1 18. 2) Beſteht der Vortheil des Walzens darin, daß ſich dadurch die von der Egge unzertheilt gebliebenen Erdſchollen ganz leicht zertrümmern laſſen, indem dieſe ſo in den Boden eingedrückt werden, daß ſie bei nochmaligem Eggen von der Egge um ſo eher gefaßt und zerkleinert werden können, was ſſch auf jede andere Weiſe weder ſo leicht, noch ſo wohlfeil ausführen läßt. 1 b
Handelt es ſich nun um die Zerpulverung eines klotzigen Bodens, und erfordert dies ein mehrfachiges Walzen, ſo wird der Zweck um ſo beſſer erreicht werden, wenn zwiſchen der jedesmaligen Wiederholung deſſelben tüchtig geegget wird. Ueberhaupt läßt ſich aber eine vollſtändige Zerkleinerung des Bodens, wie ſie fuͤr Lein, Rapps oder zu verſetzende Pflanzen, als Taback, Kohl ꝛc. nöthig iſt, in gebundenem Boden ſelten ſo gut ausführen, als es mit Anwendung der Walze möglich iſt, abgeſehen davon, daß man durch dieſe dem Austrocknen des Bodens, welches in Folge des für jene Gewaͤchſe nöthigen öfteren Pflügens manchmal ſo gern erfolgt, leicht begegnen kann. Bei jenen feinen Sämereien iſt überdieß eine vollkommene Ebnung des Bodens, wie ſie nur durch Walzen deſſelben erreicht werden kann, um ſo nothwendiger, wenn die Saat nirgends zuſammenfallen und ſich gleichmäßig vertheilen ſoll. 5
3) Läßt ſich eine ungepflügte Narbe, ſei es von einem Wieſen-, Klee- oder Es parſettenlande, auf keine Weiſe ſo ſchnell und ſo vollſtändig verarbeiten, als durch die Walze, indem ſie durch dieſe an den Boden gedrückt, um ſo ſchneller abſtirbt, und daher weit beſſer veregget werden kann.
Nicht mindere Vortheile gewährt das Walzen dadurch, daß
9 in Aeckern, welche nach dem Unterpflügen des Düngers längere Zeit bei trockener Witterung liegen bleiben ſollen, zumal wenn der Boden trocken und loſe iſt, die Verflüͤchtigung pflanzennährender Stoffe eher verhindert wird. 2
5) Können durch die Walze die von einer ſchon gelaufenen Saat während des Winters gelöſten und vom Froſte herausgehobenen Wurzeln, wie dies in ſchwämmigen Böden oder ſolchen Lagen, die einem hau⸗ figen Auf⸗ und Zugefrieren unterworfen ſind, z. B. an ſüdlichen, ſüdoͤſtlichen und öſtlichen Abhängen, ſo gerne geſchieht, wieder an den Boden gedrückt oder doch ſtärker damit in Berührung gebracht werden, während ſie ohne dieſes Anwalzen durch die gewöhnlich gegen das Frühjahr hin eintretenden Winde ſehr häufig ausgetrocknet werden und zu Grunde gehen.
6) Bedient man ſich auch in beſonderen Fällen der Walze zur Vertilgung gewiſſer Inſekten auf der Saat mit vorzüglichem Erfolge; und endlich 5
7) erleichtert ein nach der Saat gewalzter und dadurch völlig geebneter Acker inſofern das Erndtege⸗ ſchäft, als die Frucht nicht nur mit gleichmäßig hoher, ſondern auch mit ungleich kürzerer Stoppel abge⸗ mäht werden kann.“
Hiernach wird in jenem Schreiben noch hervorgehoben, daß, da der Grundbeſitz des Landmanns in der Regel nicht bedeutend ſei, ihm die Ausgabe von 12—13 fl. für eine gute Walze zu hoch erſcheine, es ſich daher als zweckmäßig darſtellen möchte, wenn auf Koſten der Gemeinden auf 100 Ortsbuͤrger etwa 2—3 Walzen angeſchafft, denſelben zur Dispoſition geſtellt, und gleich den übrigen, der Gemeinde gehörigen Geräthſchaften an einem beſonderen Orte aufbewahrt wuͤrden, ſodann aber vorgeſchrieben würde, daß dem Bürgermeiſter oder ſonſt einer zur Aufſicht beſtellten Perſon die Abholung der Walze durch den⸗ jenigen, welcher davon Gebrauch machen wollte, zur Anzeige gebracht werden müßte.—
Die Bemerkungen und Vorſchläge des landwirthſchaftlichen Vereins erſcheinen uns in hohem Grade beachtungswerth, und wir finden uns daher veranlaßt, Ihnen dieſelben zur Erwägung und Berückſichtigung mit dem Beifügen angelegentlichſt zu empfehlen, daß die Genehmigung zur Uebernahme der Koſten der Anſchaffung ſolcher Walzen in der erforderlichen Anzahl auf die betreffenden Gemeindekaſſen unſerer Seits einem Anſtande nicht unterliegt, wenn die Gemeinderäthe, wie wir nicht zweiflen, ſich beſtimmt fühlen ſollten, im Intereſſe der Gemeinde-Angehörigen hierauf bei uns anzutragen.
Friedberg und Hungen am 8. Januar 1843.
Küchler. Follenius.
Wie man ein ſchlechtes Ackergut zu einem kleine Theile zerfallen und die Lücke doch nicht ausfüͤl⸗ guten macht. len, da außerdem der Landmann jetzt in ſeinen zum (Neue Buͤrger- und Bauern-Zeitung 1836. Nr. 42.) Theil drückenden Verhältniſſen Hilfe bedarf, ſo glaube Schon das Sprichwort ſagt, daß, wenn es Einem ich mich berufen, zu Euch, liebe Landleute! zu ſpre⸗ gut gehe, man auch ſeiner Nebenmenſchen gedenken chen; und da gar Viele heut zu Tage Etwas drucken müſſe, um denſelben mit Rath und That beizuſtehen. laſſen, einmal auch mit Hilfe unſers Herrn Schul⸗ Da nun guter Rath ein Almoſen beſonderer Art iſt, meiſters meine Lebensgeſchichte Euch mitzutheilen, wo⸗ das, wenn er recht beherzigt und gut angewendet wird, raus ihr lernen werdet, daß man mit geringen, ſonſt Vielen hilft und deßhalb weiter reicht, als Geldaus⸗ nicht beachteten Mitteln ſich oft helfen und große theilungen, die, wenn Viele davon haben wollen, in Noth vom Halſe ſchaffen kann.—
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