umſehen, ſo werden wir zwar nicht ſehr Vieles aber 5 Eins und das Andere finden, was Bedeutung dit.
Das Schloß iſt nicht ſehr geſchmackvoll. Das, was jetzt von demſelben ſteht, iſt, wie die Aufſchrift ſagt, vom Grafen Wilhelm Moritz zu Solms— Braunfels und ſeiner Gemahlinn„Magdalena Sophia von Gottes Gnaden gebohrne Landgräfin zu Heſſen ꝛc.“ alſo zu Ende des 17ten oder zu Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut worden. Der Schloßgar⸗ ten mit ſeinen ungeheuern Wällen und ſonſtigen Anlagen bietet für die Bewohner faſt zu jeder Jah—⸗ reszeit einen angenehmen Spaziergang dar.
Von dem Schloſſe wollen wir die Kirche beſuchen. Es iſt dieſes Gebäude aus ſehr verſchiedenen Zeiten. Das Chor iſt wohl aus dem fünfzehnten Jahrhun⸗ dert, der Thurm aber in der Mitte viel älter und wohl aus der Uebergangsperiode um 1240 herum, das Schiff endlich laut der Aufſchrift vom Jahr 1601. In dem Chore befindet ſich das Grabmal des Grafen Otto von Solms vom Jahr 1616. Außerhalb der Kirche ſtehen noch 2 Grabſteine, wo— von Einer dem Herrn Langsdroff, Keller zu Hoingen, 1555 gewidmet, das andere daneben aber vom Jahr 1569 iſt.
Sonſt wüßten wir in dem Städlein nichts Merk⸗ würdiges mehr aufzufinden.
Die Gegend um Hungen trägt noch ganz den Charakter der Wetterau; es wechſelt maͤßige Höhe und Thal angenehm ab, und da die Stadt jetzt Chauſſeen hat, ſo kann man auf denſelben bequem nach den bedeutenderen der Nachbarorte zu jeder Jahreszeit gelangen. Wer aber ein Freund von Waldparthieen iſt, der kann hier Befriedigung fin⸗ den; beſonders nach Nordweſten und Nordoſten ſtrei⸗ chen weitläufige Waldungen. Aber am Liebſten be⸗ ſucht man doch von Hungen aus das ſogenannte Feldheimer Wäldchen. Es liegt daſſelbe weſtlich der von Hungen nach Inheiden führenden Chauſſee, und hat ſeinen Namen von einem längſt ausgegangenen Dorfe, welches in alten Urkunden Veltheim oder Feltheim geſchrieben wird, auch wohl unter dem Namen Velheimer und Fallheimer marca vorkommt. Noch vor Kurzem fand man auf der höchſten Gegend des Waldes, welche für den Augenblick als Feld bebaut wird, und zwar an der Stelle, welche man„an der Capelle“ bezeichnet, die Trümmer einer alten Mauer, ſodann einen alten Schlüſſel und ein Kettchen. Es ſcheint demnach, daß entweder auf dieſer Stelle der ausgegangene Ort nebſt der Kirche geſtanden habe, oder daß we—⸗ nigſtens eine alte Capelle daſelbſt zu ſuchen ſey.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
N
Edicetalladung. (161) Ueber das äußerſt geringe Vermögen des Abraham Strauß zu Fauerbach II. iſt der Concurs erkannt und Liquidationstermin auf
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Mittwoch den 25. Mai, Morgens 8 Uhr, anberaumt werden, wo Forderungen an die Con— cursmaſſe bei Strafe des Ausſchluſſes geltend zu machen ſind.
Friedberg den 31. März 1842. Ghzgl. Heſſ. Gräfl. Solmſiſches Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (463) Die der freien Stadt Frankfurt eigenthuͤm⸗ lich zuſtehenden zum Reſſort der Käͤmmerey gehörigen 1 Obererlenbacher Terminey gelegenen drei Güter⸗ ücke 1) XI.. 134 Klft. oder 76 Ruth. Acker⸗ land am Niedererlenbacher Weg an Georg Franck, Y XII.%s. 123 Klft. oder 70 Ruth. an der Rierhohle an Heinrich Winderling, 3) XVI.. 175 Klft. oder 100 Ruth. an der Katzenſtirn an Caspar Feucht II., ſollen Donnerſtag den 28. April a. c., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhaus zu Obererlenbach an den Meiſtbietenden verkauft werden, und liegen die Verkaufsbedingungen bei dem großh. Herrn Buͤrger⸗ meiſter Ohmeis in Obererlenbach zur Einſicht offen. Frankfurt a. M. den 6. April 1842. Stadtkämmerey.
Verſteigerung von Bauarbeiten. (512) Dienſtag den 3. Mai, Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Niederurſel die zur Erbauung eines neuen Pfarrhauſes daſelbſt erforderlichen Arbeiten und Ma⸗ terialien an die Wenigſtnehmenden öffentlich ver⸗ ſteigert werden.
Nach dem Voranſchlag beträgt: 1) Maurer ⸗Arbeitslohn 660 fl. 49 kr.
2) Steinhauerarbeit 343„ 24„ 3) Zimmerarbeit 908„ 49„ 4) Dachdeckerarbeit„ 5) Schreinerarbeit 558 6) Schloſſerarbeit 498„ 36„ 7) Glaſerarbeit 196„—„ 8) Weißbinderarbeit n
9) Spenglerarbeit 82, 42„
Außerdem wird die Lieferung von 16 Cub.⸗Kl. Bruchſteinen, 52000 Stück Backſteinen, 102 Buͤtten Kalk und 5,6 Eub.⸗Kl. reinem Sand daſelbſt ver⸗ geben werden.
Pläne, Voranſchlag und Bedingungen liegen bei dem gr. heſſ. Bürgermeiſter der Gemeinde Nieder⸗ Urſel zur Einſicht offen.
Friedberg den 18. April 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Oeffentliche Bekanntmachung.
(508) Das Großh. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen hat den Daniel Gärtner und deſſen Ehefrau, Maria geborne Schäfer, zu Kirchgöns der Verwaltung ihres Vermögens entſetzt und deren Stellung unter Curatel verſuͤgt. Nachdem nun den⸗ ſelben in der Perſon des Anton Gärtner zu Kirch⸗ göns ein Curator beigegeben worden iſt, wird die⸗
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