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zur Ehre, daß ſie, die bedeutenden Geldopfer, die ſie wegen des Schulhausbaues bringen mußte, verſchmerzend, im Stande war, dieß Lied aus vollem Herzen zu ſingen. Nach been— digter Einweihung wurde unter einheimiſche und auswärtige Kinder, ſo weit der Vorrath reichte, eine große Anzahl von Prätzeln vertheilt und daß es dabei an freundlichen Kinds— und Elterngeſichtern nicht gefehlt haben werde, davon wird ſich der geneigte Leſer auch ohne unſere Vecſicherung über⸗ zeugt halten. * *—
* Friedberg. Am 12. Mai und am 2. Juni d.
J. wurden dahier Kinderbälle gehalten.
Kirchengeſang in Butzbach.
Das hieſige Publikum intereſſirt ſich ſehr fuͤr Verbeſ⸗ ſerung des Kirchengeſanges und freut ſich, wenn von irgend einer Seite fur dieſen Zweck Etwas geſchieht. Vor zwei Jahren hat man angefangen, mit Begleitung der Orgel und nach dem Rinckiſchen Choralbuch das„Komm' heiliger Geiſt“ vorzutragen, während früher ohne Orgel in abwech⸗ ſelnder Melodie, mit Zmaligem Feuer dieſer Geſang mehr geſchleift als geſungen wurde. Die Schuljugend ſingt die Choräle regelrecht; der größere Theil der Gemeine liebt in— deſſen ſeine eigentümlichen Variationen, dennoch würde er dem Choralbuch und dem Organiſten ſich fügen, wenn die Kinderſtimmen durchdrängen. Anders freilich iſt es, wenn der Singverein im Chor oder auf der Orgel ſteht und die Kinderſtimmen unterſtützt. Während einiger Minuten ver— nimmt man ein Ringen zwiſchen dem Sängerchor und den Anhängern der Schleifereien; dann hört man bloß das Sängerchor und nimmt wahr, wie dieſem ab- und zuge⸗ lauſcht wird; zuletzt ſingt die ganze Gemeine ſchön, kräftig und richtig die Melodie.
Um das Intereſſe für Verbeſſerung des kirchlichen Ge— ſangs zu erhalten und zu beleben; um zu zeigen was Ge— ſang ſei— denn wer milſingt, hort vor, lauter Tönen das Lied nicht— iſt die Aufführung einzelner Geſangſtücke durch ein Sängerchor an beſonderen Tagen unerläßlich. Das er⸗ baut, wie eine gute Predigt. In dieſer Art wurde am erſten Oſtertag von der Schuljugend bei Mitwirkung von Inſtrumentalmuſik unter Leitung des Herrn Cantor Eckhard „Auferſtehn, ja Auferſtehn vorgetragen; desgleichen am erſten Pfingſttag unter Leitung des Herrn Vikar Schuſter von dem Singvereine ein Feſtgeſang, gedichtet von einem Vereinsmitgliede, componirt vom Director des Vereins, Herrn Rector Algeier.— Ueber beide Aufführungen iſt nur Eine Stimme; man wünſcht baldige und öftere Wieder— holung. Singt die Jugend, ſo weiß man, was Zartheit; ſingt der Verein, ſo weiß man, was Kraft des Geſanges iſt. Schon oft iſt bedauert worden, daß bis jetzt der Sing— verein eine eigentliche Verbeſſerung des Kirchengeſanges keineswegs bewirkt habe, wie wohl dieſes nach den Statu— ten zu den Vereinszwecken gehört. Bei dieſem Bedauern werden zwei wichtige Punkte überſehen.
1.) Die Gemeine ſingt bekanntlich einſtimmigen. Choral; will alſo der Singverein den Geſang der Gemeine verbeſ— ſern, ſo muß er den einſtimmigen Choral mitſingen. Er kann ſich hierbei unter die Gemeine vertheilen und den regel— widrigen Geſang überwältigen; oder er kann einen beſon— deren Platz einnehmen und die erſten Strophen einer ver— dorbenen oder ungewöhnlichen Melodie allein ſingen, worauf die Gemeine ſich in den folgenden anſchließen wird. Daß dieſes mannigfache Schwierigkeiten hat, iſt klar; daß es ganz redliche Leute gibt, welche von Vorurtheilen befangen
ſind, und ſagen:„Ich gehe in die Kirche um mich zu ey bauen, nicht um ſingen zu lernen“ iſt bekannt; und daß
dieſe Einrichtung nicht eher begonnen werden kann, als bis N ſie allgemein gewünſcht wird, iſt natürlich. 11700 1 0 155 7 2 N 6 1000 2.) Hierbei müſſen die Schuljugend und der Sin U 2 verein ſich gegenſeitig unterſtützen; die Schuljugend alle ö 1 75 würde nicht durchdringen; das Auftreten des Singvereneg 10 b allein würde nicht nachhaltig genug ſein. Erſt durch zs bert h den neue Schuleinrichtung iſt der Geſangunterricht der du leine oberen Klaſſen Einem Lehrer übertragen worden, dadurch aaf e 5 eine vollſtändige Uebereinſtimmung im Plane erſt mögſ⸗ 5 bn h gemacht worden. Aug dn 9.0 Von dem unter den hieſigen Lehrern waltenden Gel a oh. der Eintracht hoffen wir das Beſte. 12 Jeder ſtark alleine, f 0 6 505 5 5 14 0(691) en Stärker im Vereine!(691) gehen b 3 güne 10 een 2 Pohl U f 1 f 1 52 5 7 4 7 hh Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Mai 1844. C1 ns . uf** Ulrichſtein. 0 ae wild de 8 tel.— Getraute: ö ee 1 5 . i d dfenſc M Keine. 15 dan p ban Getaufte: big a 1 5. Dem Ortsbuͤrger und Schneider von Stumpertenng 8 Johannes Jacob ein Sohn, Johann Martin Karl J. Bekan guſt, geb. am 16. März. e 19. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Kaspar Joſt ll 50 9 90 1 9
eine Zwillingstochter Ehriſtina, geb. den 19. deſſ. f en 1g cle 20. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Kaspar Joſt I des Gut legt eine 8 e Anna Maria Katharina, geb. de 5 1 6 191 des. M. dun Wobnhauſ 27. Dem hieſigen Bürger und Schneider Kaspar Schu ae e mann ein Sohn, Wilhelm, geb. am 15. deſſ. M. Gaudi . f 8 5„und Prenne Wiege; Wucht u 8. Eliſabetha Katharina Fritz, des hieſigen Burgers um E geboten u Gr. Geſtütsknechts Heinrich Fritz Ehefrau, eine gebn, 1 ne Lipp, alt 58 Jahre, 11 Monate und 2 Tage,,„ lle den 5. deſſ. M. Pachtliebhaber, 10. Karoline Stöpler, des hieſigen Bürgers und Lande andwirthe ausm richtsdieners⸗Subſtituten David Stöplers Tochter, J. dagen ze 3 Jahre, 10 Monate und 8 Tage, f den 6. deſſ. U mage 40 li 10. Anna Maria Joſt, des hieſigen Bürgers und Achiſ neter Stele manns Kaſpar Joſt II. Tochter, alt 1 Jahr, 8 Mf dad vorgänger nate und 20 Tage, 1 den 7. deſſ. M. een 16. Karoline Dietz, eine uneheliche Tochter, alt 1 A 1 0 und 4 Monate, 1 den 13. deſſ. M. eg. 235 22. Chriſtina Joſt, des hieſigen Bürgers und Ackermaſß aunfels den Kaspar Joſt II. Zwillingstochter, alt 9 Stunden, Aurſllic
den 19. deſſ. M. Verde 30. Johann Heinrich Hofmann, hieſiger Buͤrger, Ackerman 0260 dane und Hofbeſtänder auf dem Siegmundshäuſer Hof du fi lor f
hier, alt 79 Jahre und 3 Tage, 7 den 27. deſſ. N anne de Ebulſaals und dſbſt erſorderſic
) 2 lich ſtark beſucht. Auch in Friedberg wird ſich den 15. Juni, Mittag, Aacdeckerart
Feldberg. 99 g g 5 1 5 J Maurerrbe Wie man vernimmt, ſo wird der Feldberg dieſes Jahr ungem en 0 Anme I be eine ſtarke Karavane in Bewegung ſetzen, um über Wehrheim und Ai 9 Stelen moſerarbe
fenberg den Feldberg zu erſteigen.— Möchte doch jede Geſellſchaft, was[h Ghoſengthef
den Feldberg beſucht, auf demſelben im Augenblicke, wo man die Wil 0 Vehenden
that eines Obdachs recht empfindet, eine Sammlung zum Bau des n 1 df Agerarde e
jektirten Feldberghauſes veranſtalten. Ift auch das jedesmalige Reſüll den, nad noch ſo klein; es trägt doch zur ſchnelleren Realiſirung des Projektes dl, wem zu re


