An das verehrliche Publikum.
Als ich am Anfange dieſes Jahres, nicht ohne bedeutende Opfer, dem Intelligenzblatte eine größere Ausdehnung gab, hoffte ich den Anſprüchen Genüge zu leiſten, welche jetzt an ſolche dem„Gemeinwohl“ gewidmete Blätter gemacht werden. Auch berechtigen mich die günſtigen Urtheile über mein Blatt, womit ich ſchon oft erfreut worden, zu der Ueber— zeugung, meine Abſicht nicht verfehlt zu haben. Nur Gegenſtände des religiöſen und ſittlichen Gebietes konnten bisher keine ſolche Berück⸗ ſichtigung finden, wie dies von vielen Leſern des Blattes gewünſcht wird, beſonders von ſolchen, welche wegen geſtörter Geſundheit oder vorgerückten Alters an der kirchlichen Er— bauung nur ſelten oder nie Theil nehmen können. Indeß ſcheint es nicht geeignet, der— gleichen Gegenſtände vorzugsweiſe in einem Blakte zu behandeln, deſſen verſchiedenartiger Inhalt einer erbaulichen Stimmung nicht för— derlich iſt.
Um nun den bezeichneten Wünſchen ent— gegen zu kommen, bin ich geſonnen, für Ge— genſtände des religiöſen und ſittlichen Gebietes
ein beſonderes Blatt erſcheinen zu laſſen, wo⸗
zu mir bereits vor einigen Jahren von höchſt— preißlichem Miniſterium des Innern und der Juſtiz die Conceſſion gnädigſt ertheilt worden und zu deſſen Herausgabe mich einige Freunde der häuslichen Erbauung in den Stand ſetzen wollen. Dieſes Blatt wird unter dem Titel:
Wetterauer Sonntagsblatt, ein Beitrag zur Förderung des Reiches Gottes
in Nummern, die einen halben Bogen ſtark ſind und von 14 zu 14 Tagen erſcheinen, mit dem Jahre 1845 beginnen. Noch im Laufe dieſes Jahres werde ich aber die erſten 4 Nummern als Probeblätter mit dem Intelli— genzblatte gratis ausgeben. Der Preis dieſes Blattes beträgt für das halbe Jahr 18 kr.
Ich ſchließe dieſe Anzeige in der Hoffnung, von vielen Leſern mit geneigten Beſtellungen auf das„Wetterauer Sonntagsblatt“ beehrt zu werden, welche ich mir bis zum 30. Dezember d. J. franco erbitte.
Friedberg im October 1844.
C. Bindernagel.
S Die erſte Nummer des Wetter⸗
auer Sonntagsblattes liegt dem heutigen In⸗ telligenzblatte bei. Diejenigen verehrlichen Abon⸗ nenten des Intelligenzblattes, welche nicht geſon⸗ nen find, auf das Sonntagsblatt zu abonniren, würden mir eine Gefälligkeit erzeigen, wenn ſie die vier Nummern, welche ich im Laufe dieſes Jahres dem Intelligenzblatte gratis beilegen werde, mir am Schluſſe dieſes Jahres zurück⸗ geben wollten. Der Obige.
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Die erſte Abendunterhaltung
(1460) des Geſangvereins findet Sonntag den 17. d. M. iin Ger lachiſchen Lokale ſtatt. Empfehlung.
(IAS) Ich mache meinen geehrten Freun⸗ den und Gönnern die ergebene Anzeige, daß ich mein Kappenmacher⸗Geſchäft eröffnet habe. Ich empfehle mich daher in ausgezeichnet fei⸗ ner Arbeit von Sommer- und Winterkappen, ſowie auch von Uniform ⸗Kappen und Com⸗ mod⸗Tzako und verſpreche eine reelle und bil⸗ lige Bedienung. 5
Mina Eiler,
wohnhaft bei Th. Lorenz in der Uſergaſſe.
Brennereigeſchirr. (14610 Ein ſich in gutem Zuſtande befind⸗ liches, /. Ohm haltendes Brennereigeſchirr, wird zu kaufen geſucht. Von wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein Logis (1462) im zweiten Stocke, beſtehend in einem Wohnzimmer und zwei Nebenſtuben nebſt einer Küche ꝛc. hat zu vermiethen Frau Kath. Hanſtein.
Beſten Braunſchweiger Flachs,
(1463) durch meinen directen Einkauf, empfehle ich zu dem billigſten Preiſe
Friedberg. M. L. Goldmann. 300 Gulden Curatelgeld
(146) liegen zum Ausleihen bereit bei Glaſermeiſter Weckerling.
7300 Gulden
(168) vormundſchaftliches Geld liegt bereit gegen gute gerichtliche Verſicherung zuſammen oder getrennt ausgeliehen zu werden.
Friedberg den 5. November 1844.
S. G. Katzenſtein. Samuel Lindheimer zun. Bekanntmachung.
(1466) Ein der hieſigen Bäckerzunft ange⸗ höriges Leichentuch und eine zinnerne Kanne ſoll Donnerſtag den 14. d. M., Morgens 9 Uhr, in der Behauſuug des Herrn Gaſtwirths Schmidt dahier einer öffentlichen Verſteigerung gegen gleich baare Bezahlung ausgeſetzt werden.
Friedberg den 6. November 1844.
Anzeige und Empfehlung.
(1467) Einem geehrten Publikum, mache ich bierdurch die ergebenſte Anzeige, daß ich Samſtag den 9. Nov. das von mir in meiner ſeitherigen Wohnung betriebene Geſchäft in das von mir von Herrn Metzgermeiſter A. Nern erkaufte und neu hergerichtete Haus, Lndwigsſtraße Nr. 12, verlege und dieſen Tag dorten verbunden mit Mehlhandlung eröffne. Es wird mein Beſtreben ſein, jedes mich Be— ehrende gut und reell zu bedienen und em⸗ pfehle mich hierdurch beßtens.
Friedberg den 5. November 1844.
Carl Oswald.
Frankfurter Gold-Cours vom 7. November.
e Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 5⁴ Rand⸗Ducaten 5 34% 20 Frankſtücke 9 25. Engliſche Souverains 11151
Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
23. Sonntag nach Trinitatis den 10.
November.
5(Erntedankfeſt.) Pfarramtliche Funktionen verrichtet: für Herrn Kirchenrath Pilger, Herr Stadtpfarrer Sell.
Vormittags predigt in der Burgkirche:
Herr Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) 8 Nachmittags predigt in der Burgkirche Herr Candidat Kleberger. f Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 3— 4 Uhr, halt Herr Candidat Diefenbach II.
Frucht preiſee
7. Nov. 29. Oct. 30, Oel.
Gattung. Fried⸗ 1% Groß. berg Manz gerau fl. kr.] fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 7 40 820 8 Korn„ 5 50 545 520 Gerſte„ 70 5— 5 254 520 Hafer„ 9 31.3181
Polizei-Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 16. November 1844.
755 5 Fried⸗Buß⸗ 5 Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 2 2 7 4 3 442 44 95 9 119— Lth. Lth. — Milchbrod 155 15% — Waſſerweck 16 16 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 ¼—, 16% Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch ae 15— 11— 5 1 gemäſtetes— 9— * Kühfleiſch aa 8— 168 belieie, gemsſtetes 8 278 8 Rindfleiſch ungemäftetes 71 27 „ Kalbfleiſch 9 219 „Schweinenfleiſch 11A „ Hammelfleiſch 9— 91— „ Schaaflfleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „ Gemiſchte Wurſt 8— 81 „ Bratwurſt 15— 15 „Schwartenmagen 15— 15— „Geräucherter Speck 22— 2. „Schinken 17— 417. „ Doörrfleiſch 17— 17— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18 „ Nierenfett 19— 1181 „ Hammelsfett 151— 45— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler.
Die Polizei-Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius.
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Gedruckt und verlegt unter Veräantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg
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