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„lnger nachgeſehen werden.
Intelligenz- Blatt
8 Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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Amtlicher Theil.
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Polizey- Verfugung.
Die Vorſchrift, daß die jungen Obſtbäume an Vici— ulwegen durch Baumſtützen in ſenkrechter Stellung aufrecht z erhalten ſind, wird, bei Meidung der in der höchſten Ver— Jädnung vom 19. Juli 1842 F. 5 angedrohten Strafe von fl., hiermit eingeſchärft.
Friedberg den 5. Juni 1844.
Der Gr. Heſſ. Kreisrath des Kr. Friedberg Küchler.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Baumpflanzungen an Vicinalwegen.
Es kann dem Mißſtand, daß die Bäume an den Vici— ilwegen kreuz und quer auf die Seite hängen, nicht mehr Sie werden deßhalb angewie—
en, den Vollzug der vorſtehenden Polizey-Verfügung genau u überwachen und alle diejenigen, welche nicht binnen 14 jagen derſelben nachgekommen ſein werden, durch die Weg— nurter oder die Feldſchützen zur polizeygerichtlichen Beſtra— jung anzeigen laſſen.
Zugleich mache ich es Ihnen zur Pflicht darauf zu apten und reſp. zu befehlen, daß die hin und wieder fehlen
om Bäume an den Vicinalwegen in dieſem Herbſte ergänzt ud diejenigen Beſitzer, welche ihren deßfallſigen Befehlen ncht nachkommen zur Beſtrafung angezeigt werden. Friedberg den 5. Juni 1844. Küchler.
Zur wetterauer Chronik.
Friedberg. Am 29. Mai fand die Verſamm— lung der Mitglieder des wetterauer Zweig ver— ens der Guſtav-Adolf-Stiftung, zu welcher in die— en Blatte eingeladen war, Statt. Es hatte ſich eine große unzahl von Perſonen beiderlei Geſchlechts aus der Stadt ud von den benachbarten Orten eingefunden, um der Feier
Sonnabend, den 8. Juni
des Tages beizuwohnen. Der Präſident des Vereins, Herr Director Dr. Crößmann, hielt, nachdem die Verſammlung das Lied Nro. 481. v. 1—5 geſungen hatte, eine der Feier angemeſſene, in hohem Grade erweckliche, Predigt über 2. Cor. IX., wobei er von dem Hauptgedanken:„was wir uns bei der Noth vieler unſerer proteſtantiſchen Brüder vorhalten müſſen/ ſich leiten ließ. Nach der Predigt verlas der Secre⸗ tär des Vereins, der Gr. Pfarrer Matthias, den Bericht, in welchem er die hauptſächlichſten, die Wirkſamkeit des Geſammtvereins ſowohl hemmenden, als auch fördernden Er⸗ ſcheinungen zur Sprache brachte und die Rechnungsreſultate des evang. Vereins der Guſtav-Adolf-Stiftung, des Heſſ. Hauptvereins und des wett. Zweigvereins mittheilte. Da— rauf folgten die Verhandlungen, bei welchen u. A. auch für das Jahr 1845 die hieſige Stadt als Verſammlungsort be— ſtimmt wurde, weil auf den Vorſchlag, die Verſammlung in Butzbach zu halten, nicht eingegangen werden konnte, indem ſich dort ein eigener Zweigverein gebildet hat. Die Verſammlung wurde mit dem Segen des Herrn entlaſſen und verſchiedene Anmeldungen, die ſeit dem 29. Mai bei einzelnen Mitgliedern des Vereins ſchon erfolgt ſind, berech— tigen zu dem erfreulichen Schluß, daß die Feier jenes Tages nicht vergeblich geweſen ſeie. Gott gebe, daß dieß in immer hoͤherm Maaße wahr werde!— * **
*r Fauerbach II. Am Sonntage Trinitatis wurde hier ein Feſt ganz eigenthümlicher Art gefeiert, nemlich die Einweihung des neuerbauten Schulhauſes. Unter dem Gelaͤute aller Glocken, den Lehrer an der Spitze, mit den Klaſſenfahnen und mit Blumen lieblich geſchmückt zog die Schuljugend aus dem Pfarrhauſe, das ſeit länger als 20 Jahren der Schule gedient hatte, in das neue, gleich— falls mit Blumen und Maien feſtlich verzierte Schulgebäude. Vor demſelben hatte ſich eine große Menſchenmenge verſam— melt, die, ehe ſie in das Schulhaus trat, das Lied Nro. 415 V. 1 auf der Straße abſang. Dann hielt im Schul ſaale der Ortsgeiſtliche über Joel II, 23. eine Feſtrede, in welcher er ſowohl den Lehrer, als auch die Kinder und ihre Eltern auf die ihnen zu übenden Pflichten hinwies, worauf er mittelſt Segenswunſches das Gebäude ſeiner Be ſtimmung übergab. Wie vor der Rede die Schulkinder einen entſprechenden mehrſtimmigen Geſang ausgeführt hat ten, ſo ſtimmten nach derſelben alle Anweſenden das Lied 409. an, und gereicht es der Gemeinde Fauerbach gewiß


