Ausgabe 
10.2.1844
 
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Städten gewohnt ſein wi ging auch in der Heiterkeit der Mahlzei wurde durch die zahlreichen Trinkſprüche innerung gebracht. die ſo vielen ande gen und ohne U Leitern derſelben in kirchlichen und weltlichen Dingen; man fand, daß hier die Landleute ni

ſorgen, Forſtmänner nicht dern noch fuͤr etwas Höheres Sinn bewahrt hätten; dagegen

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lauf ſo anſtaͤndig war, als man es ſonſt nur in großeren

ill. Die höhere Tendenz des Feſtes t nicht verloren und

in ſtets neue Er⸗

Die Toaſte galten bald der Gemeinde, ren an evangeliſchem Sinne vorangegan⸗ nterbrechung darin beharrt ſei, bald den

icht blos ihren Acker zu be⸗

die Aerzte nicht blos die Leiber zu behandeln, die blos die Bäume zu pflegen wüßten, ſon⸗

wurde den fremden Gäſten gegenüber die Humanität der

Verwaltung und Rechtſprechung, die ſorgliche Pflege kirch

licher Intereſſen, endlich die freundliche Theilnahme an den freudigen Ereigniſſen der Einzelgemeinde hervorgehoben. So kam raſch der Abend herbei und der Speiſeſaal wurde der Jugend zum Tanze als fröhlicher Vollendung des Feſtes eingeräumt.

Wahrlich ſolche Feſte ſind keine ſchlimmen Zeichen der Zeit. Sie beurkunden, daß die evangeliſchen Gemeinden ſich des Fortſchrittes in ihrer Verfaſſung freuen, indem ſie den Kern ihres Glaubens treu bewahren und ihn mit ihrem inneren und äußeren Leben immer tiefer verwachſen laſſen.

Aus dem Vogelsberg den 30. Januar 1844.

Wie ſehr die Verdienſte würdiger Lehrer, welche die rechte religibſe Erleuchtung in den Schulen foͤrdern, allge⸗ meine Anerkennung finden, hat ſich heute in der alten Berg⸗ ſtadt Ulrichſtein bewährt.

Der Gr. Schullehrer Möſer wurde am 27. d. M. aus ſeinem ſegensreichen Wirken im 71. Lebens- und 41. Dienſtjahre durch den Tod abgerufen und heute beerdigt. Ohne von irgend einer Seite aufgefordert zu ſeyn, ſchloſſen ſich ſeinem, in der anſpruchloſeſten Stille vorgenommenen, Leichenbegängniß nicht nur die verehrten Beamten und Ho⸗ noratioren dieſer Stadt an, ſondern auch der Stadt⸗Vorſtand, ein großer Theil ſeiner früheren, alle ſeine jetzigen Schüler wie auch die meiſten Lehrer der Umgegend, an ihrer

Spitze der verehrte Gr. Bezirks⸗Schul⸗Commiſſair Weichard, Dekan und Pfarrer zu Bobenhauſen II., und eine große Menſchenmenge von nahe und fern. Auch hatte der Ver⸗ ſtorbene ſolch ehrende Auszeichnung in hohem Grade ver dient, da er nicht nur in ſeiner Schule, unter 174 Kindern, ſondern auch in weiteren Kreiſen, als Mitglied der Schul⸗ konferenzen und des in Ulrichſtein beſtehenden Mäßigkeits⸗

vereins bis in ſein hohes Alter des Guten viel durch Lehre

und Beiſpiel wirkte.

Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Januar 1844.

I. Hungen. Getraute:

28. Der hieſige Burger und Maurermeiſter Caspar Elias Weck II., Sohn des verſtorbenen hieſigen Bürgers und

4. A- 7 Schneiders Friedrich Weck, und Dorothea Werner, des verſtorbenen Bürgers Johann Joſt Werner zu Kombach

Kr. Biedenkopf, nachgelaſſene Tochter. Getaufte:

7. Dem Bürger und Seiler Philipp Schäfer eine Tochter, Elisabetha Pauline Katharine Emilie, geboren den 10. Dezember 1843. 5

13. Eine uneheliche Tochter, Sybille, geb. den 4. Januar.

14. Dem Bürger und Wagner Heinrich Zimmer II. eine Tochter, Anna Margaretha Gertraude Caroline, geb. den 9. Dezember 1843. f

14. Ein unehelicher Sohn, Peter, geb. den 14. Januar.

21. Dem Bürger und Metzger Konrad Bender ein Sohn, Georg Philipp Karl, geb. den 26. Dezember 1843.

21. Dem Bürger und Schuhmacher Georg Köhler ein

Sohn, Heinrich, geb. den 29. Dezember 1843. Beerdigte:

24. Der Bürger und Barbier Wilhelm Wüſt, alt 66 Jahre,

1 den 21. Januar.

II. Ulrichſtein.

Getraute: Keine. Getaufte:

14. Dem hieſigen Bürger und Maurer Bernhard Kraft eine Tochter, Katharina, geb. den 25. Dezember 1843.

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Beerdigte:

86. Johann Heinrich Freyenſcheer, des Gr. Geſtütsknechts Johannes Freyenſcheers II. Söhnchen, alt Tage.

16. Anna Eliſabetha Katharina Margaretha März, der

Anna Margaretha Mohr von hier und des Bäckers

und Nadlers N. N. März von Sellnrod uneheliche unverheurathete Tochter, alt 29 Jahre, 6 Monate und 14 Tage. 26. Andreas Stockmann, des hieſigen Bürgers und Wirths

Georg Stockmann Ar. Sohn, ein Zwillings⸗Söhnchen,

alt 1 Jahr, 8 Monate und 13 Tage.

30. Herr Andreas Möſer, Gr. Schullehrer, Präceptor da

hier, alt 70 Jahre, 2 Monate und 16 Tage.

Geſinde⸗ Prämien.

Die verehrlichen Mitglieder des hieſigen Hülfsvereines erlaubt ſic das unterzeichnete, dazu beauftragte Ausſchußmitglied andurch zu erinnen, daß die Zeit zur ſtatutenmäßigen Vertheilung der Geſindeprämien wiederum herannaht. Dienſtherrſchaften, welche ſolche für ihre Dienſtboten il Anſpruch zu nehmen geſonnen ſind, müſſen entweder jenem Vereine ſeil mindeſtens zwei Jahren als Mitglieder angehören, oder doch z ſeiner Kaſſe bereits eine Beitragsſumme von 8 fl. eingezahlt; Dienſt boten dagegen, für welche die Prämie nachgeſucht wird, müſſen bei einen Mitgliede des Hülfsvereins wenigſtens fünf Jahre lang ohne Unter brechung treu und redlich gedient haben.

Friedberg den 8. Februar 1844.

Sell.

Milde Gabeu.

eingegangen: von Wittwe K. 30 kr.; von Wittwe H. 1 fl.; von J. 8 12 kr. Vergelt's Gott! Die Red⸗

Ferner ſind für den Simon Brauburger in Oberererleun

Steigern Flora

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