Ausgabe 
7.2.1844
 
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Dienſtſache erſcheinen, ſo iſt jedesmal das Porto von ſolchen den Bezirksboten von Ihnen zu vergüten und auf der Adreſſefrei zu bemerken. Das von Ihnen auf ſolche Weiſe verauslegte Porto haben Ihnen die Betheiligten zu erſtatten.

Dagegen erſcheinen nach wie vor als Dienſtſache die Erledigungen erhaltener Auflagen, Berichte in Polizei oder Unterſuchungsſachen, in Armen- oder milden Stiftungs⸗ ſachen u. ſ. w., was jedesmal auf der Adreſſe zu bemerken iſt.

Grünberg am 27. Januar 1844.

Weile

Aus zuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 6.

II. Bekanntmachung Großh. Rechnungskammer vom 18. Januar, die i. J. 1844 für Beſolgungs-Natura lien zu bezahlenden Vergütung betr., wonach(s. Verord. v. 1. Febr. 1827, Reg.⸗Bl. Nr. 4) 115 fl. für je 100 fl. Naturalien zu bezahlen ſind, da aus den im Jahre 1843 vorgekommenen, hier in Rechnung zu bringenden, Verkäufen der Durchſchnittspreis eines Malters: Waizen zu 11 fl. 12 kr., Korn 8 fl. 43 kr., Gerſte 6 fl. 44 kr., Hafer 5 fl. 7 kr., folglich der mittlere Werth von 100 fl. Naturalien zu 185 fl. 55 kr. ſich ergibt. Die weitere, nach der Ver ordnung vom 13. Oct. 1840(Reg.⸗Bl. Nr. 26) und nach dem in Nr. 36 des Reg.⸗Bl. von 1843 bekannt gemachten Tarif, als Zuſatz zu je 100 fl. Beſoldung in 1844 zu lei ſtende Vergütung für Holz beträgt 1 fl. 38 kr.

V. Die in der Gemeinde Odernheim, Kreiſes Al zey, ſeit einiger Zeit ſo häufig vorkommenden Brandſch ä den berechtigen zu der Vermuthung, daß in derſelben min deſtens eine mit den Intereſſen der Brandverſicherungsan ſtalt, ſowie mit der Beruhigung des Publikums unverträg liche Fahrläſſigkeit in Bezug auf Feuersgefahr obwalte. In Folge höchſter Ermächtigung wird daher, in Anwendung des Art. 10 des Geſetzes vom 21. Febr. 1824, durch Gr. Kreisrath zu Alzey verfügt, daß von nun an bei ferner in der Gemeinde Odernheim ſich ereignenden Feuersbrünſten die Brandſchäden nur nach dem wahren Werthe, welchen das abgebrannte oder beſchädigte Gebäude unmittelbar vor dem Brande hatte, vergütet werden ſollen. Es wird dabei zugleich bemerkt, daß zu dem Ende eine neue Abſchätzung der Gebäude nach ihrem wahren Werthe, demnach alſo nicht nach ihrem Bauwerthe, und die Errichtung neuer Brand kataſter ohne Verzug vorgenommen werden wird.

VI. Promotionen auf Grßh. Landesuniverſität: Von der mediciniſchen Facultät erhielten die Doctorwürde in der geſammten Heilkunde: am 3. Juni 1843 Richard Dieffenbach aus Friedberg; am 26. H. Ph. Orth aus Griesheim, am 20. Juli Guſt. Friedrich Langheinz aus Darmſtadt; am 30. Georg Eichhorn; am 11. Aug. Auguſt Le Roux aus Mainz; am 15. Carl Laiſt aus Oppen⸗ heim; am 25. Ferd. Klein aus Gießen; am 12. Septbr. Ludwig Neuenhagen aus Umſtadt; am 23. Nikolaus Kubin aus Dieburg, Friedrich Alefeld aus Niedermodau; am 12. Oct. Wilhelm Wagner aus Rimbach.

VII. Dienſt nachrichten: Am 12. Januar wurde der Aſſeſſor mit Stimme bei dem Landgerichte zu Seligen⸗ ſtadt, Gotz, an das Landgericht Großgerau, der. Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte zu Fürth, Snell, an das Landgericht Seligenſtadt und der Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Schlitz. Dr. Muͤller, an das Landgericht Fürth verſetzt, ſodann der Hfg.⸗Secret.⸗Acceſſiſt Geiſt aus Nidda zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgericht zu Schlitz

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und der Hofg.⸗Secret.⸗Acceſſiſt Dr. Seitz aus Nidda zum Aſſeſſor m. St. bei dem Stadtgerichte Gießen ernannt; der von dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach auf die 2. evang. Pfarr-Stelle zu Laubach präſenticte evang. Pfarrer Zöckler zu Freienſeen für dieſe Stelle beſtätigt, dem Schullehrer Hirſchmann zu Biebelsheim die 2. evang. Schullehreſtelle zu Sprendlingen(Kr. Bingen), übertragen, ſowie der von dem Herrn Fürſten zu Löwenſtein und dem Hrn. Grafen zu Erbach-Schönberg auf die neu errichtete 2. evang. Schullehrerſtelle zu Neuſtadt präſentirte Schul vicar Munz zu Reichenbach für dieſe Stelle beſtätigt; am 18. dem Schulvicar Kaiſer zu Atzenhain, die evang. Schul lehrerſtelle daſelbſt übertragen; am 19. dem Schullehrer Hoffmann zu Asbach das Patent als Geometer 3. Cl. für den Kr. Dieburg; am 22. dem Heinrich v. Touſſaint aus Michelſtadt das Patent als Geometer 2. Cl. für den L. Bez. Erbach ertheilt.

VIII. Verſetzungen in den Ruheſtand: Am 10. Jan. der Steuercommiſſaͤr Gros zu Oſthofen; am 16. der Oberfinanzrath Hertel dahier: am 17. der Schullehrer Scharvogel zu Hackenheim, und am 18. der Schullehrer Buſch zu Kleinwinternheim.

IX. Concurrenz für: die Stelle eines Steuercom, miſſärs zu Oſthofen mit der etatsmäßigen Beſoldung(Con currenz binnen drei Wochen bei Großh. Oberfinanzkammer 1. Sect.) die evang. Schullehrerſtelle in Altenburg, Kr. Alsfeld, mit jährlich 290 fl. 29 kr.(Präſentation der Fh, v. Riedeſel zu Eiſenbach); die 1. Schullehrerſtelle zu Stein, bach, L. Bez. Erbach, mit 330 fl., nebſt 24 fl. für Heizung des Schullocals(Präſentation des Hrn. Grafen zu Erbach Fürſtenau); die Schullehrerſtelle an der neu errichteten iſrae⸗ litiſchen Elementarſchule zu Weiſenau, L.-Bez des Kr. Mainz, mit 155 fl. nebſt Heizung des Schullocals.

X. Geſtorben ſind: am 11. Aug. 1843 die Staate, penſionärin Wittwe des vorm. Oberſteuerboten Schlüſſel zu Niederolm; am 16. Dec. der penſ. Schullehrer Wagner zu Holzhauſen bei Gladenbach; am 19. der evang. Pfarrer Sauter zu Rothenberg; am 17. Jan. der penſ. Oberfinnanz rath Moter dahier.

Volksbildung. (Cingeſendet.) (Schluß.)

Noch Andere ſuchen gute Volksſchriften zu ver breiten. Entweder, daß ſie ſelbſt ſolche verfaſſen, oder daß ſie ſich in der großen Bücherwelt nach ſolchen umſehen um ſie empfehlen. In letzterem Falle befindet ſich Einſenden er möchte eine Schrift anpreiſen, welche allen Forderu gen einer guten Volksſchrift entſpricht. Was ſind aber die Forderungen einer ſolchen? Die Sprache in einer Volks ſchrift muß anſchaulich, körnigt, die Darſtellung bilderreic und durch ſprüchwörtliche Redeweiſe belebt ſein; alles muß, ſo zu ſagen, Fleiſch und Blut haben. Der Stoff darf nich willkührlich zuſammen gewürfelt ſein, wie z. B. im Pfennig Magazin; denn das zerſtreut nur. Mit einem Wort: dal Buch muß volks faßlich ſein. Ein weſentlicher Punkt ſ die Wohlfeilheit. Warum? Aber vor Allem, was din Volke gegeben wird, muß im chriſtlichen Geiſte behan delt ſein. Denn wir leben in der Chriſtenheit und i einem chriſtlichen Staate und unſer Volk ſoll ch riſtl it

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