kannt ſind oder bei dem Erſcheinen der Militärpflichtigen bekannt werden, haben Sie ſelbſt ohne Anzeige dieſer dahin zu wirken, daß die erforderlichen Zeugniſſe bis zur Muſte⸗ rung erbracht werden.— Ihre amtliche Thätigkeit wird aber in noch größerem Maaße in Anſpruch genommen, wenn ſich die Untauglichkeit auf Geiſtesſchwäche, Taubſtummheit und ähnliche Uebel gründet, die vorausſetzen laſſen, daß den daran leidenden Individuen die Kenntniß der beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften ermangele. 12 Kein Militärpflichtiger kann ſich durch einen Bevoll⸗ mächtigten, welcher Art er auch ſeie, für tauglich erklären laſſen; er muß in Selbſtperſon erſcheinen, inſofern er ſich nicht dem im Artikel 43 des Recrutirungsgeſetzes ausge⸗ ſprochenen Nachtheile des Erſtmarſchirens ausſetzen will.— Von der Verbindlichkeit ſelbſt zu erſcheinen ſind allein die— jenigen ausgenommen, welche entweder durch gehörig Be⸗ vollmächtigte oder durch ihre Eltern, Großeltern, volljährige Geſchwiſter, oder durch ihre Vormünder bei der Muſterung erklären laſſen, daß ſie ſich beim Militärdienſt vertreten laſſen würden. Dieſe Erklärung geſchieht am Sicherſten mittelſt Vorzeigung der von der Großh. Staatsaſſekuranz⸗ anſtalt erhaltenen Verſicherungsurkunde. Friedberg am 30. April 1844. J. tz Krach, Gr. Kr.⸗Sekr.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für 1844.
Nee
finden. Den 10. Juni werden die Conſcripti ichti aus folgenden Orten: di eee
10 Bellersheim, 2) Bettenhauſen, 3) Birklar, 4) Dorf⸗
gill, 5) Eberſtadt, 6) Einartshauſen, 7) 5
8) Freienſeen, 9) Gambach, 10) Gonterskirchen, 11)
Griedel, 12) Grüningen, 13) Hattenrod, 14) Holzheim,
15) Hungen, 16) Juheiden, 17) Langsdorf, 18) Larden⸗
bach mit Solms Ilsdorf, 19) Laubach,
den 11. Juni
20) Lich, 21) Münſter, 22) Münzenberg, 23) Muſchen⸗
heim, 24) Niederbeſſingen, 25) Nonnenroth, 26) Ober⸗
beſſingen, 27) Obbornhofen, 28) Oberhörgern, 29) Röth— ges, 30) Ruppertsburg, 31) Traishorloff, 32) Trais— münzenberg, 33) Utphe, 34) Villingen, 35) Weckesheim
36) Wohnbach, 37) Wetterfeld, 38) Woͤlfersheim i
gemuſtert und haben ſich daher die Großh. Bürgermeiſter
mit den Conſcriptionspflichtigen auf die bezeichneten Tage
jedesmal Morgens präeis halb 8 Uhr, auf hieſigem Rath⸗
hauſe zur Muſterung einzufinden. 5 N Die Loosziehung erfolgt den 12. Juni, zu welche
ſich ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter mit den eien
pflichtigen Morgens um dieſelbe Zeit einzufinden haben. Ich bemerke Ihnen hierbei:
a) Die Entſcheidung über die Depotanſprüche ſoll jedes— mal nach beendigter Muſterung ertheilt werden, es hüben dich daher diejenigen Militärpflichtigen, fur welche das Depot angeſprochen wird, mit den betreffenden Bürgermeiſtern zur Hand zu halten.
r 142*.
9 1 f
p) Ebenso ſoll gleich nach beendigter Muſterung das Er⸗ Won* 10. de
kenntniß der Aerzte über die von den Militärpflichti⸗ geb Culunh,
gen angegebenen Fehler dieſen Militärpflichtigen be⸗.ag en Se kannt gemacht werden, wobei ebenfalls die Gegeuwart eus ch
der betreffenden Großh. Bürgermeiſter nothwendig iſt,, den gu 11
damit ſie die Einträge in die Liſten zu machen im] A. de„ Eon,
Stande ſind. 5 Tech urge
c) Hinſichtlich der Zeugniſſe, welche die, an ſinnlich nicht A, De gohanm gte wahrnehmbaren Fehlern und Gebrechen leiden, 1170 Febr.
1
den Conſcriptionspflichtigen beizubringen haben, ver weiſe ich auf die beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften
und insbeſondere auf den§. 127 der Verordnung von
30. April 1831, ſowie auf das Ausſchreiben des Re crutirungs-Commiſfars vom 20. Mai 1836, wornach Beſcheinigungen der Phyſicatsärzte oder derjenigen Aerzte welche die Dienſtpflichtigen behandelt haben, Atteſtate der Geiſtlichen und Schullehrer, deren Unterricht der Militärpflichtige genoſſen hat, Zeugniſſe der Bürgen meiſter und Gemeinderäthe, Zeugniſſe unbeſcholtener Männer, insbeſondere der bisherigen oder früheren Dienſt⸗ oder Lehrherrn, Meiſtern ꝛc. des Dienſtpflich⸗
tigen, beizubringen ſind.
Ich mache die Großh. Bürgermeiſter hierauf be⸗ ſonders aufmerkſam und fordere Sie auf, die etwa nöthigen Verſtändigungen eintreten zu laſſen und mit der größten Pünktlichkeit hierbei zu verſahren.
d). Die Prüfung der Excapitulanten⸗Einſteher wird jedesmal an dem Tage, an welchem die Conſcriptions⸗ pflichtigen ihres Orts gemuſtert werden, ſogleich nach beendigtem Muſterungs-Geſchäft vorgenommen. Hier⸗
g hümich ran Mmachermeiſters. alt 1 Men
10. Ottilie Jochem,
Georg Jochen Mon. und 205 10 Eliſabecha Ech Wiceln Schu und 9 Mon, 1% Aula Katharine
Aeuntmachum horde
Edietel
(25) Der ate nd bon Friedberg d
nach ſind die Einſteher genau zu inſtruiren, damit ſie nicht auf unrichtige Tage hierher kommen und abge⸗ wieſen werden muͤſſen. Sämmtliche Einſteher muͤſſen ihre Anmeldungsſcheine vorzeigen, ohne welche ihre ee enge a 1 2 Pil flichtige, inſofern ſie ni ſchon durch das Geſetz von 55 e e bei der Muſterung eximirt ſind oder von dem Rekruti⸗ rungs⸗Commiſſär im Laufe der Muſterung definitiv entlaſſen oder bis zur nächſten Muſterung verwieſen werden, müſſen mit den Großh. Bürgermeiſtern, wie ſchon oben bemerkt wurde, den 12. Juni, Morgens präcis um halb 8 Uhr, zum Looſen ſich einſtellen. Ueber alle in dieſem Schreiben enthaltenen Punkte haben Sie ſogleich die erforderliche Bekanntmachung zu er⸗ laſſeu und über den Empfang dieſes Schreibens und die Vollziehung meiner Aufträge binnen 8 Tagen zu berichten. Hungen den 29. April 1844. 10 Follenius.
Kirchenbuchs-Auszuͤge vom Maͤrz 1844. I. Laubach. Getraute: Keine. Getaufte: 0 3. Dem Bürger und Kaufmann Johann David Möll eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 8. Febr.
17. Dem Bürger und Ackermann Friedrich Chriſtian Jochem ein Sohn, Johann Wilhelm, geb. den 24. Febr.
17. Dem Bürger und Weißgerbermeiſter Johannes Rohn— ſtadt II. eine Tochter, Maria Margarethe Wilhelmine Auguſte, geb. den 22. Febr. 5 ö
17. Dem Bürger und Maurermeiſter Chriſtian Seitz II. ein Sohn, Friedrich, geb. den 21. Febr.
erden aufgefordert, cher curatoriſch bet, Reiß binnen Monch uuzeigen, als out 80 hanten Verwandten g ehe des Abwe dilch fur von de
0 em, erst nugwbeßhc wer eizenthumlich e ötiedberg den 2
diet a n Echuldenweſen! hausen betreffend I) Jerderungen digen des Joſeph Kat in welchen Gr. Hofg ſſſen den förmlächen ſiſt, ſind ſogewiß in! mittags 9 Ubr, ante Agen und zu begrün i Maſse ausgeſchle und bemerkt, daß da u Bezahlung der J ſeicht, weßhalh die amal auf theilweiſ mmen. g Il richſtein den 2
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