Menſchenwürde⸗
„Dem Herrn Oberſchulratb Dr. Chr. Th. Roth zu Fried⸗ 3175 16 0 Zeichen dankbarer Verehrung gewidmet von
einem ſeiner Schuler.“
Ich bin ein Menſch! Wer iſt es mehr? Wer's ſagen kann, der preiſe
Den Gott, der heilig iſt und hehr, Auf jede wuͤrd'ge Weiſe.
Der Gottheit Macht hat überall Das Leben hinbeſchieden;
Das Leben iſt der Schöpfung Schall— Nur Leben iſt hienieden.)
Das Thier im Feld, der Baum im Wald Ruft laut mir zu:„ich lebel/
Das Leben iſt's, durch das ſich ballt Der Stein; ob er wohl lebe?—
O ſchöner Quell! wie ſonnenklar Scheinſt du dich zu erheben:
Du fließeſt kaum, und in dir war— Der Keim zu tauſend Leben.
Durch's Wort laſſ' ich den Gotteshauch In die Erſcheinung treten;
Wer kann es mehr nach meinem Brauch? Wer ſonſt wagt aufzutreten?
Ich bin! Das iſt mein erſtes Wort, Wodurch ich ſelbſt bekenne:
„Daß ich es weiß von Ort zu Ort, Was ich hier thu' und nenne.“
Ich will! Das iſt mein Feldgeſchrei Auf dieſem Erdenrunde,
Durch welches frei ich bin und frei; Sagt's nicht der Mund dem Munde?
Ich muß! Das iſt Vernunftgeheiß, Wodurch ich hier auf Erden
Dem Urgeiſt, was auch ich blos weiß, Nur ähnlicher kann werden.
Der Tod iſt nur ein Uebergang Vom Leben zu dem Leben;
Der Tod— er währet ja nicht lang— In ihm keimt neues Leben.
Aus Leben iſt die ganze Welt Gemacht durch das„Es werde!“
Des Schöpfers Wort hat mich beſtellt Zum Herrſcher dieſer Erde.
Das Herrſchen iſt kein Kinderſpiel;— Es iſt der Gottheit Kunde:
„Erreiche, Menſch! dein höchſtes Ziel Nach dem verlieh'nen Pfunde.“
Der Urkraft heiligſtes Gebot Iſt in mein Herz geſchrieben 5
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„Ich ſoll, ich muß bis in den Tod Den Menſchen immer lieben.“
Dem Leben immer wohlzuthun, Das Leben— leben laſſen;
Ich kann alsdann ſo ſanft hier ruh'n Das Leben niemals haſſen.
Obſchon nur ich nach Gottes Bild Aus Erde Menſch geworden; Die Lebenskraft, wem ſie auch gilt,
Darf ich doch niemals morden!—
Wenn ich das Leben nie verletzt, So kann ich froh beſchauen Das All, worin ich mich verſetzt Mit himmliſchem Vertrauen.
Wohlan! im ganzen Weltenkreis Will ich das Leben lieben; Auch werde ich um keinen Preis
Das Leben je betrüben.
Dann üb' ich blos, was Pflicht gebeut, Und was ich Tugend nenne;
Dann bin ich immer gern bereit Zur Wahrheit, die ich kenne.
Dann leb' ich ſtets mit frohem Muth Mein Leben für das Leben,
Und hab' erzielt das höchſte Gut, Was ich je kann erſtreben.
Ich bin dem Bilde Gottes gleich, Zur Freude hier geboren,
Und dann noch für ein Himmelreich Allein nur auserkoren.
Drum dank ich dir mit Herz und Mund O guter Gott! für's Leben,
Das du erhältſt von Stund zu Stund, Aus Liebe mir gegeben.
E. C. K.
Wieder eine merkwürdige neue Erfin—
dung.
In Frankreich, wo man ſich ganz beſonders auf Erfindungen von neuen Dingen legt, und wo man auch gerne Fallen ſtellt, hat Einer, Namens Gal⸗ land, eine Mauſefalle erfunden, die Alles weit hinter ſich läßt, was man bis jetzt in der Art ge⸗ habt hat, und womit man nicht nur die gewöhnli⸗ chen Mäuſe, ſondern auch andere kann, ohne daß man nöthig hat, Fange wieder zu ſtellen. öffentliche Blätter verſichern, aus einem kleinen hol⸗ zernen Käfig, deſſen Boden von Blech iſt und beim geringſten Druck überſchlägt. im Hintergrunde des Käfigs angebracht. Sobald
Thiere fangen ſie nach jedem Die Falle beſteht, wie
Die Lockſpeiſe wird
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