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bach genommen und durch mächtiges Reiben und Bürſten wieder ins Leben gebracht hätte. Wenn's wirklich, was Einſender dieſes nicht weiß, der Branntwein war, der den Mann in Todesgefahr brachte, wird er ihn nun laſſen?——
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes.
Betreffend: Die Exlangung urſprünglichen Impfſtoffs aus natürlichen Kuhpocken.
Sie werden den Juhalt der Ihnen durch Intelligenz⸗ blatt Nr. 60 vom Jahr 1842 mitgetheilten höchſten Mini⸗ ſterial⸗Entſchließung vom 4. Juli 1842, ſowie der derſelben nachgefügten Belehrung wiederholt zur Veröffentlichung brin— gen und wie geſchehen binnen 14 Tagen anzeigen.
Hungen den 6. März 1844.
Follenius.
* Zur wetterauer Chronik.
Friedberg den 14. März 1844.
In der verfloſſenen Nacht ſtarb hier ein Schloſſerlehr— ling, ein braver kräftiger Burſche,(er heißt Volp und war bei Schloſſermeiſter Grödel) auf eine bedauerns⸗ werthe Weiſe. Er ſollte geſtern Vormittag einen alten Piſtolenlauf umſchmieden und legte denſelben in das Feuer. Mit einem außerordentlichen Knall entlud ſich der Lauf und eine Kugel drang dem jungen Menſchen in den Leib. Seine Leiden währten bis in verfloſſene Nacht 3 Uhr, wo er verſchied.— Daß doch jeder Meiſter, ehe er einen Ge— wehrlauf umſchmieden läßt, die Vorſicht gebrauchen und den⸗ ſelben näher unterſuchen wollte!—
Freitags am 22. Februar brachte ein Mann von Dor⸗ heim das Gepäcke eines Knechtes, der in Fauerbach II. in Dienſte treten ſollte, per Schubkarren an den letztgenannten Ort. War es nun die Kälte des Tags, oder der böſe Geiſt des Branntweins oder ſonſt ein unbekanntes Uebel, das plötzlich die Kraft des Mannes lähmte— genug, auf dem Ruͤckwege fiel er zwiſchen Fauerbach und Friedberg in den Chauſſeegraben und war nicht mehr im Stande ſich zu er— heben. Zu ſeinem Glücke giengen noch ſpät am Abende drei Männer von Fauerbach aus der Stadt nach Hauſe und zwar auf derſelben Seite der Straße, wo der Schub— karren ſtand und der Gefallene lag. Schon war er ganz erſtarrt und wäre ſicher in kurzer Zeit eine Beute des Todes geworden, wenn man ihn nicht gefunden, mit nach Fauer—
Kirchenbuchs-Auszug vom Februar 1844.
Hungen. Getraute: 11. Johannes Rödling, Gensd'arm zu Biedenkopf, Orts—
bürger zu Bobenhauſen I., Kr. Nidda, Sohn des Orts— bürgers und Ackermanns Johannes Rödling II. daſelbſt
und Barbara Viſſel, Tochter des hier verſtorbenen Bür—
gers und Schneidermeiſters Martin Viſſel.
29. Der hieſige Bürger und Taglöhner Friedrich Knorr, des hieſigen Bürgers und weil. Kuhhirten Johannes Knorr Sohn, und Margaretha Bader, des zu Inhai—
den, Kr. Hungen, verſtorbenen Bürgers und Ackermanns
Johannes Bader Tochter. Getaufte:
18. Dem Kaminfeger Heinrich Zweſch ein Sohn, Karl,
geb. den 20. Januar.
Beerdigte: 11. Margaretha Katharine Emilie, Tochter des hieſigen Bürgers und fürſtlichen Fiſchers Heinrich Seibert, alt 5 Mon. und 24 Tage, F 8. Febr.
22. Der hieſige Bürger und Metzger Conrad Jeckel II.,
alt 68 Jahre, 5 Mon. und 12 Tage, f den 19. Feb. 26. Kunigunde, des hieſigen Bürgers und Schuhmachers Philipp Eiſenhuth Tochter, alt 2 Mon. und 4 Tage, 1 22. Febr.
Concert. e
Der hieſige Geſangverein beabſichtigt, unter der Leitung des Herrn Lehrer Störger und gefälliger Mitwirkung einiger Dilettanten, Sonn⸗ tag den 24. März ein Concert zu geben, deſſen Ertrag für die hiefige Kleinkinderbewahranſtalt beſtimmt iſt.
Es wird zu dieſem Zwecke eine Subſcriptionsliſte zirkuliren und bittet man, im Intereſſe der Kleinkinderbewahranſtalt, um gütige Berück⸗ ſichtigung derſelben.
Friedberg den 14. März 1844.
Milde Ga be n.
Ferner ſind für den Simon Brauburger in Obererlenbach ein⸗ gegangen: durch Herrn Hartmann Schmidt in Vilbel, geſammelt im Gaſthauſe zum Landsberg, von G. G. 18 kr., E. G. 6 kr., H. S. 12 kr, H. M. 12 kr., H. G. 12 kr., G. H. 12 kr., C. W. 11 kr., H. F. 12 kr, W. K. 12 kr., J. L. 24 kr., W. S. 12 kr., C. D. 16 kr., W. F. 12 kr, E. B. 12 kr., und F. St. 12 kr., zuſammen 3 fl. 15. 15
a D. Red.
Bekanntmachungen von Be⸗ —— hoͤrden.
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Bekanntmachung.
(235) Montag den 18. d. M., Vormittags um halb 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Georg Lang dahier ge— hörende Hofraithe, Nr. 350, beſtehend in Wohnhaus nebſt Gärtchen, an Chriſtian Briel in der Schnurgaſſe gelegen, ſodann 41 Ruthen 109 Garten an Johannes Zobel in der 2. Gewann, N 173 Ruthen Acker im Lachenfeld an Tobias 00 Walz Wittwe, 84 Ruthen im Kleingalgenfeld
in hieſiger Gemarkung und 2 V. 37 Rth. in
Holz an Georg Martin Billaſch in der Ge—
markung Fauerbach II. öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. März 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.
Gelände- Verpachtung. (256) Montag den 18. d. M., Morgens
um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die
Verpachtung von 1 M. 1 V. Gelände auf der hinteren Pfingſtweide auf mehrere Jahre, ſo— dann die nun verlaſſene Hinterhohl, der hin⸗ tere Theil, ohngefähr/ haltend, auf ein Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet werden.
Friedberg den 3. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter
D. Fritz.
Garten-Verſteigerung. (235) Die Erben des verlebten Adam Schuſter wollen Montag den 18. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rakh⸗ hauſe 40 Ruthen Garten an Heinrich Salz⸗ mann und 40 Ruthen Garten in der Lang⸗ gaſſe, und zwar letzteren in 2 Theilen, einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung an den Meiſtbietenden ausſetzen und bei annehmbaren Geboten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen.
Friedberg den 26. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.
Güter Verſteigerung. (266) Auf freiwilligen Antrag des Leonhard Kautz dahier ſollen Montag den 18. d. M., Morgens halb 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe
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