Ausgabe 
13.11.1844
 
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winn nicht zu ſchaͤtzen verſteht. Die Gewohnheit zu ſparen findet ſich bei den Wohlhabendern im Allgemeinen häufiger, als bei denen, welche wenig beſitzen, und doch iſt ſie den Letzteren am unentbehrlichſten. Leider glauben viele von denjenigen, welche nur wenige Groſchen jede Woche erüb rigen können, es ſei nicht der Mühe werth, dieſe zurückzu legen, weil zu lange Zeit erforderlich wäre, um ein etwas bedeutendes Kapital zuſammenzubringen. Der Arbeiter be denke aber, daß jeder Gutegroſchen,) welcher täglich erſpart wird, am Ende eines Jahres ſchon mehr als 15 Thaler geliefert hat, und daß dieſe 15 Thaler mit Zinſen zu 4 Prozent, nach Verlauf von 10 Jahren auf etwa 185 Thlr., nach 20 Jahren auf 464 Thlr. angewachſen ſind.

Die Gewohnheit, niemals etwas zurückzulegen, und die daraus entſtehende Entmuthigung, ſind die größten Ur ſachen des Elends und der Armuth. Will man ſich aus dieſer unglücklichen Lage reißen, ſo muß man anfangen zu ſparen; es wird dem kleinen Arbeiter ſehr ſchwer, die erſten 10 Thaler zu erübrigen; allein er werde nicht muthlos, mit den zweiten und folgenden wird es immer leichter Es gibt eine Menge Hinderniſſe det Sparſamkeit. Das vorzüglichſte und am ſchwerſten zu bekälichfende iſt die Nei gung zum Genuſſe. Dieſer muß natürlich um ſo kräftiger entgegengearbeitet werden, je geringer die uns zu Gebote ſtehenden Mittel ſind, je ſorgſamer alſo jede Kleinigkeit aufgeſucht werden muß, an der möglicher Weiſe etwas zu ſparen iſt, je ſorgfältiger jede, auch die kleinſte Ausgabe hinſichtlich ihrer Entbehrlichkeit geprüft werden muß. Je ſchwerer dieſe Strenge gegen ſich ſelbſt an und für ſich ſchon iſt, deſto leichter kommt der Fall vor, den erſparten Groſchen oder Thaler in einem ſchwachen Augenblicke wieder hervorzuholen und auszugeben; um ſo nützlicher iſt daher eine Einrichtung, durch welche die kleinſten Erſparniſſe ſofort geſichert werden und Zinſen tragen. Die Neigung zum Er ſparen nimmt bekanntlich, wenn nur erſt einmal der Anfang gemacht iſt, außerordentlich zu, ſie wächſt doppelt ſchnell, wenn man das Erſparte gut angelegt und Früchte bringen ſieht, und weichen wohlthätigen Einfluß äußert die Spar ſamkeit und die dadurch begründete Wohlhabenheit auf das Weſen der Menſchen! Gibt es wohl ein angenehmeres Ge fuͤhl, als ſich ein ſorgenfreies Alter bereitet zu haben, ſich vor dem drückenden Kummer bewahrt zu ſehen, ſeine Fami lie einſt der Armenkaſſe zu hinterlaſſen? Die Sparkaſſen ſind dazu behüͤlflich, ſie machen die kleinſten Summen zu Nutze, öffnen dem Arbeiter Quellen des Wohlſtandes, ver hüten das Ausgeben gemachter Erſparniſſe und muntern dadurch zu anhaltender Sparſamkeit auf. Die Familienvä zer und Meiſter ſollen mit gutem Beiſpiele vorangehen; ſie ſollen ihre Gehülfen, Lehrlinge und Dienſtboten aufmunteru, ſich kleine Beträge an ihrem Lohne, an ihrem Verdienſte abziehen zu laſſen und ſolche in Sparkaſſen anzulegen. Wenn ein rechtſchaffener Hausherr ſogar einen Abzug Be huf dieſes Zweckes ihnen zur Bedingung macht und ſie über die e Vortheile ſeines Verfahrens gehörig belehrt, ſo werden

) Ein guter Groſchen oder 4% Kreuzer, hannöv. Thaler.

Die Red.

die meiſten derſelben ſich willig eine ſolche Anordnung ge⸗ fallen laſſen.

Für die weniger vermögenden arbeitenden Volksklaſſen iſt am wohlthätigſten die Anſammlung eines Kapitals, wel⸗ ches, wenn auch einen geringen, doch einen feſten und ſichern Ertrag liefert, und welches ohne ihre Aufſicht allmählig ſich

vergrößert; eines Kapitals, welches bei jedem augenblickli⸗ chen, aus gewöhnlichen Mitteln nicht zu beſtreitenden Be-

dürfniſſe ſofort wieder in die Hände des Eigenthümers zu rückkehrt. Alle dieſe Bedingungen erfüllen Sparkaſſen. Der

fleißige Arbeiter hat nur ſeine erübrigten Groſchen an die-

ſelben abzugeben, für Alles Andere braucht er nicht zu ſor geu, die Sparkaſſe gewährt ihm die größte Sicherheit, bei wektem mehr, als wenn er ſein Geld in verſchloſſenen Kaſten

aufbewahrt oder es verleiht, die Sparkaſſe gibt ihm auch t

ſchon für ganz kleine Summen Zinſen, zwar keine ganz ſo

hohe Zinſen als der Arbeiter etwa von ſeinem geldbedürfti⸗

gen Nachbar erhalten kann, allein die Sparkaſſe zahlt die Zinſen auf Tag und Stunde, und betrügt ihn niemals. Bei jedem unvorhergeſehenen Ausfalle an der Einnahme, ſo wie bei jeder unerwarteten Ausgabe,(z. B. in Folge einer Krankheit, eines Todesfalles, einer Heirath, einer Geburt) kann das kleine Kapital ganz oder zum Theil augenblicklich aus der Sparkaſſe zurückgezogen werden; theil für den Wenigvermögenden, den ihm nur die Spar, kaſſe gewährt.

An Euch, ihr Gewerbtreibenden, Tagelöhner, Dienſt⸗ boten, an euch Alle, die ihr von einer durch eure Hände erworbenen täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Ein⸗ nahme lebt, an euch wenden wir uns daher! wollt ihr euch einen Nothpfennig ſichern für das Alter, für eine Krank⸗ heit, oder einen ſonſtigen Unglücksfall: wollt ihr ein kleines Eigenthum erlangen; wollt ihr euch die Möglichkeit ver⸗ ſchaffen, einſt zu heirathen, euch ein häusliches Gluͤck zu begründen, wollt ihr eurer Frau, euren Kindern, überhaupt denen, deren Geſchick euern Händen anvertraut iſt, nach eurem Tode Brod hinterlaſſen, wollt ihr dafür ſorgen, daß ſie rechtliche und ordentliche Menſchen bleiben und werden: ſo bringt jede Woche einige Groſchen, jeden Monat einige Thaler nach der Sparkaſie. Welch angenehmes Gefühl für euch, welche Sicherung für eure Angehörigen! eure Spar⸗ ſamkeit wird ein heilſames Beiſpiel für ſie ſein; die Zukunft gewährt euch keine bange Sorge mehr, denn die Früchte eurer Erſparungen liegen zu eurer Huͤlfe bereit, die Spar kaſſe gibt ſie euch größer wieder, als ſie ſolche empfing.

Wenn in dem Vorſtehenden Sparſamkeit empfohlen wird, ſo iſt doch keinesweges die Abſicht anzurathen, ſich wirkliche Bedürfniſſe und manche Annehmlichkeiten des Lebens zu entziehen. Nein, man entziehe ſich nichts, was zur wah ren Verbeſſerung des Zuſtandes gehört; man begnüge ſich

nicht mit einer mangelhaften Hütte, wenn man im Stande iſt, ſich ein kleines Haus zu verſchaffen; man trage keinen zerlumpten Rock, wenn man eine heile Bekleidung haben kann. Allein ungeachtet der Ausgaben für ſolche Gegen⸗ ſtände, wird ſich noch mancher Sparpfennig finden laſſen, denn unterwirft man ſeine Ausgaben einer recht genauen,

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