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terland entweichen müſſen und bin nach Kandia ge⸗ flohen. Daß ich hier nun fuͤr einen Andern ange⸗ ſehen werde, daß ſo Viele, die ich nie beleidigt, einmüthig meinen Tod begehren, darin ſah ich nichts anders als die Hand der Vorſehung, die den Schuldigen zu finden wußte; und ich ſterbe gern. Wenige Stunden nachher ward er wirklich vor der Thüre des Geſandten aufgeknüpft, und dieſer war es allerdings nun zufrieden, daß mit dem Tode eines eingeſtandenen Mörders das Leben eines un willkuͤhrlichen Todtſchlägers erkauft werde.

Tiſchbemerkung.

Suppe und Kaffee feuchten die menſchliche Sprach⸗ maſchine nur elend an, daß ſie verquillt und ſtockt, und nur mit dem Rauch von Beiden zieht die ſtumme Langeweile davon. Dagegen wenn die Extrakte kommen, Biſchof- Punſch⸗ Traubenextrakt, dann fangen die Räder der eingeölten Sprachmaſchine an, wacker umzulaufen, jeder will des andern Bruder und noch dazu der Bruder Redner werden; die feu⸗ rigen Zungen ſind nicht mehr zweizüngig, die wel ken matten Infuſionsthierchen der Ideen leben von den wenigen auf ſie geſpritzten Tropfen wimmelnd auf und rudern ſehr und es kommt immer ein vernünftiger Discurs zu Stande.

Eröffnung der Sonntagsſchule.

Künftigen Sonntag den 30. Oktober l. F. Nachmittags um 3 Uhr beginnt wieder der Winter-Curſus der Sonn tagsſchule im ſtädtiſchen Schulhauſe hieſelbſt. Indem man dieſes hiermit bekannt macht, hegt man zu dem edlen Sinne unſerer Mitbürger das Vertrauen, daß ſie die ihnen unter gebenen Lehrlinge gerne ermuntern und anhalten werden, eine Anſtalt zu beſuchen, welche bisher im Stillen viel Gu tes gewirkt und junge Leute nicht nur fürs Beſſere gewon⸗ nen, ſondern auch mit nützlichen Kenntniſſen bereichert hat, und zwar zu einer Tageszeit, da dieſelben ſonſt gewöhnlich ſich ſelbſt uͤberlaſſen und eher der Verführung zum Schlech ten Preis gegeben ſind, als Gelegenheit haben, ſich zu ver vollkommnen.

Friedberg den 25. Oktober 1842. In Auftrag Prof. Ph. Dieffenbach

Empfangs- Beſcheinigung.

Für die Brandbeſchädigten zu Steinbach ſind noch weiter eingegangen: durch die Herrn Lindheimer von der israeliti ſchen Gemeinde dahier 5 fl. 39 kr., welcher Betrag heute an den Ort ſeiner Beſtimmung abgeht.

Friedberg den 26. Oktober 1842. Buß.

Bekanntmachungen von Behoͤrden

N

Edicetalla dung. (1193) Der ſeit einer Reihe von Jahren von Haus abweſende Johann Jacob Weil von Niederwöllſtadt, deſſen Aufenthalt hierorts unbekannt iſt, wurde nach dem beigebrachten Taufſchein im Jahr 1770 gebo⸗ ren, hat alſo das 70. Lebensjahr bereits zurückge⸗

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legt. Mit Ruͤckſicht hierauf und auf die Beſtim⸗ mungen des Solmſer Landrechtes bezugnehmend, hat Johann Karl Weil von Niederwöllſtadt, der Bru der des Abweſenden, um Ueberweiſung des ſeit dem Jahr 1818 curatoriſch verwalteten Vermögens des⸗ ſelben gebeten.

Es ergeht daher an gedachten Johann Jacob Weil oder deſſen etwaige Leibeserben, ſowie an alle

diejenigen, welche Erbanſprüche an das Vermögen

des Abweſenden bilden zu können glauben, öffent⸗ liche Aufforderung, umſogewiſſer binnen 3 Monaten bei unterzeichnetem Landgericht ſich zu melden, als ſonſten, ohne weitere desfallſige Bekanntmachung, Johann Jacob Weil für verſchollen erklärt, ſein Vermögen aber ſeinem Bruder Johann Karl über⸗ antwortet werden ſoll. Friedberg den 2. September 1842. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (1237) Montag den 31. October, Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe und der Garten des Ludwig Hofmann, beſtehend in Wohnhaus, Anbau am Haus und Hausplatz, an Ernſt Falk und Heinrich Falk an der Schnurgaſſe gelegen, ſodann 38 Ruthen Garten in der 14. Ge⸗ wann am Holzpförtchen an Mariane Runkel und Wilhelm Hanſtein gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 17. September 1842. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Oeffentliche Bekanntmachung. (1278) Zum Verkaufe der den Konrad Sauer's Erben zu Fauerbach I. erblich verliehenen Hofraithe, die Damm⸗ und Teichmühle genannt, beſtehend in Mahlgang und Muͤhlenbau, Scheuer und Stallung mit Nebenbau, nebſt den dazu gehörigen in unge⸗ fähr 12 Morgen beſtehenden Grundſtücken iſt Ter⸗ min auf Montag den 7. November l. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumt worden. Kaufliebhaber werden daher eingeladen, ſich za der beſtimmten Zeit in der oben genannten Hofraithe zu Fauerbach I. einzufinden, ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweiſen und ſich der Eröffnung der Verkaufs⸗ bedingungen zu gewärtigen. Butzbach den 27. September 1842. Großhzgl. Heſſ. Landgericht daſ. e e

Calmberg. Verſteigerung getragener Militär-Monti⸗ rungs⸗Stücke. (1346) Montag den 7. November d. J., Vormit⸗ tags um 8 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr, werden in dem Zimmer des Kuͤchenbaues der Kloſtercaſerne dahier mehrere Quantitäten getragene Militär⸗Mon⸗ tirungs⸗Stücke, als: Mäntel, Röcke, Handſchuhe,

880

(488) De, ud Montag lr, auf dem!

ulſteigert. Friedberg

Heft 363) Mont m 11 Uhr, ſoll der Heinrich H 22 bezeichnet, und Johann Kr Scheuer, Stall ſfammt Gärtch neiſtbietend ve ſich beſonders höͤfe, der eine Oekmühle, der der Scheuer.

Friedber

(1364) Die 10 Uhr, werd 20 Ma 75 35 66 in einzelnen hauſe meiſtbien Reichelsh