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vangeliſche Geſangbuch für das Großher
Intelligenz-Olatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Februar
10.
Erinnecungsfeſt der kirchlichen Union zu Rodheim.
Am 4. Februar beging die evangeliſche Gemeinde Rodheim vor der Höhe ein ſchönes Feſt, das des 25jähri⸗ gen Beſtandes der Vereinigung der früheren lutheriſchen
und reformirten zu einer einzigen Kirchengemeinde. Die Feier war nicht blos der Erinnerung an einen vor 25 Jah- geu gefaßten ſegensreichen Entſchluß geweiht, ſondern war ugleich deſſen Vollendung. Denn es wurden bei dieſer Beraulaſſung die bis dahin gebrauchten vielfach abweichen— den älteren Geſangbücher beſeitigt und das„Allgemeine
zogthum Heſſen“
zu
in deren Stelle geſetzt.
Die Einleitungen, welche der Kirchen- und Gemeinde— orſtand, ſo wie ein beſonders damit beauftragtes Feſt-Comite etroffen hatten, waren höchſt angemeſſe e Ausführung gelang um ſo vollkommner, als ſich Jung ind Alt, die Letzten wie die Erſten dem Feſte mit ganzem herzen augeſchloſſen und ſeine Bedeutung wohl begriffen Ritten. Förderlich war auch das ſchöne Wetter, welches cht nur eine bedeutende Anzahl Fremder herbeigelockt hatte, ſuidern auch einen ungehinderten Zug nach und aus ſrche geſtattete.
Um 11 Uhr, bis wohin ſich Alles von nah und ferne ſammelt hatte, begann der Zug von der Wohnung des aten Pfarrers aus; voran die Schuljugend unter Anfüh— ung ihrer Lehrer, hierauf die beiden Orts itte der Großh. Dekan und an ſie zul benachbarter Geiſtlichen in ihrer ſegten die weltlichen Beamten: der Gro no ter, Forſtinſpector und Andere; nun erz Bürgermeiſter, Gemeinderath, Kirch end und ihnen folgend die Gemeinde maden Fremden untermiſcht.
n und würdig und
der
geiſtlichen, in ihrer angeſchloſſen eine An— Amtstracht; hierauf sh. Kreisrath, Land— die Gemeindebeam— en- und Schulvor— ſelbſt mit theilneh— Die Eintretenden fanden die Arche verziert, der Gottes dienſt begann mit einem Choral N Jnſtrumental-Begleitung und tiefe Stille herrſchte als n zweite Geiſtliche vor den Altar trat. Er hatte ſelbſt de Vereinigung ſtiften helfen, 44 Jahre in der Gemeinde
das Pfarramt verſehen und ſeine Rede war gleichſam eine Stimme aus einer vergangenen Zeit, welche der Gegenwart vorarbeitete. So wie er geendigt hatte, begann der Geſang des Hauptliedes„Herr deine Kirche danket dir.“ Die Ge⸗ meinde ſchien in dieſen Geſang den Ausdruck ihrer Gefühle zu legen, denn einſtimmig war die Anerkennung des erha— benen Eindrucks, welchen er auf alle Hörenden machte. Hierauf beſtieg der noch junge Vikar der erſten Pfarrſtelle die Kanzel, und legte in klaren, wohl geſprochenen W das Verdienſtliche der Vereinigung ſe Lenkung der
orten
lbſt und die heilſame Vorſehung, welche das Werk vor 25 Jahren beginnen und nun vollenden ließ, vor Augen, indem er den Text, welcher im Jahr 1819 bei der Uniounsfeierlichkeit dem Geiſtlichen gedient hatte, Apoſtelg. 5, 38 und 39 jetzt zum
zweitenmale zu Grunde legte. Mit dankbarem Gefuͤhle horte
man die Namen der Männer, welche v
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ſahen, und in ihrem Kreiſe darauf hinw Hirt und eine Heerd
dienſtes ſang der Geſangverein der Gemein
.
or einem Vierteljahr— Vorurtheile hinweg— irkten, daß einſt ein werde. Zur Forſetzung des Gottes—
jundert zuerſt über die konfeſſionellen
de
de unter Beglei— ung von Inſtrumental-Muſik einen Feſtgeſang in ſolcher
Weiſe, daß Jedermann die Ueberzeugung gewann, auch nach dieſer Richtung habe die Bemühung der Lehrer ünd Vor⸗
ſteher gute Früchte getragen.
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Handlungen etwa noch kalt g wiß von d Redner von der Einigun thatkräftigem Chriſtenthum ſprach, im Gegenſatz
fe
Die Schlußrede übernahm
die früheren gottesdienſtlichen gelaſſen hätten, der wurde ge— em Feuereifer hingeriſſen, womit dieſer treffliche ig zur evangeliſchen Liebe und zu zu der ſchlaf— Form nicht
er Großh. Dekan, und Wen
n Gleichgültigkeit, welche an ihrer kirchlichen
hält, weil ſie überhaupt keine ſchätzt.
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bäuſer hatten Gäſte, wohl alle hatten Et
Der Nachmittag war der Freude gewidmet; viele 8* 8 5
vas zur Bezeich—
nung des Feſttages gethan. Die Vorſteher der Gemeinde,
ihre Beamten und die Ehrengäſte derſelben Fremden verſammelten ſich zu einem Feſtmahle ordnung von Geſchmack und Takt zeugte,
nebſt vielen „deſſen An
Ver
und deſſen


