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tiermeiſter war, der ſeit 25 Jahren alle Kriege mitgemacht hatte, und während des letzten Feldzuges in Spanien, im Hoſpital zu Saragoſſa geſtorben war. Der brave Sattler kundſchaftete die Familie des Verſtorbenen aus, und theilte mit ihr den glücklichen Fund.
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Zeuge zu waſchen ohne daß die Farbe darunter leidet.
Man kocht Waizenkleie in Waſſer und zwar im Ver— hältniß von 1 zu 8, alſo 8 Pfd. Kleie in 64 Pfd. Waſſer ſo lange, bis der vierte Theil eingekocht iſt. Nachdem man den Abſud durchgeſeiht hat, werden die Zeuge darin einge— weicht und ſo lange darin gelaſſen, bis das Kleienwaſſer auf 40 Grad Reaumur abgekühlt iſt, dann gut ausgewaſchen, in kaltem Flußwaſſer abgeſpült, ausgerungen und getrocknet. Die Gegenſtände werden dadurch völlig rein, ohne daß die Farben darunter leiden, wenn dieſe ächt ſind.
Zur Erheiterung.
r Gemüthsruhe. Ein Gascogner wurde mitten aus dem tiefſten Schlafe durch das Schreien ſeines Bedien— ten geweckt:„Herr, Herr, Ihr Vater iſt geſtorben!“ Der Gascogner öffnet die Hälfte eines Auges, dreht ſich um und antwortet, indem er den Kopf wieder auf das Kiſſen legt und abermals einſchläft:„ach, mein Gott, mein Gott, wie werde ich morgen frühe traurig ſein!“
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*„Wie viele Elemente gibt's?“— fragte ein Lehrer ſeine Schüler und ſogleich antwortete Einer: Fünf.„Nun, da bin ich doch begierig zu hören, ſagte der Lehrer, zähle ſie der Reihe nach her.“„Feuer, Waſſer, Luft, Erde, Leber— klöͤs. Bei dem letzten Worte entſtand in der Schule ein Lärm, den der Lehrer kaum beſchwichtigen konnte. Endlich ward es aber doch wieder ziemlich ruhig und der Lehrer konnte den Schüler fragen, wie er denn dazu komme, auch die Leberklöſe zu den Elementen zu rechnen?„Ei, erwiederte der Knabe, der zwar fühlte, daß er Etwas Dummes ge⸗ ſagt hatte, der ſich aber doch ſein Recht nicht wollte neh⸗ men laſſen, ei, wenn wir Leberklöſe eſſen, ſo ſagt mein Vater immer: ach! das iſt mein Element!“
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* Der Großfürſt Michael beſuchte einſt die Stern— warte zu Petersburg in Begleitung vieler Herrn vom Hofe die über und über mit Ordensbändern und Sternen behan— gen waren. Struve, der Aſtronom, kam über den hohen Beſuch einigermaßen in- Verlegenheit, ſtellte ſich ziemlich lin— kiſch an und gab ſolchergeſtalt Veranlaſſung, daß einzelne Hofleute höhniſche Bemerkungen über ihn machten. Der Großfürſt hörte das und ſagte:„daß Struve in Verlegenheit iſt, das kommt daher, daß er heute ſo viele Sterne am un— gehörigen Orte ſieht.,
Zu der Zeit, da nach dem Zeugniſſe des ſel. Ale pus die Thiere noch reden konnten, machte, wie der Wande
becker Bote weiland erzählt, ein Eſel ſeinem beklommeſe
Herzen durch folgende Ergießung Luft: 5 Hab' nichts, mich dran zu freuen, Bin dumm und ungeſtalt, Ohn' Muth und ohn' Gewalt; Mein ſpotten und mich ſcheuen Die Menſchen, jung und alt; Bin weder warm, noch kalt; Hab' nichts, mich dran zu freuen, Bin dumm und ungeſtalt; Muß Stroh und Diſteln kauen; Werd' unter Säcken alt— Ach die Natur ſchuf mich im Grimme! Sie gab mir nichts, als eine ſchöne Stimme.
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Ein junger Mann, der des Guten bei dem berühn—
ten Weinhändler Drucker in Berlin zu viel genoſſen und
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ſich im Saale höchſt unanſtändig aufführte, feagte den
Wirth, wie er am billigſten mit der Eiſenbahn nach Potz,
dam käme. Drucker antwortete ihm trocken: Sie nehmen ein Billet als Schwein für 2 Silbergroſchen und eins als
Hund für 3 Sgr. und fahren für 5 Sgr. als Schwein
hund hinüber.—
Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Juli 1844. I. Friedberg.
Getraute:
153. Heinrich Chriſtian Weller, hieſiger Bürger und Metzgermeiſter, des Ortsbürgers und Ackermanns, Chriſtian Weller zu Wölfersheim, ehelich lediger Sohn und Philippine Engel, des weiland hieſigen Senators und Chirurgen Philipp Schmidt, hinterbliebene verwilt⸗ wete Tochter. 5
14. Philipp Briel, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſter, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns, Chriſtian Briel ehelich lediger Sohn, und Johannette Katharine Margaretha Rücker, des Chriſtlan Rücket, Ortsbürgers und Ackermanns zu Görswerth(Herzogthum Naſſau) ehelich ledige Tochter. a
21. Jakob Nikolaus Stamm, Bürger und Schreinermeiſter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Müllermeiſters Philipp Stamm ehelich lediger Sohn und Kartharina Margaretha Möbus, des hen ſigen Gr. Seminardieners Peter Möbus ehelich ledige Tochter.
Getaufte:
Dem Bürger zu Darmſtadt und Buchdrucker dahier, Ludwig Fried⸗
rich ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 17. Juni.
13. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Heinrich Simrock ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 10. Juli.
14. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Hartmann Wilbelm Wagner ein Sohn, Wilhelm, geb. den 11. Juni.
14. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Muhl eine Tochter, Suſanne Dorothea, geb. den 30. Juni.
21. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Wilhelm Stritzinget eine Tochter, Marie Juliane Cunigunde, geb. den 6. Juli.
23. Dem hieſigen Bürger und Kaminfegermeiſter Ferdinand Frick, eine Tochter, Mathilde Eleonore, geb. den 24. Juni
26. Dem hieſigen Bürger und Actuariats-Gehülfen Karl Nikolaus
Heidt eine Tochter, Maria Eliſabetha, geb. den 20. Juli.
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