ihre Schulden bei Meidung doppelter Zahlung nicht an dieſen zu bezahlen.
Windecken den 11. April 1844.
Kurfürſtl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Hodiesne, K. A. vdt. Degen.
Arbeits ⸗Verſteigerung. (436) Freitag den 19. April l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſtwirths Schall zu Aſſenheim nachſtehende bei Erbauung einer Vrücke über die Nidda oberhalb Aſſenheim in der Provinzialſtraße von Ilbenſtadt über Aſſenbeim nach Dornaſſenheim vorkommenden Arbeiten öffentlich an die We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden.
fl. r,
1) Fundamentausgraben mit Mau⸗ rerarbeit, voranſchlagt zu 3091— 2) Steinhauerarbeit, 12966— 3) Zimmerarbeit, 376 24 4) Schloſſerarbeit, g 860 42
5) Anlieferung der erforderlichen Materialien, beſtehend in Mau⸗ erſteinen, Kalk und Sand, im Ganzen voranſchlagt zu 2306— Riſſe, Voranſchlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 9. April 1844. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen.
Verpachtung 5 (410) Montag den 22. d. M., Nachmittags um 2 Ühr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die mit Klee beſamten Aecker, als 1 Morgen auf der Sauerweide und 3 Ptl. 12 Rth. daſelbſt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 11. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.
Arbeits ⸗Verſteigerung. (60) Die diesjährigen, an Kirche, Thurm ꝛc., vorkommenden Bau⸗ und Reparaturarbei⸗ ten, beſtehend in Maurer-, Zimmer-, Schrei⸗ ner⸗, Schloſſer⸗, Dachdecker⸗, Spengler⸗ und Weißbinderarbeit, zuſammen etwa 600 fl. be⸗ tragend, ſollen Freitag den 19. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, auf hieſiger Bürgermeiſterei wenigſtnehmend verſteigert werden.
Obererlenbach den 12. April 1844. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter⸗Vicar Ohmeis.
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